Sergej Grankin bejubelt einen Punkt der BR Volleys (Quelle: imago images / Bernd König)
Video: rbb24 | 20.04.2019 | Simon Wenzel | Bild: imago images / Bernd König

3:0-Erfolg über Haching - BR Volleys ziehen ins Finale ein

Die BR Volleys haben es wieder geschafft: Nach einem 3:0-Sieg gegen Haching gewinnen die Berliner die Halbfinalserie und ziehen ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort wartet auf den Titelverteidiger ein alter Bekannter.

Der Jubel bei Sergej Grankin und seinen Mitspielern war groß: Mit einem 3:0-Sieg (26:24, 25:19, 25:23) über die Alpenvolleys Haching am Samstagabend gewannen die Berliner die Halbfinalserie im Modus Best-of-Five mit 3:1 und zogen somit ins Finale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft ein.

"Es hört sich wahrscheinlich ein bisschen deutlicher an, als es wirklich war", gab Moritz Reichert nach dem Spiel zu bedenken. Denn vor den knapp 4.500 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mussten sich die Berliner gleich mehrmals gegen einen Rückstand wehren.

Volleys gewinnen umkämpften ersten Satz

Zunächst gestalteten beide Teams die Begegnung ausgeglichen, doch der Berliner Block bekam vor allem Diagonalangreifer Kirill Klets schwer in den Griff. Die Folge: Mitte des Satzes gingen die Alpenvolleys erstmals mit drei Punkten in Führung (18:15). Mit einem Ass holten sich die Gäste dann verdient zwei Satzbälle, doch beide konnten die Volleys unter großem Kampf abwehren.

In der entscheidenden Phase wechselte Trainer Cedric Enard Jungtalent Linus Weber ein - und bewies damit mal wieder ein glückliches Händchen. Der 19-Jährige sicherte seinem Team mit einem erfolgreichen Block den ersten Satzball und den nutzten die Hauptstädter zum 26:24. "Das war auf jeden Fall super wichtig für die Moral", erklärte Außenangreifer Reichert. "Mit so einer Führung in den zweiten Satz zu gehen ist natürlich deutlich einfacher, als wenn man hinten liegt und anfängt, nachzudenken."

Aufschlagserie bringt Vorentscheidung im zweiten Durchgang

Doch das deutsch-österreichische Gästeteam, das mit einer Wildcard in der Liga aktiv ist und eine überraschend starke Saison spielte, zeigte auch im zweiten Durchgang seine Qualitäten. Vor allem dank ihres guten Blocks gingen die Alpenvolleys erneut mit 11:8 in Führung und setzten die Berliner unter Druck.

Die Antwort des Titelverteidigers? Eine Aufschlagserie von Mittelblocker Georg Klein. Der 27-Jährige drehte einen 10:13-Rückstand in eine 18:13-Führung. Wegen Reklamierens sah Hachings Danilo Gelinski zudem die Rote Karte, gleichbedeutend mit einem Punktgewinn für die Berliner. Diese Szenen zeigten Wirkung bei den Alpenvolleys: Überlegen entschieden die Hauptstädter den Durchgang für sich.

"Es war schon ein bisschen kurios heute"

Im dritten Satz leisteten sich die Volleys sogar einen 15:20-Rückstand, bevor sie per Ass zum 22:22 ausgleichen und per Block das Match und damit die Serie schließlich für sich entscheiden konnten. "Es war schon ein bisschen kurios heute. Gerade im ersten und dritten Satz haben wir bald schon über den ganzen Satz zurückgelegen und uns dann wieder rangekämpft", so Reichert nach der Partie.

Doch gerade diese Qualität sei es, betonte der Außenangreifer, die die BR Volleys wieder einmal ins Finale gebracht habe. Dort treffen sie - wie schon in den vergangenen sechs Jahren - auf den VfB Friedrichshafen. Am kommenden Samstag treffen beide Teams am Bodensee im ersten Duell der Best-of-Five-Serie aufeinander.

Sendung: rbb24, 20.04.2019, 21.45 Uhr

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