Optik Rathenows Trainer Ingo Kahlisch (Quelle: imago/ Ed Gar)
Bild: imago/ Ed Gar

Nach Rückzug von Oberlausitz-Neugersdorf - Optik Rathenow bleibt doch in der Regionalliga

Sportlich ist es Optik Rathenow nicht gelungen, die Regionalliga zu halten. Wenige Tage nach dem Abstieg kam am Donnerstag aber der Anruf: Ihr bleibt drin. Auch, weil einem Konkurrenten das Flutlicht fehlt. Von Dennis Wiese

Sportlich stand Optik Rathenow nach der gerade beendeten Regionalliga-Saison als Absteiger fest. Und doch müssen die Havelländer in der kommenden Saison nicht in der Oberliga spielen. Das bestätigte Wilfried Riemer, Leiter des Spielbetriebs im Nordostdeutschen Fußballverband, dem rbb.

Rathenow profitiert vom Rückzug des FC Oberlausitz Neugersdorf. Der Tabellen-Fünfzehnte der abgelaufenen Saison hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass er in der kommenden Saison nicht in der Regionalliga spielen wird.

Fehlendes Flutlicht in Neugersdorf hält Rathenow in der Liga

Da nur zwei Vereine aus der Regionalliga Nordost absteigen, sind dies Neugersdorf und Tabellenschlusslicht Bautzen. Optik Rathenow hält als Vorletzter die Klasse.

Ein Grund für den Rückzug von Optiks Ligakonkurrent Neugersdorf ist eine neue Richtlinie in den Regionalligen. Die Clubs der vierten Liga sind künftig verpflichtet, ihre Stadien mit Flutlicht auszustatten. Im kommenden Jahr läuft die Frist ab, bis dahin wird in Neugersdorf noch kein Flutlicht am Platz stehen. Insgesamt hätten wirtschaftliche und strukturelle Gründe zum Rückzug der Sachsen geführt.

"Die Regionalliga ist für die Champions League"

Entsprechend groß ist die Freude bei "Mister Optik Rathenow" Ingo Kahlisch, den der rbb am Donnerstag bei einem Banktermin erreichte: Wechselgeld abheben für die Imbissbuden, weil sein Verein am Sonnabend den FC Energie Cottbus zum Landespokalfinale empfängt.

Der Trainer und Manager von Optik Rathenow glaubt, dass seine Arbeit durch den unverhofften Klassenerhalt etwas leichter wird: "Die Regionalliga ist für uns die Champions League. Dadurch wird es sicher einfacher, Spieler im Verein zu halten, die nach dem Abstieg wechseln wollten", so Kahlisch, der den Verein seit 30 Jahren trainiert.

Rathenow war vor der Saison in die Regionalliga aufgestiegen. Zum sportlichen Klassenerhalt fehlten sechs Punkte.

Sendung: rbbUM6, 23.05.2019, 18 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Sebastian Andersson (Quelle: imago images/Camera 4)
imago images/Camera 4

Interview | Sebastian Andersson - "Ich glaube an unsere Mannschaft"

Sebastian Andersson ist bei Union Berlin der Mann der Stunde. Im Interview erzählt der schwedische Stürmer, warum sich die Köpenicker den guten Tabellenplatz verdient haben und was es ihm bedeutet, in der Torschützenliste so weit oben zu stehen.