Berlins Innensenator Andreas Geisel, SPD (Quelle: imago/Heine)
Video: rbb UM6 | 21.05.2019 | 18 Uhr | Geisel zu Herthas Stadionplänen | Bild: imago stock&people

Schlagabtausch geht weiter - Geisel nennt Herthas Stadionpläne "nicht sehr realitätsnah"

Der Schlagabtausch um die Pläne von Hertha BSC für ein neues Stadion geht weiter. Mit klaren Worten - und verhärteten Positionen. Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hat dem Verein am Dienstag nahegelegt, die Idee eines Neubaus auf dem Olympiagelände endgültig ad acta zu legen. "Ich bin da nicht übertrieben optimistisch. Ich finde das nicht sehr realitätsnah", sagte er.

Hertha bekräftigt Pläne auf Mitgliederversammlung

Dass Geisel das - wieder einmal - betonte, hatte damit zu tun, dass Hertha BSC - wieder einmal - bekräftigt hatte, genau auf diesem Areal sein neues Stadion errichten zu wollen. "Am Sonntag hat die Mitgliederversammlung stattgefunden, und Hertha hat uns mitgeteilt, sie wollen trotzdem im Olympiapark bauen", berichtete der Sportsenator.

Die Pläne des Vereins sehen vor, bis 2025 den Mietvertrag für das Olympiastadion zu beenden und in eine reine Fußballarena gleich nebenan umzuziehen. Allerdings will die Genossenschaft, der sechs Häuser mit 24 Wohnungen auf diesem Areal gehören, mit dem Club nicht mehr über einen Verkauf verhandeln. Der Grund: Es fand sich kein Standort für Ersatzwohnungen. Das Gelände, das Hertha vorschlug, steht unter Naturschutz.

Planungsrecht spricht gegen Tegel

Geisel wiederholte seine Idee aus der Vorwoche, einen Stadionneubau auf dem Airportgelände in Tegel nach Ende des Flugbetriebs zu prüfen. Dazu werde es Gespräche mit Hertha geben. "Tegel ist auch kein gesicherter Standort", so Geisel. "Das Planungsrecht spricht im Moment dagegen." Allerdings gebe es anderswo in der Stadt kaum noch andere große Flächen. Hertha hatte angekündigt, den Vorschlag ernsthaft zu prüfen.

Sendung: 21.05.2019, 18 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Yenz] vom 23.05.2019 um 09:09
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19 Kommentare

  1. 19.

    Wie peinlich ist Ihr Kommentar denn!!!!
    Freiburg, Karlsruhe bekommen auch ein neues Stadion. Selbst Aue und Regensburg haben was neues bekommen .
    Machen die jetzt auch alle auf Barcelona.
    So kindisch die Aussage.

  2. 18.

    Verstehe! Ist aber kein passender Ersatz wie ich finde. Zu dicht am Spandauer Damm und daher viel zu laut.

  3. 17.

    Berechtigte Bedenken.
    Aber das Hertha ausziehen will aus dem Olympiastadion, haben sie bereits mehr als deutlich gesagt. Da führt wohl kein Weg dran vorbei.
    Und nun liegt es am Senat, ein Nachnutzungskonzept für das Olympiastadion zu erstellen, damit es eben nicht leersteht. Und da verstehe ich nicht, wieso man Hertha die Arena nicht im Olympiapark bauen lässt, um das Areal an sich aufzuwerten und daraus einen Sport- und Veranstaltungsstandort zu machen.
    Stattdessen fährt der Senat lieber einen Kurs, der Hertha nach Brandenburg verjagt. Was sie sich davon erhoffen, weiß ich auch nicht. Dadurch wird das Olympiastadion auch nicht weitergenutzt, aber es fallen zusätzlich die Steuereinnahmen in Millionenhöhe weg, die Hertha dann in Brandenburgs Kassen spült.
    Aus Steuerzahlersicht ist eine Arena im Olympiapark meines Erachtens nach die beste Lösung.

  4. 16.

    Die Baumannschen Wiesen am U-Bahnhof Ruhleben.
    Herr Geisel hat zu diesem Ersatzstandort direkt gemeint, dass der ja unter Naturschutz stehe und deshalb nicht für die Wohnungen geeignet ist. Sie stehen aber wohl nicht unter Naturschutz, sondern sind lediglich eine Grünanlage, die bebaut werden könnte.
    Aber daran, ebenso wie an der Tatsache, dass Herr Geisel erst Tegel vorschlägt und nun behauptet, dass Tegel als Standort doch nicht realistisch ist, merkt man, welchen Kurs er fährt. Vielleicht sollte er nochmal daran erinnert werden, dass er dafür bezahlt wird, als SPORTsenator tätig zu sein und sich für die Sportmetropole Berlin einzusetzen, anstatt den einzigen Bundesligisten der Stadt nach Brandenburg verjagen zu wollen.

  5. 15.

    "Da gäbe es so eine Grünfläche, die Hertha vorgeschlagen hat."
    Welche Grünfläche ist das denn? Interessiert mich mal.

  6. 14.

    "Die haben Fracksausen das, dass Olympiastadion dann kaum noch genutzt wird und man auf den Kosten sitzen bleibt."

    Also da geht es mir als Steuerzahler genauso wie Herrn Geisel.

  7. 13.

    Mit dem letzten Absatz hat Herr Geisel ja auch wieder was rausgehauen.
    War er es nicht, der Tegel als Standort vorgeschlagen hat? Und nun das: "Tegel ist auch kein gesicherter Standort", so Geisel. "Das Planungsrecht spricht im Moment dagegen.".
    Peinlicher geht es ja kaum. Aber Hertha Realitätsferne vorwerfen. Köstlich.

    "Allerdings gebe es anderswo in der Stadt kaum noch andere große Flächen.". Es wäre vielleicht einfacher, statt für eine ganze Arena samt Infrastruktur nur für 24 Wohnungen eine Fläche zu suchen. Da gäbe es so eine Grünfläche, die Hertha vorgeschlagen hat. Aber das wäre ja zu einfach, oder Herr Geisel?
    Als Sportsenator sollten Sie eigentlich etwas FÜR die Sportmetropole Berlin tun, nicht dagegen arbeiten.

  8. 12.

    Mieter vertreiben und eine Ersatzfläche anbieten ist aber schon noch ein Unterschied. Aber Sie scheinen eh über ein anderes Thema als den Stadionneubau von Hertha BSC zu reden, denn Sie faseln noch irgendwas von drittklassiger Mannschaft...

  9. 11.

    Mittelmäßig spielend? Sie haben aber hohe Ansprüche, wenn ein etablierter Fußballclub in der ersten Bundesliga für Sie nur mittelmäßig ist...
    Und 'Allüren' wie Barca oder Bayern sehe ich auch nicht. Die 'Allüren' sind eher mittelmäßig, denn Hertha will einfach nur ein eigenes Stadion. So wie es zwar die Topmannschaften auch haben, aber auch ein Großteil der (wirklich) mittelmäßigen Fußballclubs.

  10. 10.

    So langsam wird es peinlich für Herrn Geisel. Hertha hat für die Wohnungen eine Ersatzfläche angeboten, welche von der Politik jedoch blockiert wurde. Dann bietet Herr Geisel an, den TXL für die Arena zu nutzen, wobei dann aber noch die komplette Infrastruktur ausgebaut werden müsste (auf Steuerzahlerkosten).
    Man könnte es so einfach haben. Der Senat könnte den Ersatzstandort einfach ernsthaft in Erwägung ziehen, dann wäre die Baugenossenschaft sicherlich auch wieder bereit zu verhandeln. Schließlich ist es einfacher, für 24 Wohnungen eine geeignete Fläche zu finden als für ein Stadion. Eine neue Arena im Olympiapark könnte die vorhandene Infrastruktur nutzen, es würden keine Kosten für den Steuerzahler entstehen.
    Aber der Senat spielt lieber seine Spielchen und legt Hertha Steine in den Weg. Und wer ist am Ende der dumme? Richtig, die Steuerzahler. Entweder durch hohe Kosten beim Infrastrukturausbau oder durch den Verlust der imensen Einnahmen, die dann in Brandenburgs Kassen landen

  11. 9.

    Im Beitrag geht es um Hertha und nicht Energie Cottbus, ach ne, die sind ja inzwischen 4.klassig....

  12. 8.

    Viel Lärm um nichts. Hype um eine Drittklassige Mannschaft und dafür Mieter vertreiben wollen? Geht's noch? Freifläche ist in Ludwigsfelde genug. Tschüß Hertha.

  13. 7.

    Ist doch relativ einfach. Der Senat will Hertha nicht auf dem Gelände neu bauen lassen. Hertha muss akzeptieren, dass die Politik in Berlin so ist wie sie ist. Hertha sollte nun konkret mit Brandenburg verhandeln. In Berlin wird Hertha leider keine realistische Planung machen können. Schönes Stadion in Brandenburg mit Bahnanschluss, Parkhaus etc. und dann wird auch Hertha endlich eine zeitgemäße Arena haben. Die lässt sich auch in Brandenburg gut vermarkten.

  14. 6.

    Warum gibt es eigentlich einen Sportsenator wenn er doch ganz andere Interessen zu vertreten scheint.
    Auf solche Ämter kann ich dann getrost verzichten...
    Ich denke das Thema Wohnungsbau gehört in ein anderes Ressort....

  15. 5.

    Dieser mittelmäßig spielende Ball-Schubs-Club (BSC) hat Allüren wie Barca oder der noch unbeliebtere FC Hollywood aus München. Die sollten froh sein, dass sie überhaupt in einem so großen Stadion spielen dürfen. Wenn sie wirklich den Mietvertrag nicht verlängern wollen- Bitte. Mal sehen wo sie dann spielen werden. Ich sehe die Berliner Politik überhaupt nicht in der Verantwortung. Die Hertha-Führung benimmt sich wie ein 4jähriger am Quängelregal. Ich will ich will ich will!

  16. 4.

    Ich denke Hertha ist gut beraten, wenn sie sich langsam mal mit dem Senat zusammensetzen und über einen Umbau des Olympiastadions sprechen, mit dem beide Seiten gut leben können.

  17. 3.

    Der Hr. Geisel geht mir allmählich mit seiner süffisanten Art auf den Geist. Der Mann ist einfach zum fremdschämen. Es liegt doch auf der Hand warum der Senat die Pläne von Hertha BSC nicht unterstützen will. Die haben Fracksausen das, dass Olympiastadion dann kaum noch genutzt wird und man auf den Kosten sitzen bleibt. Auch wenn es den Steuerzahler belasten wird, hat ein Verein, egal wer es ist das alleinige Recht seine Spielstätte selbst auszusuchen. Aber selbst gegen die steuerliche Belastung der Bürger hat sich Hertha BSC ein Konzert durchdacht. Aber das reicht den Erbsenzählern vom Senat offenbar nicht ! Das Hertha BSC in einem neuen Stadion auf einmal ein kontinuierlicher Anwärter auf die oberen Plätze ist bezweifle ich auch, das liegt nur bedingt an der Spielstätte. Da muss im Verein auch mehr passieren, nur auf Nachwuchs zu setzten ist nicht das alleinige Heilmittel.
    Auf den Trichter sind Hr. Preetz und Co schon gekommen. Sportlich war die Saison eine Berg und Talfahrt, aber als Herthaner kennt man das. Für mich stellt sich nur die Frage - wie wichtig ist dem Senat Hertha BSC überhaupt ?

  18. 2.

    Lieber Peter,
    die "hässiche Nazischüssel"wird der Herr Geisel sicher gerne behalten, es bleibt ihm auch nichts anderes übrig, da das Bauwerk ja wohl Landesbesitz ist, also es auch Ihnen, sofern Sie in Berlin als Bürger gemeldet sind, zu einem 3,6 milionsten Teil gehört, und der Herr Geisel nur diensthabender Amtswalter auf Zeit ist, da er ja gewählter Volksvertreter ist. -
    Herta BSC könnte das Probem ganz einfach lösen:
    Jede der 24 Mietparteien bekommt als Entschädigung 1 Mio €.
    Also nur 24 Mio Euro für das Baugrundstück, das ist für aktuelle Berliner Verhältnisse nicht teuer.-
    Die Bewohner können sich dann mit dem Geld eine adäquate, neue, Wohnstätte suchen, welche vergleichbare Lebensqualität bietet wie die Aktuelle. Und diese 1 Mio€ werden die dann auch tatsächlich benötigen um angemessen unterzukommen.-

    Und alles wird gut.-

  19. 1.

    Die hässliche Nazischüssel kann er für sich behalten. Darin wird Hertha nicht bleiben. Punkt!
    Warum es keine Lösung für die paar Wohnungen gegebn kann ist mir schleirhaft. Irgendwo muss eine Freifläche geben wo man Ersatzwohnungen bauen kann. Aber Hertha wieder mal den Schwarzen Peter zuschieben ist typisch.

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