Energie-Spieler schwören sich vor dem Spiel gegen Aalen ein (Quelle: imago/Beyer)
Bild: www.imago-images.de/Beyer

Energie Cottbus vor Entscheidungsspiel - "Wir haben Druck - in Braunschweig ist er aber noch größer"

Schaffen es die Cottbuser oder müssen sie nach einem Jahr in der 3. Liga schon wieder absteigen? In Braunschweig entscheidet sich am Samstag, ob Energie die Klasse hält oder nicht. Von Andreas Friebel

Diesen Gang hätten sie sich in Cottbus gern gespart. Auswärts, am letzten Spieltag noch immer um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen, wird nicht einfach. Gerade auch deshalb, weil Braunschweig ebenfalls noch nicht gerettet ist. Doch Trainer Claus-Dieter Wollitz ist trotzdem optimistisch: "Ich glaube, dass wir uns aus eigener Kraft retten können. Klar haben wir Druck. Aber der ist bei Braunschweig noch größer, weil sie letztes Jahr aus der 2. Liga abgestiegen sind."

Der Eintracht reicht ein Punkt

Und zwar durch eine Niederlage am letzten Spieltag. Das droht der Eintracht jetzt wieder. Dass die Braunschweiger bei solchen Gedanken etwas unruhiger werden, ist sicher nachvollziehbar. Aber ihnen würde schon ein Punkt für den sicheren Klassenerhalt reichen. "Es ist Schwachsinn, hier zuhause auf Unentschieden zu spielen und zu hoffen, dass es klappt. Dann kriegst du in der Nachspielzeit ein Gegentor und dann war's das. So gehen wir das Spiel nicht an", so Eintracht-Trainer Andre Schubert.

Der Cottbuser Mittelfeldspieler Tim Kruse erwartet deshalb, dass Braunschweig "in der Anfangsphase Vollgas gibt, um zu zeigen, wer der Herr im Haus ist."

Kruse will nicht mit einer Niederlage aufhören

Das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt wird zugleich die letzte Drittliga-Partie für Tim Kruse sein. Der 36-jährige Routinier beendet danach seine Fußball-Karriere. Sich nach 15 Jahren mit einer Niederlage in Braunschwieg zu verabschieden, hat Kruse nicht vor. "Sie sind eine erfahrene Mannschaft, die aber ihre Lücken lässt, die wir dann bespielen wollen."

Braunschweig hatte zum Ende der Hinrunde acht Punkte Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz. In der anschließenden Winterpause wurde fast das komplette Personal getauscht. Mit frischen Kräften wurde Punkt für Punkt aufgeholt. Auffällig war aber zuletzt, dass viele Zähler auswärts gesammelt wurden. Zuhause wurde seit März nicht mehr gewonnen. Cottbus holte zuletzt zwei Auswärtssiege und schlug am vergangenen Samstag Aalen. "Wir haben das Selbstvertrauen und die Überzeugung, das zu schaffen. Und wir haben in dieser Saison gezeigt, auch vor großen Kulissen bestehen zu können. So voll wie in Rostock oder Kaiserslautern wird es auch in Braunschweig", sagt Wollitz.

Hoffnung auf den finalen Dreier

Über 20.000 werden am Samstag zur Entscheidung um den Klassenerhalt erwartet. Etwa 2000 Anhänger reisen aus Cottbus an und hoffen auf den finalen Dreier. Sollte es nicht klappen, muss ein Konkurrent um den Klassenerhalt patzen, damit die Lausitzer drin bleiben. Wenn Großaspach nicht bei Fortuna Köln gewinnt oder Jena zuhause gegen 1860 München strauchelt, wäre Energie auch bei einer Niederlage in Braunschweig gerettet.

Beitrag von Andreas Friebel

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren