Georg Klein feiert nach einem Spiel mit den Fans der BR Volleys. Quelle: imago images/Bernd König
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Interview | Mittelblocker Georg Klein - "Die Vorfreude ist groß, es kribbeln schon die Hände"

Die BR Volleys sind mit nur vier Spielern in die Saisonvorbereitung gestartet. Viele Profis sind noch für ihre Nationalmannschaften im Einsatz. Mittelblocker Georg Klein steht seinem Trainer schon wieder zur Verfügung und ist bereits voller Vorfreude auf die neue Saison.

rbb|24: Im Volleyball spielt man normalerweise sechs gegen sechs. Zum Trainingsauftakt sind Sie nur vier Spieler. Ist da überhaupt ein richtiges Training möglich?

Georg Klein: Es ist schon komisch, mit so wenigen Leuten in die Vorbereitung zu starten. Am Anfang liegt der Fokus aber sowieso hauptsächlich auf dem athletischen Bereich und der Ballgewöhnung. Deshalb ist es schon okay, wir können uns auf unsere individuellen Stärken konzentrieren. Wir haben zwei Trainer für nur vier Spieler, das wird schon sehr intensiv. Da kann man sich nicht mal eben für ein paar Minuten rausnehmen (lacht).

Wie schwierig ist es, sich nach der Sommerpause wieder für eine so lange Saison zu motivieren?

Das ist eigentlich gar nicht so schwierig. Die Monate, in denen jetzt kein Volleyball war, habe ich auch komplett ohne Volleyball belassen. Ich freue mich total, dass es jetzt wieder losgeht. Wir können wieder an den Ball und machen was uns Spaß macht. Da braucht es keine zusätzliche Motivation. Die Vorfreude auf das erste Heimspiel am 15. Oktober in der Max-Schmeling-Halle (gegen die Netzhoppers KW, Anm. d. Red.)  ist groß – da kribbeln schon die Hände.

Sie sagen, Sie haben komplett auf Volleyball verzichtet. Ist es wichtig, nach einer langen Saison mal den Kopf frei zu bekommen?

Für mich persönlich ist das sehr wichtig. Nach der Saison mal komplett abzuschalten und andere Sachen zu machen. Zusätzlich kommt bei mir noch mein Duales Studium bei der Polizei dazu. Das hat mich täglich von 8 bis 16 Uhr komplett im Griff gehabt. In diesem Sommer hatte ich zudem eine Meniskus-Operation, nach der ich ein ausführliches Reha-Programm absolvieren musste.

Wie in jedem Jahr wurde das Team neu formiert. Einige Spieler haben den Klub verlassen, andere kommen hinzu. Ist es schwierig, sich immer wieder neu aufeinander einzustellen?

Es ist im Volleyball leider normal, dass es eine so hohe Fluktuation gibt. Man gewöhnt sich mittlerweile daran. Eigentlich ist es auch ganz schön, man lernt dadurch einfach jedes Jahr neue Leute kennen. Teilweise entwickeln sich so Freundschaften fürs Leben.

Sie gehen als Meister in die Saison – was sind in dieser Spielzeit ihre Ziele?

Die Meisterschaft ist wieder das Ziel – ganz klar. In dieser Saison ist unsere Stamm-Sechs so geblieben wie im letzten Jahr, das heißt wir sind viel eingespielter als noch in der letzten Spielzeit. Wir haben nicht die Ausrede wie im letzten Jahr, uns erst finden zu müssen. Es gilt also, von Anfang an im Pokal und in der Liga Druck zu machen und erfolgreich zu sein.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Jonas Schützeberg für das rbb Fernsehen. Es handelt sich um eine redigierte Fassung.

Sendung: rbbUM6, 20.08.19, 18:00 Uhr

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