Im Fanblock des 1. FC Union Berlin wird das Vereinswappen präsentiert (Foto: Imago / Matthias Koch)
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Nach Vorschlag von Hertha BSC - Union lehnt Derby zum Mauerfall-Jahrestag ab

Ein Berliner Bundesliga-Duell am 9. November, auf den Tag 30 Jahre nach dem Fall der Mauer? Das hatte Hertha am Donnerstag vorgeschlagen. Doch Union erteilte dem Wunsch nach dem historischen Derby nun eine Absage.

Union Berlin lehnt ein Stadt-Derby gegen Hertha BSC zum 30. Jubiläum des Mauerfalls am 9. November ab. Das gaben die Eisernen am Freitag zunächst bei Twitter bekannt - und bestätigten es auf Nachfrage rbb|24. Weiter wollte der Verein jedoch nicht offiziell Stellung nehmen. Die Köpenicker reagierten mit dem kurzen Statement auf einen Vorstoß von Hertha BSC. Der Club hatte am Donnerstag den expliziten Wunsch nach einem Berlin-Derby an diesem Tag geäußert - und ihn auch bereits bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) hinterlegt.

In dem Tweet heißt es: "Uns ist der Gedenktag zum Mauerfall zu wichtig, wir wollen an diesem historischen Tag nicht Fußball spielen." Dabei geht es nach Informationen von rbb|24 nicht um eine grundsätzliche Ablehnung, am 9. November des Jubiläumsjahres anzutreten. Das wäre auch schwer möglich, denn der Samstag ist ein ganz regulärer Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Die Aussage bezieht sich vielmehr gezielt auf ein mögliches Stadt-Duell gegen Hertha BSC an dem historischen Datum.

Hertha: "Fantastischer Tag für das Berliner Derby"

Es ist somit ein klares Votum von Union Berlin gegen den Vorschlag von Hertha BSC. "Wir fänden, der 9. November wäre ein fantastischer Tag für das Berliner Derby", war ein Mitarbeiter des Clubs am Donnerstag von der Deutschen-Presse-Agentur zitiert worden. Diese Aussage hatte in der Folge für zahlreiche Diskussionen gesorgt. 

Fakt ist: Es ist grundsätzlich das Recht eines jeden Bundesligisten, Wünsche für die Terminierung der eigenen Heimspiele bei der DFL zu äußern - auch ohne Rücksprache mit dem potentiellen Gegner. Union Berlin nutzt diese Möglichkeit ebenfalls. Der Verein hinterlegt regelmäßig die Bitte bei der Liga, am 23. Dezember keine Partie in der Alten Försterei austragen zu wollen, da dann das traditionelle Weihnachtssingen stattfindet.

Zahlreiche Gespräche nötig

Die DFL kann anschließend entscheiden, ob sie diese Wünsche berücksichtigt. Bei der Frage, ob etwa ein Derby am Tag des Mauerfalls ausgetragen werden kann, werden dabei auch weitere Faktoren beleuchtet. Dazu gehören Gespräche mit der Polizei und der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), die die Sicherheit gewähren müssen. Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei sagte dem Tagesspiegel dazu: "Wir freuen uns für Berlin, dass wir zwei Bundesligisten haben. Wir bekommen das Derby auch noch hin." Zudem müssen die Kommunen und Stadionbetreiber zunächst befragt werden.

Sendung: rbbUM6, 06.06.19, 18:00 Uhr

Kommentar

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48 Kommentare

  1. 48.

    Ach liebe Berliner, warum kann man sich nicht einfach mal freuen das man sogar 2 Clubs in der ersten Liga hat.
    Nein stattdessen wird gemotzt gemeckert gejammert und geheult, schade, scheint nicht mehr viele "richtige" Berliner zu geben.
    Die Vorfreude aufs Derby ist damit deutlich gesunken.

  2. 47.

    Spielen wollen sie aber halt nicht gegen Hertha an diesem Tag .
    Wo ist das Problem?
    Dann halt nicht.

  3. 46.

    Ja, Hertha ist vielleicht solange der arrogante „Hauptstadtclub“, bis Union nicht mehr nur rumheult und sich dieses Titels auch würdig erweist. Das was hier gegen Hertha geäußert wird ist provinziell-piefig und hat nichts mit dem Sport an sich zu tun. Die Ost-West-Nummer ist wohl noch lange nicht ausgestanden. Aber nicht, dass es wieder heißt, die „Wessis“ wollten nicht...^^. Ich gehe heute zu den Füchsen. Wenn die verlieren, verlieren se halt, es gibt keine Pyro, keine Hooligans und keine kleinlichen Gerangel um irgendwelche Kinkerlitzchen. Alles Gute für die Saison in der 1. Liga, Union. Kopf hoch, vielleicht müsst Ihr ja erst Selbstbewusstsein aufbauen, um nicht mehr so sensibel zu reagieren. Alles wird gut :-)

  4. 45.

    Das Problem ist nur....
    Hertha denkt man sei der große Hauptstadtclub und hat die coolen Ideen. Woher kommt diese Annahme bei den Zuschauerzahlen?
    Man geht wieder an die Öffentlichkeit mit unausgereiften Vorschlägen. Aber das kennt man ja schon von der Stadiondebatte. Gratuliert zum Aufstieg und freut sich über 6 Punkte. Kann ich gern drauf verzichten!

  5. 44.

    Was hat denn das mit dem Spiel zu tun? Ganz ehrlich? Ich kenne niemanden, der den 9. November feiert. Nicht, weil wir alle den Mauerfall bedauern, sondern mangels Gelegenheit und weil dieser Tag wahrscheinlich für ehemalige Ost-Deutsche bedeutungsvoller ist. Aber selbst die genießen alle lediglich den freien Tag. Zumindest die aus meinem Umfeld. Also warum sollte man nicht ins Stadion gehen? Wär vielleicht eine Gelegenheit nicht nur zu Hause zu hocken^^. Also bitte was würde man denn groß versäumen, wenn man zum Fußball geht? Es ist hier nicht wie in den USA, wo alle manisch den 4. Juli feiern, mit Straßenfesten, Picknicks und Umzügen mit Tschingderassabumm. Das sind doch Ausreden.

  6. 43.

    Du hast 2019 vergessen,denn sicher wird Union auch an diesem Tag Fußball spielen.Was wir aber nicht wollen ist ein Derby.Das Derby gehört an diesem Tag nicht nach Berlin aus moralischen Aspekten heraus.Dafür ist der 09.11.für diese Stadt zu wichtig.

  7. 42.

    Minderwertigkeitskomplex gepaart mit Lokalpatriotismus (letzteres war die Aussage einer Bekannten aus Köpenick, nachdem Union aufgestiegen ist. Es ginge Unionern nicht um Berlin oder nicht Berlin, sondern schlichtweg um die Köpenicker und ihre Union). Was mich genauso stört wie diese kindischen Reaktionen auf einen maximal nicht ganz durchdachten Vorschlag (diese fast schon paranoiden Unterstellungen, dass Hertha das aus Größenwahn oder Häme tat sind albern), sind die doch immer wieder verstörenden Ost-West-Sprüche, die tief blicken lassen. Ich WAR Wessi, aber schon immer Berliner, mag eigentlich lieber Handball als Fußball und würde für jedes Tor von Union genauso klatschen, wie für Hertha. Mir ist viel wichtiger, dass es keine Randale mehr gibt, beide Vereine samt Fans Verantwortung für ihre Vereine und ihre Stadt übernehmen, damit es keine Ausschreitungen mehr gibt, die uns Berlinern in der Öffentlichkeit extrem schaden. Berlin hat genug um die Ohren.

  8. 41.

    Die Aussage von Union, an diesem Tag nicht Fußball spielen zu wollen ist unverständlich. in den Jahren 1996 1997 2003 2013 und 2014 hat Union auch am 9. November Fußball gespielt. Der Grund ist also nur vorgeschoben.

  9. 39.

    Ich hätte echt drauf gehofft, dass hier sachlich diskutiert wird. Aber der unterschwellige negative Ton ggü Hertha ist echt nervig. Unioner sollen ja tolerant sein, hatte hier jemand geschrieben. Ich merke nichts davon. Derby ist für mich uninteressant. Ich mag nicht Spiele von zwei Berliner Mannschaften sehen, bei denen die Fans so negativ übe den Gegner denken. Entweder hat ein Unioner einen Minderwertigkeitskomplex oder es ist wirklich eine Ost-West-Geschichte. Schade drum. Ich finde es schön mit zwei Bundesligisten und hatte auf sportliche Rivalität gehofft... Allein die Hoffnung ist gestorben.

  10. 38.


    Darum geht's doch garnicht!
    Es geht einfach um die Art und Weise.
    Und es geht darum, dass Hertha endlich begreift, dass man auf Augenhöhe miteinander umgeht.
    Sie sind nicht das nonplusultra in der Stadt, die immer nur fordern aber nicht liefern.
    Und das müssen sie einfach mal begreifen.

  11. 37.

    Ein grundsätzliches NEIN zu diesem Spiel an diesem Tag. Dann würde das Bundesligaspiel eine politische Dimension kriegen und die Politik das Fußballspiel komplett vereinnahmen. Zugegeben, speziell der Mauerfall ist eine sehr schöne Geschichte, allerdings gibt es genügend Politiker und Veranstaltungen, die das ganze Geschehen des Herbstes 1989 – von den ersten Lichterketten bis zum offiziellen Anschluss der neuen Bundesländer – verklären. Ich erinnere an das unsägliche Lichterfest in Leipzig. Die Verklärung dient hauptsächlich dazu, den momentanen Turbokapitalismus als „Non plus ultra“ zu feiern. Deswegen bin ich gegen das Bundesligaspiel zu diesem Datum.

  12. 36.

    Warum um Himmels Willen fühlen sich hier einige Unioner so in der Opferrolle? Hört auf zu jammern und zu meckern und macht aus der Sache nicht so ein riesen Ding. Das ist ja peinlich. Selbst wenn Hertha da etwas vorschnell war, solltet Ihr nicht Euren Stolz so mit Füßen treten. Das ist ja wie im Kindergarten. Du bist nicht stärker als ich...Du bist nicht wichtiger als ich...ätschibätschi... Man Leute, es ist Fußball. Ein Sport, schön und spaßig, aber nichts Existenzielles, wofür man so ausflippen muss. Dann halt nicht an dem Tag. An jedem anderen ist es natürlich viel besser, harmonischer und sportlicher, oder wie?^^ Da haben sich Unioner und Herthaner dann bitte auch ganz doll lieb. Was für ein Blödsinn. Der Rest der Nation lacht sich über uns blöde Berliner bestimmt grad wieder schlapp.

  13. 35.

    Hallo!
    Was soll dieser Vorschlag von Hertha?Hat sich mal Einer überlegt,November=trist,Ojympiastadion im November =noch trister,denn an der AF wird das Spiel ja wohl nicht stattfinden.Denn das Ansinnen des Vorschlags ist ja sicher ein Heimspiel haben zu wollen.
    Gegenvorschlag von mir:
    Setzt Euch am Besten an diesem Tag mit den Politikern an den Tisch und versucht die so abzufüllen,wenn die schon in Feierlaune sind,und spendiert Euren Fans im Anschluß daran ein Abkommen über ein neues Stadion.
    Damit es beim nächsten Mal nicht mehr so trist bei Euch ist.
    Und niemals vergessen EISERN UNION

  14. 34.

    Sehr merkwürdige Diskussion. West vs. Ost? Dann lieber nicht an diesem Tag. Wenn die Mauer noch in den Köpfen ist, dann gibt es eigentlich auch nichts zu feiern. Sport sollte mehr sein als Politik.

  15. 33.


    Vom Grundsatz her spricht ja nichts dagegen. Aber wäre es nicht sinnvoller und zielführender gewesen, wenn sich beide Vereine darüber verständigt hätten, ehe einer damit vorgepresch wäre und den Eindruck hinterlässt, dass der andere mitmachen muss?
    Liebe Hertha, du bist nicht der hauptstadtclub sonder ein hauptstadtclub!
    Das mag schwer fallen sich einzugestehen gehört aber dazu. Und solange diese Einsicht nicht da ist, funktioniert das auch nicht, leider.

  16. 31.

    Also der 09.11. ist aus div. Gründen ein wichtiger, historischer Gedenktag aus traurigem Grund 1938 und aus freudigem Grund1989.
    Da sollte sich der Fußball zurückhalten.
    Und was den Mauerfall betrifft, ist sowieso der 09.11. DER WAHRE FEIERTAG FÜR MICH.
    Warum aber sollte das Derby nicht am 03.10. stattfinden, diesem künstlich geschaffenen Feiertag.
    Hauptsache es bleibt friedlich.

  17. 30.

    Richtig. Ich sehe das wie Sie. 30 Jahre reichen bei Weitem nicht aus, zwei Völker zu einem zu machen. Wir haben ganz offensichtlich noch einen weiten Weg vor uns. Den Jahrestag des Mauerfalls zu feiern, danach sich aber wieder an die Gurgel zu gehen, das ist lächerlich. Ob das Spiel an dem Tag sinnvoll wäre, weiß ich nicht. Ich wäre eigentlich dafür, Berlin spielt in Berlin gegen Berlin, tolle Sache. Aber womöglich gibt‘s dann erst recht Randale. Ich bin schon ziemlich befremdet, wie hier Gift und Galle gespuckt wird. Traurig und sinnfrei.

  18. 29.

    Typisch Union. Hauptsache DAGEGEN sein. War doch ein cooler Vorschlag von Hertha, warum nicht? Was spricht denn dagegen (wenn alles organisiert ist und klappen würde, und man die Zusage von Polizei, Stadt, Stadionbetreiber etc. hat)? Es ist nun mal ein historischer Tag, und das mit dem allerersten Derby in der 1. Bundesliga dieser beiden Clubs zu verbinden, wäre doch ein Highlight.
    Aber nee, der Vorschlag kam ja von der Hertha, dem großen Hauptstadtklub, da muss man ja dagegen sein... Oh man.

    HAHOHE

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