Archiv: Hertha-Profi Maximilian Mittelstädt im Trikot der U21-Nationalmannschaft. / imago/Jörg Schüler
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Unklarheit rund um Torunarigha-Aus - U21-Nationalmannschaft schießt sich warm für die EM

Maximilian Mittelstädt lächelte, als er vor die Kameras trat. 12:0 hatte die deutsche U21-Nationalmannschaft mit dem 22-jährigen Profi von Hertha BSC zuvor gewonnen. Zwar war der Gegner am Freitagabend im Trainingslager im italienischen Natz-Schabs kein wirklicher Gradmesser - die Mannschaft von Stefan Kuntz spielte im vorletzten Testspiel vor dem Start der Europameisterschaft gegen eine Südtirol-Auswahl. Und trotzdem sorgte gerade die Art und Weise des Sieges vor dem Turnierbeginn am 16. Juni für Zufriedenheit.

Der letzte Feinschliff fehlt noch

"Wir haben das Spiel sehr ernst genommen. Wir wollten viele Tore machen. Das haben wir getan. Ein bisschen Selbstvertrauen getankt. Es hat Spaß gemacht", sagte Mittelstädt - und das, auch wenn noch nicht alles hundertprozentig funktioniert habe. "Für den Feinschliff haben wir noch die letzten Tage im Trainingslager."

Vor rund 800 Zuschauern wurden bei Sonnenschein dreimal 30 Minuten gespielt, nach dem ersten Drittel stand es bereits 6:0, nach einer Stunde 10:0. Kuntz nutzte die Partie vor allem zum Testen und wechselte sein Team auf allen Positionen durch. Mittelstädt und Arne Maier, der zweite Herthaner im endgültigen Kader für die Europameisterschaft, kamen beide im letzten Spielabschnitt zum Einsatz. 

Dortmunds Mahmoud Dahoud (2./34. Minute), Luca Waldschmidt vom SC Freiburg mit einem Dreierpack (10./13./30.), der Augsburger Marco Richter (11.) und Suat Serdar von Schalke 04 (25.) erzielten die Treffer in der Anfangsphase der einseitigen Partie. Lukas Nmecha von Preston North End (49.), Bremens Johannes Eggestein (50.), Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach (56.), der Hoffenheimer Nadiem Amiri (63./Foulelfmeter) und Felix Uduokhai vom VfL Wolfsburg (70.) sorgten für den am Ende mehr als deutlichen und komplett ungefährdeten Sieg der DFB-Auswahl.

Torunarigha und Klünter aus Kader gestrichen

Am Morgen vor dem Spiel hatte Kuntz den Kader ein letztes Mal vor der EM reduziert. Und das zum Leidweisen zweier Herthaner. Lukas Klünter und Jordan Torunarigha sind bei der Endrunde in Italien nicht mit dabei. Gerade um das durchaus überraschende Torunarigha-Aus gab es dabei verschiedene Informationen. Zunächst hatte das Fachmagazin "Kicker" berichtet, Sprunggelenksbeschwerden seien entscheidend gewesen.

Kuntz relativierte das später jedoch: Es habe vielleicht eine kleine Rolle gespielt, "aber das war jetzt nicht der ausschlaggebende Grund. Er ist umgeknickt." Torunarigha hatte schon während der abgelaufenen Saison mit Problemen zu kämpfen und war wegen Beschwerden an der Achillessehne, der Wade und dem Sprunggelenk wochenlang ausgefallen. "Es ist schade. Klünti und Jordan sind zwei sehr gute Freunde von mir, die es sich auch verdient gehabt hätten, dabei zu sein. Für sie heißt es jetzt Kopf hoch und auf die neue Saison konzentrieren", sagte Mittelstädt.

Sendung: Inforadio, 07.06.2019, 22:15 Uhr 

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