Christopher Trimmel im Duell gegen Greuther Fürth. Quelle: imago/Zink
Audio: Inforadio | 20.04.19 | 15:15 Uhr | Hans-Peter Pull | Bild: imago/Zink

Fünftes Spiel in Serie ohne Sieg - Union geht im Aufstiegsrennen die Luft aus

Union Berlin hat auch sein Spiel bei Greuther Fürth nicht gewonnen. Die Eisernen sind nun schon seit fünf Spielen in Serie ohne Sieg. Union rutscht durch das Remis auf den vierten Platz ab. Dem Team von Urs Fischer scheint im Aufstiegskampf die Luft auszugehen.

Bei Union Berlin war in der letzten Woche Entschlossenheit und Geschlossenheit zu erkennen. Nach vier Spielen ohne Sieg wollte die Mannschaft von Urs Fischer nichts von einer Krise wissen und das Spiel am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth unbedingt gewinnen. "Du musst versuchen, um jeden Zentimeter zu kämpfen", hatte der Trainer vor dem Spiel gefordert.

Zwar erfüllte seine Mannschaft diese Forderung, konnte am Ende aber wieder keinen Sieg feiern. In einer schwachen Zweitligapartie, die erst in der Schlussphase ansehnlich wurde, konnten die Eisernen nach dem Abpfiff mit dem 1:1-Remis sogar noch zufrieden sein.

Sebastian Polter feiert Startelf-Rückkehr

Dabei begann der Nachmittag zunächst erfreulich: Bei Union Berlin feierte Angreifer Sebastian Polter nach fast dreimonatiger Abstinenz seine Rückkehr in die Startelf der Eisernen. Verzichten musste Urs Fischer hingegen auf Florian Hübner (muskuläre Probleme) und Manuel Schmiedebach, dem eine Gelbsperre drohte, und der deshalb für das Spiel gegen den Hamburger SV (28.04. 13:30 Uhr) geschont wurde.

Schmiedebach verfolgte das Spiel bei frühlingshaften Temperaturen im Fürther Sportpark Ronhof von der Tribüne und sah, wie die Gastgeber vor 9.650 Zuschauern den besseren Start erwischten. "Wir sind gar nicht gut ins Spiel herein gekommen", sagte auch Marvin Friedrich über den schwachen Beginn seiner Mannschaft. Die erste gute Chance hatte Daniel Keita-Ruel bereits in der vierten Minute, Union-Torwart Rafal Gikiewicz parierte stark. Auch im Anschluss spielte sich die Partie hauptsächlich in der Hälfte der Eiserenen ab. Immer wieder kam Fürth gefährlich vor das Tor von Gikiewicz, Union konnte sich nur selten befreien und eigene Angriffe aufbauen.

Doppelter Rückschlag für Fürth

Erst nach 30. Minuten wurde Union langsam besser, erarbeitete sich zunächst allerdings keine Chancen. Das 1:0 für die Berliner kam wie aus dem Nichts. Nach einem Fehler von Fürths Kapitän Marco Caligiuri scheiterte Robert Zulj zunächst noch an Torwart Sascha Burchert, doch Joshua Mees staubte per Kopfball ab (36. Minute). Es war die schmeichelhafte Führung für die Eisernen. Und die Gastgeber wurden weiter geschwächt: Nach einer Tätlichkeit von Keita-Ruel gegen Felix Kroos wurde der Stürmer nur wenige Minuten nach der Führung für die Unioner des Feldes verwiesen (38.).

Es war eine langsame, eine schwache Zweitligapartie. Auch im zweiten Durchgang entfaltete sich kaum Spielfluss, da beide Mannschaften weiterhin durch viele Fouls die Angriffe des Gegners unterbanden. Union Berlin verpasste es, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Die besten Möglichkeiten hatten Sebastian Polter und Ken Reichel in der 64. Minute per Doppelchance.

    

Union verpasst die Vorentscheidung - Fürth gleicht aus

Den Eisernen fehlte die letzte Zielstrebigkeit, um den Gastgebern gefährlich zu werden und das vorentscheidende 2:0 zu erzielen. Das rächte sich: Nach einer Standartsituation köpfte Marco Caligiuri freistehend zum nicht unverdienten Ausgleich für Fürth (67.) ein. Ein herber Rückschlag für die Eisernen, die anschließend einen weiteren Nackenschlag hinnehmen mussten. Ähnlich wie im ersten Durchgang folgte dem Tor ein Platzverweis - dieses Mal auf der anderen Seite. Nach einem harten Foul musste Verteidiger Nicolai Rapp frühzeitig das Feld verlassen. Union fand anschließend nicht ins Spiel zurück und nur Torwart Gikiewicz verhinderte Schlimmeres. Der Keeper verhinderte mit Glanzparaden in der 75., 86. und 90. Minute die Niederlage beim Tabellenelften.  

"Wenn wir uns das Spiel angucken, ist es ein gewonnener Punkt", erkannte auch Verteidiger Marvin Friedrich nach dem 1:1-Unentschieden. Die Eisernen rutschen durch den zeitgleichen Sieg von Paderborn bei Holstein Kiel (2:1) vom Relegationsplatz auf den vierten Tabellenplatz, bleiben im Aufstiegsrennen aber weiter in Schlagdistanz der Konkurrenten. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) treffen die Unioner im Aufstiegsduell auf den Tabellenzweiten, den HSV. Dann sollten die Eisernen ein anderes Gesicht zeigen, um nicht wieder einmal kurz vor Ende der Saison das Aufstiegsrennen zu verlieren.

Sendung: rbbUM6, 20.04.19, 18:00 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

6 Kommentare

  1. 6.

    das wird nicht's mit der 1. liga. sie mogeln sich ja nur mit vielen unentschiden durch die 2. liga.

  2. 5.

    Zeige mir einen zufriedenen Zweitligisten und ich zeige Dir einen ewigen Verlierer. Aber allen unken zum trotz haben es die Unioner ja noch selbst in der Hand. Ein Sieg gegen den HSV und alles ist wieder möglich.

  3. 4.

    ...ich glaube nur Gikiewicz, Polter und der Trainer wollen aufsteigen.
    Es gibt wahrscheinlich zum Schluss nur einen Voll- und einen Halbdeppen in der Liga: Wir und der HSV (...wobei der Zweitgenannte sich wahrscheinlich über die Relegation unverdient in die 1. Buli mogelt). Der 1. FCU hat dann zumindest ein Saisonziel erreicht: Besser platziert als in der Vorsaison (4. bis 6. Platz).

    Trotzdem Frohe Ostern

  4. 3.

    Dritte Saison infolge wo sie um den Aufstieg sehr gut dabei sind und wenn es dann drauf ankommt spielen sie schlecht.
    Fehlt da der Wille um wirklich aufzusteigen?
    Eine spass Saison in der ersten Liga würde mich freuen - Union ihr pakt das..wenn ihr wollt.

  5. 2.

    Ich bin deswegen nicht böse.
    6 bis 4 platz ,ja das würde ich begrüßen.
    Schulden machen für die Erste Liga verbietet sich für mich.
    Wir Eisernen bluten gerne,wir legen auch selbst Hand an.Aber ich glaube ein Aufstieg käme noch zu früh.

  6. 1.

    In Erwartung eines Tasmania-Schicksals in der 1. Bundesliga besser nicht aufsteigen! - Gute 2. Bundesliga ist ja auch nicht schlecht!.

Das könnte Sie auch interessieren