Timo Martin Gebhart (FC Viktoria Berlin), Sebastién Buemi vom team Renault e.dams, Dimitar Rangelov (FC Energie Cottbus)
Bild: imago/Kerstin Dšlitzsch/Simone Kuhlmey/Joachim Sielski

Sport-Samstag in Berlin und Brandenburg - Wie man live bei drei Pokalfinals und der Formel E dabei ist

Formel E, Fußball-Landespokalfinals und das DFB-Pokalfinale: Jede Menge Sport in Berlin und Brandenburg - geballt an einem Tag. Und doch ist es möglich, alles live zu verfolgen. Ein Sport-live-Reiseplan. Von Sybille Cramer und Katrin Veuskens

Der Samstag wird sportlich – nicht nur für die Aktiven, sondern auch für den ehrgeizigen Zuschauer, der möglichst viele der Sportevents in Berlin und Brandenburg live miterleben möchte. Was braucht der geneigte Sportfan dafür? Stehvermögen und ein BVG-Tagesticket. Auch Sonnencreme kann nicht schaden, denn die Sonne soll immer wieder herauskommen.

Der ambitionierte Fan-Marathon führt von der Formel E zum Berliner Fußballpokal, zurück zur Formel E und dann zum nächsten Fußballpokal, diesmal in Brandenburg, und am Abend dann – für den Fan, der vorgeplant hat – zum Höhepunkt: dem DFB-Pokalfinale RB Leipzig gegen FC Bayern. Oder eben zum Public Viewing der Wahl. Geographisch gesehen geht die Reise vom ehemaligen Flughafen Tempelhof zum Jahn-Sportpark, zurück nach Tempelhof, zum Alexander- oder Breitscheidplatz, wahlweise auch nach Rathenow oder vor den Fernseher – und zum Abschluss ins Olympiastadion. Und das alles innerhalb von gut 13 Stunden.

8:45 Uhr: Das Qualifying in der Formel E auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof startet. Bereits am Freitag wird das Spektakel um das freie Training herum (15:30 und 18 Uhr) mit Live-Musik und Autogrammstunde (17 Uhr) gefeiert. Für die Formel-E-Fans, die nichts verpassen und gleich an beiden Tagen dabei sein wollen, kostet das Erlebnis zwischen 30 und 55 Euro. Für die temporären Fans gibt es das Tagesticket am Samstag für 25 bis 50 Euro (Freitag 7,50 bis 15 Euro). Für die jüngeren Rennfahrer-Fans zwischen 5 und 15 Jahren ist der Eintritt frei.

9:50 Uhr: Das Qualifying ist beendet und die Sport-live-Reise führt nach Prenzlauer Berg.

10:30 Uhr: Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird das Berliner Landespokalfinale zwischen Tennis Borussia und dem FC Viktoria Berlin angepfiffen. Der spontane Live-Reisende kauft noch schnell ein Ticket an der Tageskasse für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro), der Durchgeplante zeigt sein Online-Ticket für 14 Euro am Eingang vor. Jetzt erstmal das Spiel genießen, gemeinsam jubeln und fluchen - und hoffen, dass es nicht in die Verlängerung geht, denn der nächste Startschuss fällt nur kurze Zeit danach - allerdings wieder im Motorsport.

Es sei denn, die Entscheidung ist für die Pokalfinal-Alternative, das "Finale of Love", gefallen. Das veranstalten TeBe-Fans im Neuköllner Werner-Seelenbinder-Sportpark - aus Protest gegen den Führungsstil von TeBe-Präsident Jens Redlich boykottieren viele Anhänger das eigentliche Pokalfinale. Stattdessen also ab 12 Uhr und für ganze 3 Euro Eintritt ein ganz eigenes Endspiel zwischen TeBe-Altstars und einem Auswahlteam anderer Vereine. 

13:03 Uhr: Jetzt beginnt das Rennen in der Formel E auf den Straßen bei den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Die Fahrer haben nun 45 Minuten und eine Runde, um den Sieger unter sich auszumachen. Es bleibt noch Zeit für die Siegerehrung um 14 Uhr. Um sich dann gemütlich mit einer Currywurst den nächsten Programm-Punkt anzusehen.

14:15 Uhr: Anstoß des Brandenburgischen Landespokalfinals zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus im Stadion Vogelsang in Rathenow. Wer den Sportsamstag auf die Spitze treiben will, fährt vom Berliner Hauptbahnhof aus in knapp einer Stunde mit dem Regionalexpress nach Brandenburg. Aber da sowohl dieses Pokalfinale als auch das Berliner Finale im Livestream auf rbb24.de oder in der Konferenz bei Sportschau.de und live im Ersten zu verfolgen sind, entspannt sich der Berliner Sportbegeisterte nun etwas und schaut auf den Bildschirm. Der Rathenower Fan oder auch der mitgereiste Cottbuser kann sich das Spiel selbstverständlich auch direkt im Stadion im Sitzen (16 Euro) oder Stehen (12 Euro, ermäßigt 10 Euro) ansehen.

Sollte doch das DFB-Pokalfinale und die Vorfreude auf das Spiel mehr interessieren, kann sich gemeinsam mit den Fans der beiden Mannschaften ab 12 Uhr darauf eingestimmt werden. Die Anhänger des FC Bayern treffen sich am Alexanderplatz, die des RB Leipzig am Breitscheidplatz. Und wer schon am Breitscheidplatz ist, kann um 12 Uhr auch am traditionellen ökumenischen Gottesdienst vor dem Pokalfinale in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche teilnehmen. Unter dem Motto "Beten für den Sieg?" sind ausdrücklich Anhänger beider Mannschaften und andere Fußballbegeisterte eingeladen.

Javi Martinez (l), Innenverteidiger beim FC Bayern München, und Kevin Kampl, Mittelfeldspieler von RB Leipzig, stehen neben dem Pokal. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Posen mit dem Pokal: Javi Martinez (l., FC Bayern) und Kevin Kampl (RB Leipzig) | Bild: dpa/Soeren Stache

Zur Einstimmung aufs DFB-Pokalfinale findet auch am Olympischen Platz schon ab 14 Uhrein Fest für alle Fans - auch für diejenigen ohne Ticket - statt. Wann kann der Fußballbegeisterte schon einmal ein Foto mit dem echten Pokal machen? Da diese und noch viele anderen Aktionen bis zum Anpfiff laufen, hat der Sportliebende ausreichend Gelegenheit, sich auszutoben. 

20 Uhr: Jetzt heißt es FC Bayern oder RB Leipzig - welche Mannschaft kann am Ende des Tages den DFB-Pokal 2019 in die Luft im Berliner Olympiastadion recken? Der Fußballfreund, der ein Ticket ergattert hat, kann bereits ab 17 Uhr seinen Platz einnehmen. Für alle anderen Fans heißt es, rechtzeitig zur Live-Übertragung im Ersten nach Hause vor den Fernseher oder zum Public Viewing in eine der vielen Fußball-Kneipen, Biergärten oder Bars der Stadt, die das Spiel live übertragen.

22 Uhr (im Fall einer Verlängerung auch später): Ein spannender Samstag neigt sich nun dem Ende zu. Die Formel-E- und Fußball-Pokal-Sieger und ihre Fans werden wohl noch ein wenig feiern. Und am Sonntag können sich alle von dem aufregenden Sporttag in Berlin und Brandenburg erholen.

Was - wann - wo

Beitrag von Sybille Cramer, Katrin Veuskens

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