Der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz (2.v.r.) und seine Spieler laufen nach dem mit 0:3 verlorenen Spiel eine Ehrenrunde. (Quelle: dpa/Robert Michael)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.08.2019 | O-Ton Claus-Dieter Wollitz | Bild: dpa/Robert Michael

Energie Cottbus gegen Lok Leipzig - Nach Bayern-Spektakel folgt Topspiel in Leipzig

Die rauschende Pokalnacht gegen den FC Bayern ist in Cottbus schon Geschichte. Der Ligaalltag hat die Mannschaft wieder. Aber Trainer Wollitz hofft, dass das neue Selbstvertrauen Energie auch am Samstag gegen Leipzig helfen wird. Von Andreas Friebel

Das Leuchten in den Augen war auch noch drei Tage nach dem Bayern-Spiel da. Entspannt und zuversichtlich zeigte sich der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie in Leipzig: "Meine Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt. Denn sie hat gegen Weltklassespieler gut agiert." Besonders seine jungen Talente lobte Wollitz ausdrücklich. Dass eine Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 19,4 Jahren so gegen die Bayern mithalten kann, hatte auch der Trainer nicht erwartet. "Es hat richtig Spaß gemacht, diese junge Truppe zu sehen." Doch Wollitz schränkt auch ein: "Diese Spieler können so eine Leistung nicht Woche für Woche bringen. Wir müssen damit rechnen, dass die Jungs auch mal in ein Loch fallen. Das ist normal."

"Das ist ein wichtiges Spiel für uns"

Nur bitte am Samstag bei Lok Leipzig sollte das nicht passieren. "Das ist ein wichtiges Spiel für uns", sagt Wollitz. Er spielt darauf an, dass die Sachsen auch zu den Meisterschaftsfavoriten in der Regionalliga Nordost gehören. Lok hat sieben Punkte, Cottbus sechs Zähler in der Tabelle. Damit der Abstand nicht größer wird, muss mindestens ein Punkt her. "Leipzig ist gut in die Saison gestartet. Sie haben ein gutes Team und sind sehr ausgewogen besetzt", schätzt der Energie-Trainer den nächsten Gegner ein.

Die Startelf könnte sich etwas verändern

Nachdem die Lausitzer am Montag permanent in die Defensive gedrängt wurden, wird die Partie beim Tabellenfünften deutlich ausgeglichener sein. Wollitz wird deshalb auch taktisch umstellen. So tief wie gegen München wird Cottbus nicht spielen. Und auch die Startelf dürfte sich etwas verändern. Obwohl das junge Team überzeugt hat, will er einigen Spielern ein bisschen Erholung verschaffen. "Wir sind gegen die Bayern zusammen insgesamt über 120 Kilometer gelaufen. Das ist ein Topwert. Das hat aber Kraft gekostet." Deshalb können mit Jonas Zickert und Ben Meyer zwei Spieler in die Startelf rutschen, die am Montag nur auf der Bank saßen.

Fehlen wird weiter Routinier Robert Müller. Der Innenverteidiger soll frühestens am kommenden Dienstag zum Landespokalspiel bei Schwarz-Rot Neustadt sein Comeback feiern. Ebenfalls nicht dabei ist Ibrahim Hajtic wegen eines Muskelfaserrisses.

Möglicherweise bekommt der Cottbuser-Mini-Kader nun aber bald seine erhoffte Verstärkung. "Seit dem Pokalspiel hat sich jetzt doch was bewegt", deutete Wollitz am Donnerstag mögliche Neuzugänge an. Am Donnerstag gaben die Cottbuser die Verpflichtung von Außenverteidiger Axel Borgmann bekannt. Der 25-Jährige kommt aus der niederländischen Eredivisie von VVV-Venlo.

Sendung: Antenne Brandenburg | 15.08.2019 | 15:00 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Energie-Spieler Moritz Broschinski am Ball (Quelle: imago images / Steffen Beyer)
imago images / Steffen Beyer

3:2 gegen Meuselwitz - Energie feiert spektakulären Last-Minute-Sieg

Dieses Spiel werden die Cottbuser wohl so schnell nicht vergessen. Gegen Meuselwitz lagen die Lausitzer bereits mit 0:2 zurück und schafften in den letzten Minuten noch den überraschenden 3:2-Sieg, durch den sie auch in der Tabelle einen Sprung machen.