Alba Berlin gegen FC Bayern München im ersten Playoff-Spiel (Quelle: dpa/Nils Koepke)
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Basketball-Playoffs - Alba will den Druck gegen Bayern ausblenden

Der zweite Final-Akt steht an: Alba Berlin steht nach der Auftaktniederlage gegen den FC Bayern schon unter Druck. Die Berliner Basketballer müssen ihr Heimspiel am Mittwochabend dringend gewinnen - und dafür bei allem Druck cool bleiben.

Der Ärger ist verraucht und von Druck will bei Alba Berlin keiner etwas wissen. Deutlich sendete Trainer Aito Garcia Reneses das Signal, zu vergessen, was war. Die Pleite aus dem ersten Finalspiel der Basketball-Bundesliga bei Titelverteidiger Bayern München und die Wut über die Schiedsrichter-Entscheidungen, die Alba vielleicht den Sieg gekostet haben.

Nichts davon zählt noch, wenn die Berliner am Mittwoch (20.30 Uhr) im zweiten Duell in der heimischen Arena am Ostbahnhof nach dem Ausgleich trachten. "Das Wichtigste ist, wenn du Basketball spielst, nicht an die Vergangenheit und auch nicht an die Zukunft zu denken, sondern an den Moment. Wenn du in der Offensive bist, versuche zu treffen. Wenn du verteidigst, versuche den Ball zu erobern", sagte Garcia Reneses am Dienstag.

Aus jedem anderen Mund klingt das verdächtig nach Kalenderspruch, hört man sowas jedoch von einem 72 Jahre alten Basketball-Guru aus Madrid, schwingt gar fast etwas Metaphysisches mit. Und seine Spieler haben die Botschaft verstanden. "Der Druck ist jetzt nicht riesig, weil wir schon sehr gut gespielt haben und auch defensiv richtig gut aussahen. Auf so eine Leistung kann man stolz sein. Es hätte auf jeden Fall in beide Richtungen pendeln können", sagte Kapitän Niels Giffey.

"Hätte man auf jeden Fall auch anders pfeifen können"

Ist es aber nicht. Das lag auch an den Referees, die Center Landry Nnoko und Spielmacher Peyton Siva in der Endphase mit diskutablen Strafen belegt hatten, die durchaus spielentscheidend waren. "Hätte man auf jeden Fall auch anders pfeifen können, das steht fest", sagte Giffey mit etwas Abstand zur 70:74-Niederlage vom vergangenen Sonntag.

Giffey will nach vorne schauen. "Man kann darüber diskutieren, aber man kann auch darüber sprechen, wie wir darauf reagieren", sagte der Flügelspieler. "Cooler" solle sein Team an die schwierige Heim-Aufgabe herangehen. Der Gegner rechnet mit Schwierigkeiten. "Es ist klar, dass das wieder ein sehr hartes und intensives Spiel wird", sagte Bayern-Trainer Dejan Radonjic: "Die Halle in Berlin wird voll sein, aber so eine Atmosphäre kennen wir. Wir müssen aber unbedingt den Fokus darauf legen, uns nur auf das Spiel zu konzentrieren, den Rhythmus vorzugeben und zu kontrollieren."

Giffey erwartet die Bayern ähnlich wie im ersten Spiel: "Mit einem etwas langsamer aufgebauten Spiel, das ein bisschen unseren Speed stoppen möchte", sagte der 28-Jährige. Auf diese Verschlepp-Taktik hatten die Berliner am Sonntag eigentlich ganz gute Antworten.

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