Traf - laut Twitter-Account von Celta Vigo - im Geheimtest gegen die Spanier: Sebastian Polter. / Bild: imago/Bernd König
Video: Abendschau | 06.07.2019 | Christian Dexne | Bild: imago/Bernd König

Saisoneröffnung bei Union - Polter trifft zuerst im neuen Trikot

Union Berlin startet in die Vorbereitung auf das Projekt Klassenerhalt mit einem riesigen Kader. So konnte Trainer Urs Fischer trotz einiger Abwesenden im ersten Testspiel gegen Bröndby zwei komplette Mannschaften aufbieten.

Ganz schön voll dürfte es am Samstagvormittag in der Umkleide von Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin gewesen sein. Das Fotoshooting der Deutschen Fußball Liga (DFL) stand auf dem Programm und so mussten auch die Profis zum ersten Mal nach der Sommerpause bei ihrem Arbeitgeber erscheinen, die gerade eigentlich noch im Urlaub sind.   

Union Berlins Mannschaft für die Saison 2019/20. Bild: imago/Contrast
Ganz schön voll hier: Der aktuelle Kader von Union Berlin. | Bild: imago/Contrast

Gut möglich, dass die Hälfte der alteingesessenen Profis sich in der Kabine erstmal einem neuen Sitznachbarn vorstellen mussten, denn Union-Manager Oliver Ruhnert ist in den letzten Wochen kräftig auf Einkaufstour gegangen. Ganze 34 Profis stellten sich zum Mannschaftsfoto im neuen, gänzlich in rot gehaltenen Trikot auf. Einer fehlte da sogar noch, Stürmer Suleiman Abdullahi ist wegen Problemen mit seinem Pass noch in seiner nigerianischen Heimat.

2:1-Testspielsieg gegen Bröndby

Dafür begrüßten die Berliner bei ihrer anschließenden Saisoneröffnung im Stadion an der Alten Försterei auch die prominenten Neuzugänge Neven Subotic und Christian Gentner, die zusammen die Erfahrung von vier Deutschen Meisterschaften nach Köpenick bringen und erst in den vergangenen Tagen verpflichtet wurden. Einen kleinen Witz konnte sich Neven Subotic mit Blick auf den vollen Rasen am Rand des Fototermins nicht verkneifen: "Momentan haben wir über 30 Spieler im Kader, das heißt dem Team traue ich auch zwei Saisons gleichzeitig zu", sagt er lachend.

Der Abwehrspieler gehört zu den Neuzugängen, die besonders euphorisch von den mehr als 12.000 Fans begrüßt wurden, dabei stand er im anschließenden Test gegen Bröndby noch gar nicht auf dem Platz. Beim lockeren und lange Zeit wenig spektakulären Aufgalopp durften sieben der 14 Neuzugänge mitspielen. Union gewann das Spiel durch Tore von Sebastian Polter und Joshua Mees mit 2:1 (0:0). Urs Fischer wechselte in der Halbzeit einmal komplett durch.  

In der Startelf feierten die Neuzugänge Anthony Ujah, Marius Bülter, Julius Kade, Robert Andrich, Moritz Nicolas und Keven Schlotterbeck ihr Debüt. Die einzige Chance vor der Pause vergab Julius Kade nach gut 20 Minuten. Nach dem Seitenwechsel stand in Florian Flecker nur noch eine Neuverpflichtung auf dem Platz. Das Angriffsspiel der Berliner wirkte nun flüssiger und so kamen Sebastian Polter (63. minute) und Joshua Mees (90. Minute) zu sehenswert herausgespielten Toren. Paulus Arajuuir erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Bröndby. 

Fans und Spieler glauben an den Klassenerhalt

"In der Summe war es eine gute Leistung", sagte Trainer Urs Fischer. Auch wenn das Spiel zu Beginn der Vorbereitung noch wenig aussagekräftig war, war einen Monat vor Saisonstart auch bei den Fans schon die Euphorie auf die neue Spielzeit spürbar. Die Prognosen unter den Fans gingen am Samstag von "auf jeden Fall Klassenerhalt" über "sowas wie Düsseldorf (Anm. d. Red: Platz 10) können wir auch schaffen" bis hin zu "mein Traum wäre Europa League". Dafür hatte auch Oliver Ruhnert mit seinen Transfers gesorgt, die ihm nicht nur bei den Fans Respekt verschafft haben.

"Ich glaube, dass wir in der Mannschaft einerseits Erfahrung haben und andererseits viele junge Burschen, die auch gute Qualität haben", sagte Neven Subotic. "Wir sind alle zum Arbeiten hier, das wird auch die Stärke sein, die uns befähigt in der ersten Liga zu bleiben."

Christian Gentner (links) und Neven Subotic im Trikot des 1. FC union Berlin. Bild: imago/Bernd König
Prominente Neuzugänge: Christian Gentner (links) und Neven Subotic.Bild: imago/Bernd König

Gentner freut sich auf die Stimmung

Auch Christian Gentner sieht Union eigenen Worten zufolge "gut aufgestellt, um die Liga halten zu können." Der ehemalige Stuttgarter war vor wenigen Wochen noch als Spieler des VfB im Stadion an der Alten Försterei aus der Bundesliga abgestiegen. Nun sagte am gleichen Ort, er freue sich auf die Stimmung in Köpenick: "Ich musste es da zu meinem Leid erleben und jetzt hoffe ich, dass wir im Laufe der Saison hier häufig eine derartige Stimmung erleben können."

Union startet am 17. oder 18. August mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig in seine erste Bundesligasaison. In der kommenden Woche beginnen die Berliner zunächst ihr  Trainingslager in Österreich. Zwischen dem 8. bis 18.7. wird Union dort auch drei Testspiele absolvieren, gegen den SV Ried, Blau-Weiß Linz und First Vienna FC.

Ganz in rot in die Bundesliga

Sendung: Abendschau, 06.07.2019, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Super!
    Berlins neuer Fußballclub Nr. 1.

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