Flugshow mit Albas Landry Nnoko und Will Cummings. / imago/Nordphoto
Video: rbb UM6 | 06.06.2019 | 18 Uhr | Andreas Witte | Bild: imago/Nordphoto

79:68-Sieg gegen Oldenburg - Alba Berlin macht einen großen Schritt Richtung Finale

Noch ein Sieg und Alba Berlin steht im Finale. Am Mittwochabend gewann das Team das zweite Spiel in Folge gegen Oldenburg. Die Zuschauer erlebten eine intensive Partie, in der die besten Offensiv-Teams der Liga lange nach ihrer Wurfform suchten.

Am Ende klang Rasid Mahalbasic fast, als hätte er schon ein wenig resigniert. Mit 79:68 (32:29) hatte Alba Berlin am Mittwochabend in der Arena am Ostbahnhof den wuchtigen 2,10-Meter-Hünen und seine Oldenburger besiegt - und mit einer kämpferischen Leistung den Niedersachsen fast alle Hoffnungen auf einen Einzug ins Finale um die Meisterschaft genommen. "Wir sind derzeit das gefundene Fressen für sie", sagte Mahalbasic dem rbb.

Die Art, wie der Center es tat, ließ erahnen, was für einen Eindruck die Albatrosse hinterlassen hatten. Der Österreicher konnte gar nicht anders, als die Berliner zu loben. "Die spielen mit Herz", sagte er. "Sie waren besser."

Mit 2:0 führt Alba nun im Playoff-Halbfinale gegen den Zweiten der Hauptrunde. In der Best-of-Five-Serie fehlt der Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses damit nur noch ein Sieg, um erneut im Finale zu stehen. Die erste Chance haben sie bereits am Sonntag (15 Uhr) in Oldenburg. Spiel eins hatten sie dort mit 100:93 gewonnen.

Offensiven brauchen Anlaufzeit

Einen schönen Sieg sahen die knapp 10.000 Zuschauer allerdings nicht. Gerade in der ersten Halbzeit wollten die beiden Teams, die sonst für ihre Offensiven gefürchtet sind, so gar nicht richtig in Fahrt kommen. "Das war gar nicht so eine typische Partie für uns - low-scoring und mit schlechter Drei-Punkte-Quote", sagte Alba-Kapitän Niels Giffey nach der Schlusssirene.

Die Statistiken untermauerten das Elend. 17 Mal versuchten sich verschiedenste Albatrosse in der ersten Halbzeit von der Dreierlinie. Nur dreimal landete der Ball im Korb. Selbst in der vermeintlich einfachsten Disziplin wollte es nicht laufen: Ganze sieben Anläufe brauchten die Berliner, um überhaupt einen Freiwurf zu verwandeln. Diese eklatante Wurfschwäche sorgte dafür, dass Alba zwar überlegen wirkte, die Gäste aber keinesfalls abschütteln konnte.

Es war ein Duell, das - wie schon in Oldenburg - von seiner Intensität lebte. Vom unbedingten Willen, gewinnen zu wollen. Am besten verkörperte das auf Alba-Seite wohl Landry Nnoko. Der Center gab sichtbar alles. Es ist kaum auszuschließen, dass der ein oder andere Oldenburger schlecht von seinen langen Krakenarmen träumt, die sich immer wieder Bälle krallten. Und der 25-Jährige war auch der emotionale Anführer. Er pushte sich und die Arena. Das Lob gab es dann auch prompt. "Defensiv waren gute Sachen dabei. Landry hat richtig gut ausgesehen. Taffe Blocks. Es ist wichtig, dass man auch solche Spiele hat, wo wir anders agieren", sagte Giffey. Zur Pause führte Alba mit 32:29. Hauchzart, aber immerhin.

"Ich bin stolz auf meine Jungs"

Nach der Pause war dieser Vorsprung zunächst dahin. Oldenburg startete stark, setzte die Berliner gleich mit einem 7:0-Lauf unter Druck. Doch die konnten reagieren. Nach einem Zwischenspurt führten sie mit 60:50. Es war das erste Mal überhaupt, dass sich ein Team in dieser engen Partie einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten konnte. 

Und den ließen sich die Albatrosse nicht mehr nehmen. Auch wenn es noch einmal richtig knapp wurde - ja: In der entscheidenden Phase zu kippen drohte. Die Gäste kamen Mitte des letzten Abschnittes wieder auf zwei Zähler heran (64:62). Doch die Berliner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Knapp anderthalb Minuten vor Ende traf Peyton Siva mit einem Drei-Punkt-Wurf zum 78:66. Damit war die Partie vorzeitig entschieden. "Es war nicht das schönste Spiel. Aber ich bin stolz auf meine Jungs", sagte Luke Sikma bei Magenta-Sport.

Sendung: rbb24, 05.06.2019, 21:45 Uhr

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