Füchse-Keeper Silvio Heinevetter und Fabian Wiede sind enttäuscht (Quelle: imago images / Nordphoto)
Audio: Inforadio | 18.04.2019 | Jens-Christian Gußmann | Bild: imago images / Nordphoto

29:30-Niederlage in der Handball-Bundesliga - Füchse verpassen Pokalrevanche gegen Kiel

Knapp zwei Wochen nach der Halbfinal-Pleite im Pokal haben die Füchse Berlin eine Revanche gegen den THW Kiel verpasst. In einer umkämpften Partie hielten die Füchse bis kurz vor Abpfiff den Anschluss - doch ein Fehlpass sorgte für die Entscheidung.

Die Körpersprache von Fabian Wiede sprach Bände. Mit hängendem Kopf stapfte der 25-Jährige der Reihe nach zu seinen Mitspielern. Erst gab es einen Handschlag, dann ein deutlich zu hörendes "Sorry".

Die Enttäuschung war groß. Denn wieder einmal unterlagen Wiede und seine Füchse dem THW Kiel. Wieder einmal hatten sie gekämpft, alles gegeben und dennoch hatte es am Ende beim 29:30 (15:13) an diesem Donnerstagabend einfach nicht zu mehr gereicht.

Füchse-Führung zur Pause

Knapp zwei Wochen nach der Niederlage im Halbfinale des DHB-Pokals, wo die Berliner in der ersten Halbzeit bereits einen gehörigen Rückstand hatten, lief es diesmal besser für die Gastgeber. In der mit 10.000 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle brodelte es von Beginn an. In einer ausgeglichenen Anfangsphase sorgten die Nationaspieler Fabian Wiede und Paul Drux für die ersten Füchse-Tore. Vor allem die Berliner Abwehr stand im Vergleich zum Pokal-Halbfinale diesmal deutlich besser. Nach einem Ballverlust der Kieler feuerte Drux den Ball zur 5:3-Führung ins Tor.

Von den Torhütern, vor allem vom im Halbfinale überragenden Kiel-Keeper Landin, war zunächst nichts zu sehen. Stattdessen sorgte ein anderer für Aufsehen: Hans Lindberg. Der mittlerweile 37-jährige Däne machte nicht nur die schönsten, sondern auch die wichtigen Tore für seine Berliner und brachte sein Team beim 13:10 erstmals etwas deutlicher in Front. Mit einer 15:13-Halbzeitführung konnten die Füchse zufrieden in die Pause gehen.

Fehlpass bringt die Entscheidung

Doch dann passierte das, was den Berlinern in letzter Zeit zu häufig zum Verhängnis wurde. "Wir haben den Start in die zweite Halbzeit ein bisschen verpennt", analysierte Fabian Wiede bei Sky. Mit einem 4:0-Lauf eroberte Kiel die Führung und war nun die bestimmende Mannschaft. Bei den Füchsen häuften sich die Fehler. Während die Abwehr nicht mehr so kompakt stand, fehlte es in der Offensive zu oft an Durchschlagskraft.

Doch so ganz ließen sich die Füchse nie abschütteln und kamen nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand (24:28) in der Schlussphase wieder auf ein Tor heran. In den verbleibenden 30 Sekunden bot sich den angreifenden Berlinern noch diese eine Chance auf den Ausgleich. Doch ein Pass von Fabian Wiede landete in den Händen des Gegners - und die Partie war entschieden. "Es war komplett mein Fehler", entschuldigte sich der Nationalspieler anschließend.

Heinevetter: "Am Ende ein bisschen Pech gehabt"

"Ich glaube, wir haben am Ende ein bisschen Pech gehabt", erklärte Torhüter Silvio Heinevetter. "Wir halten auch gegen die Top-Mannschaften gut mit, aber es springen keine Punkte heraus."

Durch die Niederlage bleiben die Füchse vorerst auf dem sechsten Platz und konnten im Kampf um die internationalen Ränge keinen Boden gut machen. Bereits am Sonntag (15 Uhr) steht gegen Liga-Konkurrent Hannover-Burgdorf das wichtige Hinspiel im EHF-Cup-Viertelfinale an.

Sendung: Inforadio, 18.04.2019, 19.15 Uhr

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