Unions Mittelfeldspieler Grischa Prömel schreit den Fans seine Freude entgegen. (Quelle: Matthias Koch)
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Audio: Inforadio | 31.03.2019 | Interview mit Grischa Prömel: Thomas Kroh | Bild: imago images / Matthias Koch

Interview | Grischa Prömel vom 1. FC Union - "Keiner redet von einer Formkrise"

Der 1. FC Union strauchelt ein wenig im Aufstiegskampf der Zweiten Liga. Die letzten beiden Partien haben die Köpenicker verloren. Mittelfeldspieler Grischa Prömel erzählt im Interview mit rbb24, weshalb es trotzdem keinen Grund gebe, nervös zu werden.

rbb|24: Herr Prömel, Ihr Teamkollege Sebastian Polter hat nach der Partie gegen den SC Paderborn gesagt, der 1. FC Union hätte den Ausgleich nicht verdient - wie sehen Sie das?

Grischa Prömel: (holt tief Luft) Schwer zu sagen. Die Schlussphase ging klar an Paderborn, aber wenn man das komplette Spiel über die 90 Minuten betrachtet, hatten wir auch unsere guten Phasen im Spiel. Gerade, wenn man die Anfangsviertelstunde nimmt - da hatten wir ein klares Chancenplus, haben aber zu wenig aus den Chancen gemacht. 

Zuletzt gab es zwei Niederlagen - gegen Heidenheim und an diesem Wochenende gegen Paderborn. Ist das nur eine dieser berühmten Momentaufnahmen?

Naja, in der Zweiten Liga entscheiden manchmal Kleinigkeiten. Wenn wir gegen Paderborn in der Anfangsviertelstunde in Führung gehen, läuft so ein Spiel ganz anders. Deswegen redet da keiner von einer Formkrise. Schlechte Spiele gehören dazu im Fußball, wir lassen uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen und ziehen unser Ding weiter durch.

Aber wie ärgerlich ist es, wenn Sie dann nach einer solchen Niederlage hören, dass der HSV, der ja nun den zweiten Platz belegt, nur unentschieden gespielt hat?

Ja, das tut dann natürlich noch mal doppelt weh, aber trotzdem müssen wir auf uns schauen. Es macht keinen Sinn, sich an den anderen Mannschaften zu orientieren. Erst müssen wir unsere Arbeit bringen und drei Punkte holen, denn schlussendlich hilft uns da keiner. Wir hoffen natürlich, dass wir unsere Spiele gewinnen und nicht auf andere Mannschaften setzen müssen.

Nächsten Sonntag ist die Partie gegen Dresden, dann das Heimspiel gegen Regensburg. Sind da Siege Pflicht?

(überlegt) Ja, was heißt Pflicht? Wenn man oben mitspielen will und wenn man sieht, dass wir zu Hause auch gegen Köln gewonnen haben, dann wollen wir zu Hause natürlich auch gegen Regensburg gewinnen, keine Frage. Aber wir sind immer noch Union Berlin. Wir gehen jedes Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen - aber ich will auch der Mannschaft und mir keinen zu großen Druck machen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Thomas Kroh

Sendung: rbb Inforadio, 31.03.2019, 16.15 Uhr

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