Strahlend unter dem Eisbär: Serge Aubin. / imago/nordphoto
imago/nordphoto
Video: rbb24 | 06.05.2019 | 18 Uhr | Jörg Hellwig | Bild: imago/nordphoto

Eisbären-Coach Serge Aubin vorgestellt - Zurück zur Angriffslust

Die Eisbären Berlin haben ihren neuen Trainer Serge Aubin offiziell vorgestellt. Mit ihm soll der Erfolg in die Arena am Ostbahnhof zurückkehren. Und der Kanadier machte auch gleich deutlich, was ihm in Zukunft wichtig sein wird.

Lange hatten sich die Eisbären Berlin bei der Suche Zeit gelassen. Doch nun saß er da auf dem Podium im Presseraum der Arena am Ostbahnhof. Serge Aubin, Kanadier, 44 Jahre alt - der 24. Cheftrainer in der Geschichte des Vereins seit 1991. "Danke, guten Tag zusammen, freut mich", sagte er mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Auf Deutsch.

Danach wechselte er ins Englische. Und sprach in der Sprache, in der er sich deutlich wohler fühlt, schnell ganz entscheidende Sätze. Über das, was er mit den Berlinern erreichen will, ja: über seine Vision. "Wir wollen die Leidenschaft zeigen, die unsere Fans für dieses Spiel haben", sagte er. Schnell und dynamisch sollen die Eisbären unter ihm auftreten.

Zurück zum "Eisbären-Eishockey"

Sportdirektor Stéphane Richer, der gleich neben im Platz genommen hatte, wird diese Sätze gerne gehört haben. Es ist das, weshalb er Aubin verpflichtet hat. Zurück zum "Eisbären-Eishockey", wolle man, hatte er zuvor gesagt. Das Team, das durch die Hauptrunde taumelte und trotz Leistungssteigerung im Playoff-Viertelfinale gegen München ausschied, soll wieder zurück zu alten Tugenden. Angriffslust - und damit gepaart: Attraktivität - ist eine von ihnen.

Verbal zeigt Aubin diese durchaus. "Es ist schwierig, gleich den Titel zu gewinnen. Aber unsere Fans werden uns pushen, neue Grenzen zu erreichen. Und wir haben schon begonnen, hart auf dieses Ziel hinzuarbeiten", sagte er. Nicht ohne jedoch hinterherzuschieben, dass es noch jede Menge zu tun gebe. Wohl auch auf dem Transfermarkt. Neun Spieler sind gegangen. Ryan McKiernan und Leo Pföderl stehen bislang als Neuzugange fest. "Manchmal ist Veränderung nötig. Er bringt eine neue Stimmung. Ich glaube, fünf, sechs Spieler werden andere sein als im letzten Saison", sagte Aubin - bat aber auch um ein wenig Zeit: "Ich bin gerade erst neu hier. Ich arbeite mich gerade ein."

Junge Talente fördern

Klar ist: Das neue Gesicht der Eisbären soll maßgeblich auch durch den Nachwuchs geprägt werden. "Es ist wirklich unsere Vision, die jungen Spieler zu fördern. Sie haben viel Talent und brauchen ihre Chance", sagte Aubin - und: "Es ist an mir, mit ihnen zu arbeiten und ihnen zu helfen, ihr Spiel weiterzuentwickeln. Damit sie auf dem Level sind, das nötig ist, für Erfolg der Eisbären zu sorgen. Das ist sicher Teil der Zukunft."

Vieles andere muss sich noch zeigen. Etwa auch, wer bei den Berlinern künftig zwischen den Pfosten steht. Medienberichte, dass der dänische Nationalkeeper Sebastian Dahm Kevin Poulin ersetzen könnte, bestätigte Richer am Montag nicht. Unabhängig von diesen Personalien gilt es ab September. Dann müssen die Eisbären Berlin zeigen, dass aus der Vision im Kopf des Trainers eine neue Realität auf dem Eis geworden ist.

Sendung: rbb UM6, 06.05.2019, 18 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren