Hertha BSC bejubelt das 1:0 durch Vladimir Darida. / imago images/Jan Huebner
Video: Abendschau | 11.08.2019 | Simon Wenzel | Bild: imago images/Jan Huebner

DFB-Pokal | 5:1-Sieg beim VfB Eichstätt - Früher Doppelschlag ebnet Hertha BSC den Weg in Runde zwei

Es war ein gelungenes Pflichtspiel-Debüt für von Ante Covic als Trainer von Hertha BSC: Mit 5:1 gewannen die Berliner in der ersten Runde des DFB-Pokals beim bayrischen Regionalligisten VfB Eichstätt - und das äußerst souverän.

Ante Covic war zufrieden. Sehr sogar. Die leichte Aufregung, die er vor seinem ersten Pflichtspiel als Trainer von Hertha BSC verspürt hatte, war verflogen. "Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Mentalität innerhalb des Mannschaft haben", sagte der 43-Jährige - und: "Wir sind die Sache sehr seriös angegangen. Und stehen deshalb auch verdient in der nächsten Runde."

Es ist ein Urteil, dem nach diesen 90 Minuten in Ingolstadt wohl niemand widersprechen würde. In der ersten Runde des DFB-Pokals besiegten die Berliner am Sonntagnachmittag den VfB Eichstätt mit 5:1 (3:0) - und hatten dabei über weite Strecken keine große Mühe mit dem bayrischen Regionalligisten. Dennoch mahnte Kapitän Vedad Ibisevic: "Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Aber da sind schon viele Dinge, die wir noch verbessern müssen."

Einfacher Darida, doppelter Ibisevic

Elf Minuten waren gespielt, als Covic am Spielfeldrand demonstrativ die Faust ballte - und das erste Mal in einem Pflichtspiel als Hertha-Trainer jubelte. Ondrej Duda hatte die Ecke flach in Richtung Elfmeterpunkt gebracht. Dort stand - ziemlich alleingelassen - Vladimir Darida. Mehr mit dem Schienbein als mit dem Fuß bugsierte der 29-Jährige den Ball über die Linie (11.).

Zuvor hatte Covic gesehen, wie sein Mannschaft zwei brenzlige Situationen überstehen musste. Die Führung für den Underdog? Durchaus möglich! "Wir sind ein bisschen nervös gestartet und haben das ein oder andere zugelassen. Das ist aber im ersten Spiel der Saison normal. Einige Abläufe müssen sich noch verbessern", sagte auch Ibisevic.

Erst war es Jakob Zitzelsberger, der in der siebten Minute aus der Distanz abzog und das Tor von Rune Jarstein nur haarscharf verpasste. Kurz darauf stand der Hertha-Keeper dann erneut im Mittelpunkt. An der Strafraumgrenze klärte er - herausgeeilt aus seinem Kasten - gegen Fabian Eberle. Gebannt war die Gefahr damit noch nicht. Jonas Fries versuchte, den Ball aus der Distanz ins leere Tor zu lupfen - scheiterte jedoch deutlich (8.).

Wir sind ein bisschen nervös gestartet und haben das ein oder andere zugelassen. Das ist aber im ersten Spiel der Saison normal. Einige Abläufe müssen sich noch verbessern.

Kapitän Vedad Ibisevic

Rückenwind durch das 1:0

Doch mit dem 1:0 lief das Spiel nun anders. Zumal es nicht lange bei diesem Spielstand blieb. Gerade einmal eine Minute später legte der Bundesligist nämlich nach - und das mit ansehnlichem Tempo-Fußball. Maximilian Mittelstädt drang mit so viel Turbo über die linke Seite in den Eichstätter Strafraum ein, dass die nur seine Rückansicht sahen, passte zu Vedad Ibisevic und der 35-jährige Stürmer Routinier hatte gar keine Mühe, das 2:0 zu erzielen (12.).

Es war ein Doppelschlag, der früh für klare Verhältnisse sorgte - ja: Der Glaube bei den Hausherren an eine Sensation dürfte spätestens zu diesem Zeitpunkt Geschichte gewesen sein. Die Herthaner dominierten die Partie nun, gaben kaum mal den Ball aus ihren Reihen und ließen keine Gefahr mehr aufkommen. Selbst wurden sie immer wieder gefährlich. So auch in der 31. Minute: Da gelang es Eichstätt zwar im ersten Anlauf, einen Freistoß von Duda zu klären. Doch Darida brachte den Ball erneut in den Starfraum, Marko Grujic leitete per Kopf weiter zu Ibisevic - und der erzielte seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag, an dem die Berliner zunächst ohne Neuzugänge in der Startelf agierten.

Eichstätt gelingt das 1:3

Kurz nach der Pause gelang dem Regionalligisten zwar das 1:3 durch den eingewechselten Julian Klügel. An der souveränen Vorstellung der Herthaner änderte das aber nichts. Im Gegenteil. Salomon Kalou traf zum 4:1 (62.), Alexander Esswein erzielte den 5:1-Endstand (75.).

Es ist wichtiger Rückenwind für das Covic-Team. Denn am Freitag (20:30 Uhr) geht die Bayern-Woche für Hertha BSC weiter - mit einer Aufgabe, die deutlich schwieriger werden dürfte. Im Eröffnungsspiel der Bundesliga wartet der deutsche Meister aus der Landeshauptstadt. Und doch gehen die Berliner sie durchaus selbstbewusst an. "Das wird ein anderes Kaliber. Aber wir sehen uns gut gerüstet", sagte der neue Coach.

Sendung: Abendschau, 11.08.2019, 19:30 Uhr

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