In dieser Szene nicht aufzuhalten: Luke Sikma (Alba Berlin). / imago/Nordphoto
Video: rbb24 | 21.05.2019 | 21:45 Uhr | Nikolaus Hillmann | Bild: imago/Nordphoto

Alba gewinnt 98:83 in Ulm - Dem Halbfinale ganz nah

Alba Berlin hat auch das zweite Spiel im Playoff-Viertelfinale gewonnen. In Ulm setzten sich die Albatrosse mit 98:83 durch. Damit fehlt ihnen nur noch ein Sieg zum Einzug ins Halbfinale. Die Gegenwehr war allerdings teils größer als noch zum Auftakt der Serie.

Am Ende konnte Martin Hermannsson die letzten Sekunden einfach von der Uhr laufen lassen. Elf, zehn, neun... Ein letzter Angriff? Verzichtbar. Denn das Spiel in der Ratiopharm-Arena war längst entschieden. Der Isländer selbst hatte daran entscheidenden Anteil: 23 Punkte hatte der Point Guard zum 98:83 (47:43)-Sieg von Alba Berlin in Ulm beigesteuert. Man kann sagen: Der 24-Jährige war der überragende Mann auf dem Parkett an diesem Dienstagabend.

Und das in einem Team, das erneut insgesamt überzeugte. Drei Tage nach dem furiosen 107:78-Auftakterfolg in der Arena am Ostbahnhof hatten die Berliner in der Viertelfinal-Serie der Playoffs auswärts zwar phasenweise mit mehr Gegenwehr des Hauptrunden-Sechsten zu kämpfen - trotzdem siegten sie souverän. Am Sonntag (15 Uhr) können sie in der Serie Best-of-Five vor Heimpublikum bereits den Halbfinal-Einzug perfekt machen.

Gleich auf und davon

Alba gelang ein starker Start. Eigentlich machten sie genau da weiter, wo sie am Samstag in Berlin aufgehört hatten. Kurz vor Ende des ersten Viertels führte das Team von Aito Garcia Reneses bereits erstmals zweistellig (23:13). Ulm sah sich zu einer ersten Auszeit gezwungen. Die zeigte Wirkung: Der Run der Albatrosse wurde gestoppt, plötzlich fielen die Würfe bei den Hausherren. Sie kamen, angepeitscht gut 6.000 Zuschauern, zurück in die Partie.

Es wurde eng, hochintensiv. Noch einmal so abwatschen lassen, wie in Spiel eins, wollten sich die Ulmer sichtbar nicht. Alles warfen sie herein und wurden zunächst belohnt: Beim Stand von 28:25 zu Beginn des zweiten Viertels hatten sie die Partie gedreht - und das in Windeseile. Besonders bei den Rebounds dominierte Alba nicht so wie in der ersten Partie. Zur Pause hatten sie sich dennoch wieder eine knappe Führung erarbeitet. Mit einem Hauch von vier Punkten lagen sie vorne - es stand 47:43.

Entscheidung am Sonntag?

"Ulm hat offensiv sehr, sehr viel Qualität - gerade zuhause", sagte Albas Co-Trainer Thomas Päch in der Halbzeit der Partie bei Magenta Sport - und: "Sie haben nur ein, zwei Körbe gebraucht, um die Halle aufzuwecken. Die Energie haben sie genutzt und uns das Leben sehr schwer gemacht." Das war auch nach Wiederbeginn nicht anders. Als Ulm zum 51:51 traf, schien alles möglich.

Doch in dieser entscheidenden Phase übernahm Berlin wieder die Kontrolle. Mitte des dritten Viertels konnten die Hauptstädter noch einmal die Intensität steigern. Der Lohn kam schnell - und war vorentscheidend: Beim 67:56 gingen die Albatrosse wieder zweistellig in Führung. Der Widerstand der tapferen Hausherren schien gebrochen.

Es folgte ein Schlussabschnitt aus der Kategorie: absolut souverän. Und die Gewissheit, am Sonntag zuhause den 3:0-Durchmarsch durch das Viertelfinale feiern zu können. Die Ulmer  unterschätzen werden die Albatrosse auch dann nicht. "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Sie haben nichts zu verlieren. Sie werden alles geben", sagte Hermannsson. Doch der Isländer und seine Teamkollegen wissen auch: Die Qualität spricht für sie.

Sendung: rbb24, 21.05.2019, 21:45 Uhr

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