Die neue Bobanschubstrecke in Potsdam. / rbb
Video: rbbUM6 | 13.08.2019 | Simon Wenzel | Bild: rbb

Für 643.000 Euro - Neue Bob-Anschubstrecke in Potsdam eröffnet

Neun Monate wurde gebaut - nun ist sie fertig: In Potsdam ist am Dienstag die neue Anschubstrecke für die Bobfahrer eröffnet worden. Die Bahn am Olympiastützpunkt im Luftschiffhafen ist gut 90 Meter lang und hat 643.000 Euro gekostet.

Bisher waren weite Fahrten nötig

Für die Bob-Anschieber in der brandenburgischen Landeshauptstadt ist die Strecke ein Meilenstein. "Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten so viele Medaillen-Gewinner und Nationalmannschafts-Athleten aus Potsdam gestellt - ohne eine Startstrecke zu haben. Und da wollen wir wieder hinkommen", sagt Kevin Kuske dem rbb. Der 40-Jährige, der selbst als Anschieber zum erfolgreichsten deutschen Bobsportler aller Zeiten wurde, ist Trainer am Olympiastützpunkt. "Potsdam als Bob-Standort ist immer schon da gewesen und wir wollen es jetzt noch ein bisschen mehr ausbauen."

Bisher konnten die Anschieber in Potsdam nur Leichtathletik und Kraft trainieren. Für die Technikübungen in ihrer Sportart mussten sie stundenlange Autofahrten nach Oberhof auf sich nehmen. Jetzt haben sie eine Hightech-Strecke direkt vor der Haustür. Die Anschubstrecke alleine ist 61 Meter lang und weist zwei und acht Prozent Gefälle auf. Es schließt sich der Bremsberg mit 23 Metern Länge bei 22 Prozent Gegengefälle an.

"Das nährt die Medaillenhoffnungen"

Die neue Anlage wird gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (385.800 Euro), dem Sportministerium des Landes Brandenburg (192.900 Euro) sowie der Stadt Potsdam (64.300 Euro) finanziert, heißt es in der Erklärung des brandenburgischen des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.

Die Strecke soll hauptsächlich von Bundeskadern wie Eric Franke, Christian Poser und Philipp Wobeto genutzt werden - und sich im besten Fall konkret in sportlichen Erfolgen auszahlen: "Die neue Anschubbahn und der ebenfalls neu errichtete Sprinthang werden zweifelsohne zum weiteren Leistungsaufbau von Spitzenathletinnen und Spitzenathleten im Bobsport-Kader beitragen", wird Sportministerin Britta Ernst zitiert - und: "Das nährt die Medaillenhoffnungen zu den Winterspielen Februar 2022 in Peking."

Sendung: rbbUM6, 13.08.2019, 18 Uhr

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