Ante Covic, noch Cheftainer von Herthas U23 und bald Cheftrainer der Profimannschaft(Quelle: imago/Picure Point)
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Porträt | Herthas neuer Cheftrainer - Čović ante portas

Mit Ante Čović verpflichtet Bundesligist Hertha BSC erneut einen Trainer aus den eigenen Reihen und geht den Weg weiter, der zuvor mit Pal Dardai beschritten wurde. Čović erhält zunächst einen Vertrag für die kommende Spielzeit.

"Für mich als gebürtigen Berliner, der für Hertha BSC gespielt hat und seit Jahren für diesen Club als Trainer tätig ist, geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Hertha BSC ist für mich nie ein gewöhnlicher Arbeitgeber gewesen. Hertha BSC ist meine Passion und meine große Leidenschaft", freute sich Čović am Sonntag via Homepage des Vereins.

Aufstieg mit Hertha in erster Saison

Der Kroate spielte vier Jahre lang (1996-2000) für Hertha BSC. In seiner ersten Saison für die Blau-Weißen durfte der 43-Jährige 28 Mal in der Zweiten Bundesliga auflaufen und schaffte den Aufstieg in die Erste Bundesliga. Am ersten Spieltag der Saison 1997/98 schoss Čović gegen Borussia Dortmund den 1:1-Ausgleich für Hertha und damit das erste Tor in der neuen erstklassigen Spielzeit. Als rechter Mittelfeldspieler stand er damals zusammen mit Stürmer Michael Preetz auf dem Platz – in Zukunft finden sich beide als Cheftrainer und Manager an der Seitenlinie wieder zusammen.

Im Sommer 2000 wechselte Čović nach Bochum, da er in Berlin nur wenig eingesetzt wurde. Als er auch dort nur eine Reservistenrolle spielte, ging der Kroate anschließend zum Zweitligisten 1. FC Saarbrücken. Wieder eine Saison später kehrte Čović in seine Geburtsstadt Berlin zurück und schloss sich der zweiten Mannschaft von Hertha BSC in der Regionalliga Nord an.

Während seiner siebenjährigen Zeit bei den Hertha-Amateuren lief der Mittelfeldspieler sogar noch einmal bei der ersten Mannschaft auf. Am 17. Februar zwang ein Personalnotstand den damaligen Trainer Falko Götz dazu, gegen Mainz 05 auf den Spieler aus der Zweiten Mannschaft zurück zu greifen.

Blau-weiße Trainerkarriere begann bei der U15

2010 begann die blau-weiße Trainerlaufbahn von Ante Čović. Er startete bei der U15 von Hertha BSC und übernahm ab Februar 2012 den Co-Trainer-Posten der Profimannschaft. Zuerst übte er sein neues Amt als Übergangslösung mit Rene Tretschock als Chefcoach aus. Nach der Verpflichtung von Otto Rehhagel als Retter vor dem drohenden Abstieg wurden Čović und Tretschock als dessen Co-Trainer installiert.

Mit dem Abstieg in die Zweite Bundesliga nach der verlorenen Relegation gegen Fortuna Düsseldorf absolvierte der Kroate die Fußballlehrerausbildung des Deutschen Fußballbundes und übernahm zur Saison 2013/14 die U19 von Hertha BSC. Ende November 2013 coachte er die zweite Mannschaft, die damals auf dem letzten Platz in der Regionalliga Nordost stand. Mit Čović als Trainer kletterten die Hertha-Bubis bis auf den 12. Platz und hielten die Klasse. In den Spielzeiten danach etablierte sich das Team im Mittelfeld der Tabelle - aktuell liegt die Hertha-U23 auf Platz vier.

Dardai und Čović - mehr Hertha geht nicht

Wie Pal Dardai gilt auch Ante Čović als Talenteförderer. So betreute er die Nachwuchsspieler Maximilian Mittelstädt, Jordan Torunarigha, Arne Maier und Palko Dardai schon, bevor diese den Sprung in die Profimannschaft schafften und unter dem scheidenden ungarischen Cheftrainer sich teilweise zu Stammkräften entwickelten. Und noch eine blau-weiße Parallele von Dardai und Čović: der eigene Nachwuchs spielt bei Hertha BSC. Palko Dardai zum Beispiel bei den Profis, Maurice Čović bei der zweiten Mannschaft und Marton Dardai bei der U17.

Als Nationalspieler von Kroatien tritt Ante Čović nicht in Erscheinung, von seinen Einsätzen in den verschiedenen Jugendteams mal abgesehen. Erfahrungen in der Bundesliga hat der Berliner außer bei der Hertha nur beim VfB Stuttgart sammeln können. Zum Trainingsauftakt am 1. Juli stellt Hertha BSC seinen neuen Cheftrainer offiziell vor.

Sendung: Inforadio, 12.05.2019, 14 Uhr

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3 Kommentare

  1. 2.

    Werder Bremen hat einen aus dem Jugendbereich geholt. Hoffenheim ebenfalls. Und schauen Sie mal nach, was Thomas Tuchel vor der Bundesliga bzw PSG gemacht hat. Traurig, wer sich "Fan" nennt.

  2. 1.

    Also mal nichts für ungut, doch ich glaube hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.
    Lange habe ich zu Herrn Preetz gestanden aber diese Entscheidung lässt mich nun doch auch
    an der Führungsqualität zweifeln. Ich befürchte, das diese Endscheidung eher ein Schritt in die 2 Liga als ein Schritt
    nach vorne sein wird.

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