Die Fans von Union stürmen den Platz. Der 1. FC Union Berlin hat erstmals den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft.
Bild: Andreas Gora/dpa

Rekordstrafe - So viel kostet Union Berlin die Aufstiegssause

Es war der größte Tag in der Geschichte von Union Berlin - doch einen Monat nach dem Triumph im Aufstiegsspiel flattert den Eisernen nun ein saftige Rechnung ins Haus. Eine Rekordstrafe muss der Verein zahlen. Die Vereinsführung nimmt es locker.

Gut einen Monat nach dem Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart ist Union Berlin ein hoher Strafzettel ins Haus geflattert: Die Köpenicker müssen "wegen zwei Fällen eines unsportlichen Verhaltens" 56.800 Euro zahlen.

Davon können bis zu 19.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden. Das teilte der Verband am Donnerstag auf seiner Homepage mit [externer Link].

Bengalische Feuer in den Gästeblock geworfen

Laut dem Urteil des DFB-Sportgerichts zündeten Berliner Zuschauer vor Beginn der zweiten Halbzeit mindestens 15 Bengalische Feuer und fünf Blinker. Dadurch verzögerte sich der Anpfiff um etwa vier Minuten. Der andere geahndete Vorfall ereignete sich beim Platzsturm nach dem Schlusspfiff.

"Im Zuge dessen begaben sich Berliner Zuschauer vor den Stuttgarter Block und warfen beziehungsweise schossen gezielt mindestens vier Bengalische Feuer und eine Feuerwerksrakete in den Zuschauerbereich", heißt es. Außerdem brannten Berliner Anhänger demnach auf dem Spielfeld mindestens 30 pyrotechnische Gegenstände ab.

Der Verein reagierte bereits auf Twitter - und nahm die Strafe betont locker. "Für den Aufstieg in die Bundesliga musst Du eben einiges investieren", schrieben die Köpenicker dort.

Sendung: Inforadio, 11.07.2019, 18:15 Uhr 

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 14.

    Und verantwortlich ist nunmal der Verein. Ist ja sein Stadion, sein Spiel, seine Fans, seine Zuschauer. Und der Verein ist Teil des DFB. Da gibt es Regeln. Echt ganz einfach. Wer hat denn zugelassen, dass verbotene Pyrotechnik ins Stadion kommt?

  2. 12.

    Ich frage mich, warum der DFB immer den Verein in die Verantwortung nimmt? Das ist wie Sippenhaft. Wann kommt die Sippenhaft für VW oder Daimler wegen der netten Abgaswerte? Wenn der DFB die einzelnen Täter nicht ermittelt kann hat er Pech gehabt. In einen Rechtsstaat sollte immer, der die Verantwortung tragen der dafür verantwortlich ist.

  3. 11.

    Union ist halt auch nur ein Fußball Verein und hat auch nur Fans.
    Also nichts außergewöhnliches oder etwas besonderes.
    Ein Verein von 17 anderen mehr auch nicht .

  4. 10.

    Stuttgart hat schon fürs erste Relegationsspiel eine Strafe für ähnliches aufgedrückt bekommen. Trifft regelmäßig Vereine. Die Frage ist immer, wie Vereine reagieren. Und da hat Union ein falsches Signal gesetzt. Man darf solchen Krawallmachern nicht mit Toleranz begegnen. Zumal sie in der Minderheit sind. Im Publikum sitzen zb auch Kinder. Wollen Sie, dass die durch Pyrotechnik verletzt werden? Wohl kaum. Und alles, was zum Spiel gehört (Anfahrt und Abfahrt auch) ist Sache des des Fußballverbandes.

  5. 9.

    Contra.
    Zu 1. Offensichtlich doch. Zitat "...die ach so coolen Union-Fans machen so etwas asoziales gar nicht..." Zitat Ende. Klingt für mich nach: alle in einen Sack und draufhauen, wird schon den richtigen treffen - in diesem Fall mal nicht, deshalb reagiere ich so darauf und es drängt sich der Gedanke nach Bashing auf.
    Zu 2. Natürlich besteht ein erheblicher Unterschied zwischen den benannten Fehlverhalten - gäbe es eine Möglichkeit, dem zu 100% beizukommen, wären wir alle zufriedener- dreist, es ist nicht machbar... Angemessener Lösungsvorschlag?

  6. 8.

    Also ich war dabei,aber die Stuttgarter haben Pyrotechnik nach dem Spiel auf die feiernden Fans geworfen und ich hoffe das dies auch bestraft wird.Das rechtfertigt natürlich nicht das auch unioner auf Menschen gezielt mit pyro werfen das finde ich auch scheisse aber ich finde das nach dem Spiel die feierei auch noch bestraft wird schon blöd wie gesagt das Spiel war zu Ende und da finde ich hat der DFB/dfl nichts mehr mit zu tun

  7. 7.

    1. Ich habe keinen Union-Fan als asozial bezeichnet. Ich habe lediglich das Verhalten einiger "Anhänger" als asozial bezeichnet.
    2. Zwischen Gehwegparken und Personen mit Pyrotechnik beschießen gibt es meiner Meinung nach einen erheblichen Unterschied.
    3. Hat mit "Union-Bashing" nichts zu tun
    4. Gehirn ist eingeschaltet, ganz im Gegensatz offensichtlich zu den Gehirnen (falls vorhanden) der Übeltäter.
    5. Ebenfalls schönes WE

  8. 6.

    An die Foristen 1 bis 4
    1. DIE "bösen" Union-Fans gibt es nicht! Wir sind alle unterschiedlich, mich nervt jegliche Art von Pyro auch - ich verbitte mir also, mich als "asozial" zu bezeichnen - vor dem Schreiben bitte mal Gehirn einschalten...
    2. Niemand "darf" Pyrotechnik mit ins Stadion bringen oder wird gar dazu ermutigt - aber: auch kein Auto darf auf dem Radweg parken, kein Radfahrer darf auf den Fußweg - und dennoch passiert es, weil es trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden kann (Und ich finde ALLE diese Beispiele NICHT gut!)
    Und 3. Glaubt wirklich irgend jemand ehrlich, daß es bei egal welchem anderen Verein in vergleichbarer Situation anders abgelaufen wäre?? Macht Euch nicht lächerlich...und wenn es nur um altbekanntes Union-Bashing geht - es wird langsam langweilig...
    Ein schönes Wochenende für Euch alle!

  9. 5.

    Die Aussage des Vereins ist völlig daneben. Zwar hat jeder Verein hat solche Fans und die Allgemeinheit muss mit Ihnen klarkommen, jedoch wäre es Aufgabe des Vereins, die wenigen nicht auch noch quasi in Schutz zu nehmen bzw. ihre Handlungen zu verharmlosen. Aber auch das machen Vereine regelmäßig. Warum auch immer. Schließlich ist der Großteil der Fans nicht so, da sollte man doch eher die schwarzen Schafe mal als solche titulieren. Mit dem offenbar witzig gemeinten Spruch rechtfertigt der Verein die Täter. Schade.

  10. 4.

    Bei Union ist man anscheinend auch noch stolz auf das kriminelle Fehlverhalten der eigenen Fans. Hier kann man sich nur fremdschämen.

  11. 3.

    "Im Zuge dessen begaben sich Berliner Zuschauer vor den Stuttgarter Block und warfen beziehungsweise schossen gezielt mindestens vier Bengalische Feuer und eine Feuerwerksrakete in den Zuschauerbereich". Ich dachte doch glatt, die ach so coolen Union-Fans machen so etwas asoziales gar nicht...

  12. 2.

    Also das die Fans nach dem Schlusspfiff aufs Feld gehüpft sind finde ich noch irgendwo ok. Immerhin war der Aufstieg eine Sensation und sollen sie sich doch mit den Spielern freuen.
    ABER...Pyrotechnik abfackeln und bewusst auf Menschen zielen geht gar nicht. Ich kann es sowieso nicht verstehen, dass Leute mit Pyrotechnik überhaupt ins Stadion gelassen werden.
    Wie "Onkel Tom" schon richtig sagte, zu Silvester machen sich alle ins Hemd bei Feuerwerk, aber beim Fußball ist das alles schön. Es wird sich kurz mal wieder darüber aufgeregt wenn der halbe Platz im Nebel/Qualm liegt, aber was dagegen getan wird trotzdem nicht.

  13. 1.

    Dann ist die Summe zu gering. Ich meine, wir veranstalten zum Jahreswechsel ein medialen Aufwand und beschweren uns darüber mit Feuerwerkskörpern beworfen zu werden, aber hier sei es völlig in Ordnung wenn man schwere Verletzungen billigend in Kauf nimmt. Das ist einfach nur asoziales Verhalten.

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