Grischa Prömel (links) ärgert sich im Spiel gegen den Jahn Regensburg. Bild: imago/Matthias Koch
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Audio: Inforadio | 13.04.19 | 08:15 Uhr | Guido Ringel | Bild: imago/Matthias Koch

Aufstiegsrennen in der zweiten Bundesliga - Union und das Aufstiegsflattern

Union Berlin tut sich im Aufstiegsrennen weiter schwer. Das 2:2 (1:1) Remis gegen den Jahn Regensburg ist für den Tabellendritten bereits das vierte sieglose Spiel in Folge. Ausgleichstorschütze Sebastian Polter will von Nervosität aber nichts wissen.

Die positive Nachricht für alle Union-Fans sei vorweg genommen: Die Köpenicker sind noch immer in einer komfortablen Position im Aufstiegsrennen der zweiten Bundesliga. Nach dem 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen den Jahn Regensburg am Freitagabend steht Union Berlin noch immer auf Platz drei, das ist bereits vor den übrigen Spielen des Wochenendes klar. 

Polter kommt und rettet den Punkt

Und zumindest die Spieler wollen von Nervenflattern auch weiterhin nichts wissen, dem vierten sieglosen Spiel in Folge zum Trotz. "Ich denke nicht, dass in der Mannschaft ein Flattern ist", sagte Sebastian Polter nach dem Abpfiff und betonte: "Wir sind immernoch auf dem dritten Platz, es ist nicht so, dass wir etwas verlieren heute." Dass sie nichts verloren haben lag auch an ihm selbst. Wieder einmal leistete Polter als Einwechselspieler das, was man sich von einem eingewechselten Stürmer erhofft: Er traf zum Ausgleich in der 83. Minute.

Und dann stand er da, ein bisschen wie eine Statue, die Arme ausgebreitet. Ganz so als wollte er zeigen: So wird es gemacht, Leute. Denn seine Kollegen hatten zuvor einige Chancen ausgelassen den Ausgleich zu erzielen in einem Spiel, was lange Zeit nicht ihres war. "Schlussendlich müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Unions Trainer Urs Fischer nach dem Spiel und bemängelte, dass sein Team nicht das gespielt habe, was er sich vorgestellt hatte.

Union verliert für lange Zeit die Kontrolle

Denn nach dem frühen und äußerst sehenswert herausgespielten Führungtor durch Sebastian Andersson (12. Minute) verloren die Berliner die Kontrolle über dieses Spiel. Ein zumindest diskutabler Handelfmeter - Hübner hatte den Ball im Sprung an den seitlich abstehenden Arm bekommen - brachte die Gäste aus Regensburg zum schnellen Ausgleich (16. Minute). Damit war Union erstmal nervlich raus aus diesem Spiel. Chancen gab es kaum noch, wenn dann für die Gäste.

"Ein Spiel mit Höhen und Tiefen", sagte Unions Trainer Fischer später über diese Begegnung und konkretisierte in Bezug auf seine Mannschaft: "Ein 60-minütiges Tief und dann ein 30-minütiges Hoch." Denn Union kam auch in der zweiten Halbzeit lange nicht ins Spiel und geriet eine Viertelstunde nach der Halbzeit mit 1:2 in Rückstand, als Al Ghaddioui im Sprintduell Marvin Friedrich locker-leicht ausspielte und mit etwas Glück Gikiewicz überwand.

"Erst als wir nichts mehr zu verlieren hatten"

Erst etwas mehr als zwanzig Minuten vor Schluss, als Sebastian Polter sich warm lief und dann aufs Feld kam, steigerte sich Union. Plötzlich spielten sie, Polter traf und Joshua Mees hatte sogar noch die Chance um das Spiel in einen späten Sieg umzuwandeln. Trotzdem lässt es aufhorchen, wenn Trainer Urs Fischer nach dem Spiel über die starke Schlussphase sagt: "Erst als wir nichts mehr zu verlieren hatten, haben wir das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben." Das klingt dann doch so, als hätten die Unioner durchaus ein bisschen Flatter im Aufstiegsrennen, jetzt wo es fünf Spiele vor Saisonende ernst wird.

 

Sendung:  rbb24, 12.04.2019, 21.45 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Lausitzer] vom 13.04.2019 um 10:09
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2 Kommentare

  1. 1.

    Immer in der 2. Saisonhälfte kommt nicht mehr viel! Und das schon über Jahre! Egal mit welchen Trainer! Das muss doch ein Grund haben! ?????????

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