Bayern München, Pokalsieger 2019 (Quelle: imago/Sonntag)
Video: rbb|24 | 25.05.2019 | Material: Abendschau | Bild: www.imago-images.de/Sonntag

DFB-Pokalfinale - Berliner Fußball-Fest endet mit 19. Bayern-Triumph

Wieder einmal waren es die Bayern, die am Ende den Pokal in die Höhe recken durften: Mit 3:0 gewannen die Münchner das DFB-Pokalfinale im Olympiastadion gegen RB Leipzig. Fans beider Mannschaften hatten zuvor bereits friedlich in der Innenstadt gefeiert.   

In Berlin haben am Samstag tausende Fans ein friedliches Fußballfest gefeiert. Nach Angaben der Polizei verlief bis zum Abend rund um das DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und Bayern München im Olympiastadion alles ruhig und gesittet.

Der Abend endete mit dem 19. Pokalsieg für die Bayern, die sich durch Tore von Robert Lewandowski (29./85.) und Kingsley Coman (78.) mit 3:0 gegen die Sachsen durchsetzten. Für den gebürtigen Berliner Bayern-Trainer Niko Kovac war es der zweite Pokaltriumph in Folge, vor Jahresfrist hatte er den Cup noch mit Eintracht Frankfurt geholt.

Fan-Fest in der Berliner Innenstadt

Anhänger von RB Leipzig und Bayern München hatten sich bereits am Nachmittag auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg versammelt. Die meisten Bayern-Anhänger trafen sich zunächst auf dem Alexanderplatz. Die Polizei sprach von einem bunten und friedlichen Miteinander. Später zogen die Fans langsam in Richtung Olympiastadion.   

Verkleidete Fans von RB Leipzig treffen sich am 25.05.2019 vor dem Spiel bei einem Fanfest auf dem Breitscheidplatz in Berlin (Bild: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Eigentlich war geplant, dass sich die Anhänger der Clubs getrennt an verschiedenen Orten in der Stadt versammeln, die Bayern auf dem Alexanderplatz und die Leipzig-Fans auf dem Breitscheidplatz rund um die Gedächtniskirche. Diese Aufteilung sei auch unter Einbeziehung der Berliner Polizei erfolgt, hatte der Deutsche Fußball-Bund mitgeteilt.

Breitscheidplatz zwischenzeitlich teilweise geräumt

Gegen 16:00 Uhr wurde der Frieden kurzzeitig gestört. Die Polizei musste den Breitscheidplatz rund um den Wasserklops vor dem Europacenter teilweise räumen. Dort war ein Rucksack gefunden worden, der keiner Person zugeordnet werden konnte. Nachdem ein Experte der Polizei die Tasche untersucht hatte, wurde der Platz gegen 17 Uhr wieder komplett freigegeben. Der Besitzer des Rucksacks hatte sich gemeldet.

"München oder Leipzig, Hauptsache Berlin!"

Nachdem schon tags zuvor Hunderte Fans beider Teams in die Hauptstadt gereist waren, traf am Samstag kurz nach 10 Uhr der erste Sonderzug aus München in Berlin-Spandau an. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) twitterte: "München oder Leipzig, Hauptsache Berlin!" Er begrüßte beide Mannschaften und ihre Anhänger "auf das Herzlichste" in der Stadt.

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot im Einsatz, um Aggressionen und Schlägereien zu verhindern. Im Vorjahr hatten 2.400 Polizisten den Pokaltag gesichert.

Sendung: Inforadio, 25.05.2019, 15:00 Uhr

Kommentar

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12 Kommentare

  1. 11.

    Gestern kam in den Nachrichten, das ein großer Teil der "Union Fans" gegen einen Aufstieg in die 1. BL ist. Der Fankultur wegen. Leute, für Fankultur kann sich keiner was kaufen und die Spieler bezahlen. Von mir aus sollen diese Träumer weiter ihre Fankultur pflegen, Sofas aufs Spielfeld schleppen und möglichst in Liga 3 spielen. Ihr habt es nicht anders gewollt und dort gehört ihr auch hin.

  2. 10.

    Ich bin es nicht... Ich finde RB Leipzig inzwischen gut. Nicht gut genug für Bayern ;-) Aber ein Verein ohne DDR Belastung im Osten ist auch mal was tolles. Und RB zieht ganze Familien, da ist die Fankultur positiv,

  3. 9.

    Eigentlich dachte ich ja, die Hasstiraden gegen RB wären endlich vorbei,
    Warum soll es vorbei sein? Nie und Nimmer!

  4. 8.

    Eigentlich dachte ich ja, die Hasstiraden gegen RB wären endlich vorbei, aber nein, es gibt sie noch, die Unverbesserlichen, die immer noch nicht mitbekommen haben wie Fußball international so läuft. Wahrscheinlich sind es alle Berliner, die wissen nicht wie Fußball geht.

  5. 7.

    Allen, die sich ereifern über RB Leipzig sei gesagt:
    Nehmt euere rosarote Brille ab. Die traditionelle Fankultur taugt allenfalls als Staffage für die "VIP"- und Fernseh-Bezahlkultur. Eigentlich sollten fahnenschwenkende Fans statt Eintrittsgeld zu entrichten, eine Bezahlung erhalten. Denn ohne grölende Fans keine Stimmung - kein öffentliches Interesse - kein Bezahlfernsehen - keine Millionengehälter, keine Milliardenumsätze der großen Clubs.
    Herzlichen Glückwunsch - ihr seid in den Proficlubs die letzten Amateure, die letzten wahren Ehrenamtlichen. Lasst euch umarmen und lobhudeln - ohne euch säßen viele, die sich um den Fußball herum für unentbehrlich halten, auf der Straße oder müssten real arbeiten.

  6. 6.

    Mit welcher Arroganz doch die "richtigen" Fußballfans über RB Leipzig urteilen. Im Gegensatz zu so manschem Traditionsverein wird dort in sportlicher, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht erstklassige Arbeit geleistet. Beim HSV, bei 1860 München, bei Kaiserslautern aber auch bei Energie Cottbus könnte man sich ein Beispiel an der Seriösität und Professionalität nehmen.

  7. 3.

    Finale, das niemanden, den ich kenne, interessiert. Bayern wäre das kleinere Übel, den österreichischen Club braucht keiner.

  8. 2.

    Rangnick, meinte ja, man spiele auch für den Osten....
    Nein, Herr Rangnick, ihr seid kein Osten und werdet es auch nie werden!!!
    Ihr seid nicht einmal ein Verein! - am Reissbrett konstruiert und als fussballerisches Vermarktungskonstrukt eines österreichischen Brauseimperiums nach Leipzig implantiert, die Spielberechtigung von Markranstädt gekauft, vom sächsischen Fussballverband sowie DFB/DFL teilweise gegen eigene Verbandsregularien (bis vor kurzem nur 17 stimmberechtigte Mitglieder, die zudem noch in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Konzern standen -jeder Karnickelzüchterverein wäre die Anerkennung verweigert worden!) die Lizenzen erteilt...steht ihr nun im Finale!!! Keinen herzlichen Glückwunsch!!

  9. 1.

    Ein friedliches Fussballfest, vor und vor allem auch nach dem Spiel. So sollte es immer sein wenn zivilisierte Menschen miteinander umgehen. Den unterlegenen Gegner trösten und nicht noch provozieren, das ist Fairness.
    Wer etwas anderes möchte, betrunken oder nüchtern rumpöbeln, Gegenstände zerstören oder gar Gewalt gegen andere Fans und Mitmenschen ausüben, der sollte von der großen Mehrheit der friedlichen Fans geächtet werden. Wer gar auf Gruppenschlägereien, die sogenannte dritte Halbzeit spekuliert, diese noch vorsätzlich mitorganisiert und sich wie ein tollwütiges Tier verhält, der muss wie ein solches behandelt werden und sicher in einem Käfig verwahrt werden.

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