Spieler von Energie Cottbus nach dem Abpfiff in Braunschweig. Quelle: imago/Eibner
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Video: rbbUM6 | 18.05.19 | 18:00 Uhr | Simon Wenzel | Bild: imago/Eibner

1:1 in Braunschweig - Energie Cottbus steigt aus der dritten Liga ab

Energie Cottbus steigt nach nur einem Jahr wieder aus der dritten Liga ab. Die Lausitzer kamen bei Eintracht Braunschweig nur zu einem 1:1-Unentschieden. Da Jena und Großaspach zur gleichen Zeit siegten, muss Energie den Weg in die Regionalliga antreten.

Die Ausgangslage vor der Begegnung war klar: Sollten die SG Sonnenhof Großaspach und Carl Zeiss Jena ihre Spiele gegen Fortuna Köln und TSV 1860 München jeweils gewinnen, würde Cottbus im Spiel bei Eintracht Braunschweig nur ein Sieg zum Klassenerhalt reichen. Die Gastgeber hingegen wären bei der gleichen Konstellation auch mit einem Unentschieden gerettet. Am Ende war es genau diese Konstellation, die zu Stande kam: Durch ein 1:1-Unentschieden feierte Eintracht Braunschweig im eigenen Stadion den Klassenerhalt, während Energie Cottbus und 2.000 mitgereiste Fans trauerten.

Strittige Schiedsrichterentscheidung leitet 1:0 ein

In der Anfangsphase war es eine ausgeglichene Partie, beiden Mannschaften war der Druck und die enorme Bedeutung dieser Begegnung anzumerken. Viele Fehlpässe und kleinere Fouls dominierten das Spielgeschehen. Nach einer knappen Viertelstunde hatte Cottbus dann allerdings leichte Feldvorteile, konnte sich aber keine guten Chancen erarbeiten. Stattdessen kam es zum Rückschlag für Energie: Schiedsrichter Daniel Schlager pfiff in der 28. Minute einen äußerst strittigen Handelfmeter, den Marc Pfitzner sicher verwandelte.

Zeitgleich führte Jena in München bereits mit 2:0 (4:0) und auch Großaspach ging bei Fortuna Köln mit 1:0 (2:0) in Führung. Nun zeichnete sich ab, dass Energie bei den Niedersachsen nur ein Sieg zum Klassenerhalt reichen würde. Im mit 22.744 Zuschauern ausverkauften Eintracht-Stadion konnten die Lausitzer auch im Anschluss nicht für Beruhigung sorgen. Immer wieder kam Braunschweig gefährlich vor das Tor von Avdo Spahic, nutzte die Unordnung in der Cottbuser Hintermannschaft aber nicht. So ging es mit der 1:0-Führung für Braunschweig in die Halbzeit.

Energie wird besser und gleicht aus

Nach der Pause brachte Wollitz frische Kräfte: Fabio Viteritti ersetzte Tim Kruse und Luke Hemmerich kam für Daniel Bohl. Tatsächlich wurde Cottbus offensiver – und wurde belohnt. Nach einer Flanke von Lasse Schlüter spielte der Braunschweiger Christoph Menz den Ball mit der Hand, Schiedsrichter Schlager gab erneut Elfmeter. Der eingewechselte Fabio Viteritti verwandelte zum 1:1-Ausgleich. Nun kam Energie dem Sieg und somit dem Klassenerhalt nochmal näher.

Und Cottbus drückte: Immer wieder kamen die Lausitzer in die Hälfte der Gastgeber, setzten Braunschweig vor dem Strafraum fest. Die Mannschaft von André Schubert verteidigte allerdings gut und ließ kaum Chancen der Lausitzer zu. Die beste hatte Dimitar Rangelov per Freistoß in der 68. Minute, verfehlte das Tor aber knapp.

Cottbus fehlt am Ende ein Tor

Trotz der Feldüberlegenheit im zweiten Durchgang fehlte dem Team von Claus-Dieter Wollitz am Samstag die letzte Durchschlagskraft. Nachdem José Matuwila in der 86. Minute noch die Gelb-Rote Karte sah, kamen die Lausitzer nicht mehr zum so wichtigen 2:1 und verfehlen damit den Klassenerhalt am letzten Spieltag der 3. Liga. Am Ende fehlte Energie Cottbus ein Tor, um mit den punktgleichen Braunschweigern auf dem Nichtabstiegsplatz gleichzuziehen.

Spieler und Verantwortliche von Energie Cottbus waren nach dem Abpfiff dementsprechend enttäuscht. "Wir wollten natürlich unbedingt die Liga halten. Jetzt ist es zu zeitig zu sagen, wie es weitergeht", sagte Energie-Präsident Werner Fahle kurz nach dem Spiel. Die Lausitzer stehen vor einem Neuanfang in der Regionalliga: Diverse Spielerverträge laufen aus und auch die Zukunft von Trainer Wollitz ist noch unklar.

Eine Achterbahnsaison endet mit dem Abstieg

Sendung: Sportplatz Sondersendung, 18.05.19, 13:20 Uhr

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28 Kommentare

  1. 28.

    Und die 5.9 Mio Euro Verbindlichkeiten lassen sich nicht als Unvermögen der Clubführung darstellen...nein, der DFB tut Cottbuss natürlich unrecht und zahlt viel zu wenig aus.
    Aber nicht verzagen CB, selbst mit Insolvenzverwalter kann man aufsteigen, wie ein ideologisch, natürlich nicht nahestehender Verein in der RL NO dieses Jahr bewiesen hat.(Wieso reduzieren manche Vereine eigentlich den Etat der ersten Mannschaft, um Deckungslücken zu reduzieren???)
    Achso Glückwunsch, ihr wart mal wer!
    Glückauf
    (Teil 2)

  2. 27.

    Ach, die armen Cottbusser, es sind auf jeden Fall die Anderen schuld. Zum Beispiel, dass alle immer sagen, Cottbus sei ein N***verein, kann nicht sein, weil man noch nie damit in Kontakt kam. Hitlergrüße und faschistische Parolen während Spielen sind ja nicht gerade eindeutig(Stichwort:Sicht+Akustik im Stadion). Aufnahmen von glatzköpfigen, hitlergrüßenden "Prachtkerlen", sind höchstwahrscheinlich von der Westdeutschen Lügenpresse gephotoshopped...
    (Teil 1)

  3. 25.

    Meinem Verein 3, aber die fehlten uns am Ende zum Glück nicht zur Relegation;-)
    Ich stimme voll zu:Cottbus kommt wieder .... Aufgeben ist keine Option, ich hoffe, dass nicht so viele Spieler von Bord gehen.

  4. 24.

    Auf nimmer Wiedersehen, Wollitz!

  5. 23.

    Als FCE Fan drücke ich heute Union alle Daumen. Viele Beiträge aus der Potsdamer und Berliner Ecke sind wirklich auf erbärmlichen Niveau. Energie ist leider abgestiegen, aber die Welt geht nicht unter. Bin nächste Saison wieder im Stadion und unterstütze Cottbus auch weiterhin!
    Thomas W. aus Görlitz

  6. 22.

    Hallo Energie Cottbus, der 11er gegen Euch war nicht strittig, sondern absolut ungerecht. Ihr hattet zwar viele Spiele, alles vorher klar zu machen, aber dieser Strafstoß war ein Witz. Was hat der Schiri sich dabei gedacht? Hat der Schiri sich entschuldigt?
    Was nicht so schön war : Meinem Verein habt ihr 6Punkte weggenommen :-)
    Ihr kommt wieder!

  7. 21.

    Hallo Energie Cottbus, der 11er gegen Euch war nicht strittig, sondern absolut ungerecht. Ihr hattet zwar viele Spiele, alles vorher klar zu machen, aber dieser Strafstoß war ein Witz. Was hat der Schiri sich dabei gedacht? Hat der Schiri sich entschuldigt?
    Was nicht so schön war : Meinem Verein habt ihr 6Punkte weggenommen :-)
    Ihr kommt wieder!

  8. 20.

    Was für teilweise billige, sinnfreie Beiträge von Potsdamer oder Berliner Fans. Mal zu hinterfragen was es für die Region bedeutet kommt für den scheinbar überschaubaren Horizont nicht in Frage. Ich drücke Union heute die Daumen das sie gg. Bochum gewinnen und Dynamo Paderborn besiegt. Damit es wieder ein echter Ostverein direkt in die 1. BL schafft. Und ja....Cottbus war da schon....wer oder was war gleich nochmal Babelsberg?

  9. 19.

    Schade um die Fans aus Cottbus, die hätte ich lieber im EAS in Jena gesehen als die von Großaspach. Aber dem Mimimi-Wollitz, der kleinen Heulsuse, gönne ich den Abstieg von ganzen Herzen. Der Voll... soll mal lieber vor der eigenen Tür kehren als immer nur auf andere zu schauen. Aber vielleicht habt ihr ja Glück und Duisburg bekommt keine Lizenz...

  10. 18.

    Nach Sachsen gehen? Lass es lieber! Wir im Altkreis Hoywoy und die Menschen im Altkreis Weißwasser aus dem ehemaligen Bezirk Cottbus sind auch nur das fünfte Rad am Wagen in Sachsen! Glauben Sie es mir!

  11. 16.

    Willkommen Energie!

  12. 15.

    Meine lieben Potsdamer Freunde, wenn man eure Hasskomentare liest, wünscht man sich, wir könnten uns aus eurem Brandenburg verabschieden. Leider werdet ihr uns nicht gehen lassen. Der Potsdamer Pomp muss finanziert werden. Energie hat in den letzten 22 Jahren eine Menge erreicht und das bleibt. Auch wenn ihr vor Hass platzt.

  13. 14.

    Wenn ich so nett eingeladen werde...
    Gerne kümmere ich mich auch weiter um den sportlichen Niedergang der BSG Energie.
    Zwischendurch muss ich aber wieder mal ein bisschen Europapokal fahren.
    Liebe Grüße....

  14. 13.

    Bei so viel Hass unserer Potsdamer Freunde bedauere ich es jedes Jahr mehr, dass ihr uns nicht nach Sachsen gehen lasst. Vermutlich braucht ihr unsere Steuern, um euren Pomp aufrechtzuerhalten. Falls es jetzt wieder heisst, ich wäre ein Altnazi, sage ich: Ich bin seit 20 Jahren SPD-Mitglied.

  15. 11.

    Bevor in Cottbus die Insolvenz kommt, steigt Babelsberg in die Oberliga ab.
    Wir haben schon 1. Liga gespielt, auch ohne Millionengeschenke irgendwelcher Investoren.
    Das bleibt und Babelsberg kann von so etwas nur träumen.

    Ich wünsche Union alles Gute für das Saisonfinale und den Aufstieg, dann gibt es wenigstens eine sympatische Berliner Mannschaft in der 1. Liga.

  16. 10.

    Wie geil, dachte ich auch als ihr aus dem Landespoklal geflogen seid.
    Und sie geil, dass sich so viele für Cottbus interessieren, eine bessere Werbung für neue Sponsoren kann es gar nicht geben.

  17. 9.

    Wie geil. Jetzt kommt vielleicht noch die Insolvenz und Energie Cottbus verschwindet vollends im Nirvana.

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