Moritz Reichert bejubelt den Ausgleich der BR Volleys. / imago/Bernd König
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Video: rbb24 | 13.04.2019 | 21:45 Uhr | Birgit Hofmann | Bild: imago/Bernd König

Ausgleich in Halbfinal-Serie gegen Haching - BR Volleys kommen im Eiltempo zum Sieg

Ausrufezeichen der BR Volleys: Die Berliner haben das zweite Halbfinal-Spiel gegen die Alpenvolleys Haching mit 3:0 gewonnen. Damit glichen sie in der Playoff-Serie zum 1:1 aus. Von Beginn an trotzten sie dem Druck und ließen dem Gegner kaum eine Chance.

Es war eine Partie, die bei Kaweh Niroomand keine Wünsche offen ließ. "Das ist optimal gewesen", sagte der Manager der BR Volleys. Die Berliner brachten eine echte Top-Leistung - und das gänzlich unbeeindruckt von dem Druck, unter dem sie nach der 1:3-Niederlage zum Auftakt des Playoff-Halbfinals in Haching standen. "Wir hatten von der ersten Sekunde an eine ganz andere Ausstrahlung. Wir haben deutlich gemacht, dass wir das Spiel gewinnen wollen", sagte Niroomand. Das gelang. Und wie. Mit 3:0 (25:21, 25:15, 25:21) besiegten die BR Volleys die Gäste in nur 70 Minuten und erzielten den Ausgleich in der Best-of-Five-Serie.

Aufschlagserie zum Start

In der Max-Schmeling-Halle dominierten die BR Volleys von Beginn an. Schon der Start war furios - dank 1,95-Meter-Aufschlagpower von Moritz Reichert. Seine Serie sorgte dafür, dass die Berliner nach kurzer Zeit mit 6:1 führten. Die Laune bei den 4.583 Zuschauern? Dementsprechend gut. Es war eines der Signale, die Niroomand gefordert hatte.

Und es brachte dem 24-jährigen Reichert, der am Ende zum besten Spieler der Partie gewählt wurde, ein Extra-Lob seines Chefs ein. "So habe ich ihn in Erinnerung, als wir ihn letzten Sommer verpflichtet haben. Das hat er insgesamt zum ersten Mal gezeigt. Nämlich mit Herz zu spielen, in der Annahme sicher zu stehen, vor keinem Block Angst zu haben und mit aggressiven Aufschlägen das Spiel zu eröffnen", sagte Niroomand - und fügte noch hinzu: "Das ist Moritz Reichert. Und wenn er so spielt, sind wir als Mannschaft insgesamt ein ganzes Stück weiter."

Nah an der Perfektion

Das bekamen die Alpenvolleys aus Haching zu spüren. Die Berliner traten in der Folge ganz anders auf als noch in Spiel eins. Das Erfolgsgeheimnis: weniger eigene Fehler. Sowohl in Service als auch Annahme lief es wesentlich besser. So gerieten die Berliner im Auftaktsatz nie ernsthaft in Probleme. 25:21 hieß es am Ende des Spielabschnitts.

Die individuelle Qualität der Volleys zeigte sich an diesem Abend auch auf dem Feld. Es war nah an der Perfektion, nach der die Berliner in der Hauptrunde und auch im bisherigen Verlauf der Playoffs suchen. "Meine Hoffnung ist, dass der Rhythmus mit Spielen alle drei Tage noch einmal so eine Art Schnelltrainingslager ist, um auf die nächste Stufe - von achtzig auf hundert Prozent des Vermögens - zu kommen", sagte Niroomand.

In diesem zweiten Halbfinal-Spiel jedenfalls waren die Volleys nun in Schwung. Das konnten sie es sich auch leisten, dass Benjamin Patch zu Anfang des zweiten Durchgangs den Ball bei einem Aufschlag mal unter dem Netz hindurch in das gegnerische Feld beförderte. Mit teils spektakulären Punktgewinnen wurden solche Missgeschicke ausgebügelt. So holte Sergej Grankin beim Stande von 17:11 einen fast aussichtlosen Ball, seinen Pass verwandelte Jeffrey Jendryk zum 18. Punkt für die Gastgeber. Der 25:15-Satzgewinn war eine Demonstration der Stärke.

Haching versucht noch einmal alles

Doch Haching raffte sich noch einmal auf und gab im dritten Satz alles. 15:13 führten die Gäste zwischenzeitlich. Aber die Berliner blieben ruhig, konsequent - und sicherten sich auch diesen Spielabschnitt und damit den Sieg. "Dass ist genau das, was wir der Mannschaft noch auf dem Flughafen in Innsbruck erzählt haben", sagte Niroomand: "Es muss deutlich sein, wer die mentale Hohheit hat. Und die haben wir heute zurückgewonnen." Ausruhen können und wollen sich sich die Volleys darauf nicht. "Es ist noch nichts passiert und nichts gelaufen", sagte der Manager. Unterstreichen wollen sie ihre Leistung nun. Das nächste Mal am kommenden Mittwoch in Innsbruck, um dem Finale einen weiteren Schritt näher zu kommen.

Sendung: rbb24, 13.04.2019, 21:45 Uhr

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