Christopher Trimmel im Testspiel gegen Celta Vigo. Quelle: imago/Bernd König
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Video: rbbUM6 | 10.08.19 | 18:00 Uhr | Philipp Büchner | Bild: imago/Bernd König

Union vor Pflichtspielstart - Endlich wird's ernst

Sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter Union Berlin. Die Mannschaft hatte Zeit, sich auf die neue Saison vorzubereiten, neue Spieler zu integrieren und sich als Team zu formieren. Nun steht der Pflichtspielauftakt an - im DFB-Pokal gegen Halberstadt. Von Jonas Bürgener

Es muss ein wenig ungewohnt sein für die Spieler und Vereinsverantwortlichen bei Union Berlin. Die dritte Liga ist in vollem Gange und auch in der zweiten Bundesliga rollt der Ball bereits seit zwei Wochen. Mit diesen Spielklassen hat Union nun aber nichts mehr zu tun. Für den Neu-Bundesligisten startet die Pflichtspielsaison erst an diesem Sonntag (15:30 Uhr) mit dem DFB-Pokalspiel bei Regionalligist Germania Halberstadt.

Er habe erst festgestellt, dass sein Team gar nicht mehr in der zweiten Liga dabei sei, als er am ersten Spieltag den Fernseher angestellt habe, erklärte Unions Präsident Dirk Zingler zuletzt mit einem Augenzwinkern. Und auch Kapitän Christopher Trimmel verfolgt die zweite Bundesliga weiter. "Ich bin aber auch froh, mal nicht dabei zu sein", sagt der 32-Jährige. Umso größer ist bei den Eisernen die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel dieser so besonderen Saison.

Germania bereits im Rhythmus

"Wir wollen über 90 Minuten ein gutes Spiel zeigen, das ist unsere Anforderung", sagt Trimmel. Doch der Österreicher schiebt direkt eine Warnung an sein mit Neuzugängen gespicktes Team hinterher: "Wir müssen die Herausforderung annehmen, den Gegner respektieren und eine sehr, sehr gute Einstellung haben. Dann wird es klappen".

Germania Halberstadt hat in der Regionalliga Nordost bereits drei Spiele absolviert - vier Zähler hat das Team bereits auf dem Punktekonto. Die Mannschaft von Sven Körner befindet sich also bereits im Spielrhythmus, während Union-Trainer Urs Fischer weiterhin bemüht ist, den großen Kader mit vielen Neuzugängen zu einer Mannschaft zu formen. Die Generalprobe gegen Celta Vigo (0:3) ging zuletzt deutlich verloren.

Neven Subotic vor Pflichtspieldebüt

Fischer ist dennoch zufrieden mit der Vorbereitung seiner Mannschaft: "Wir haben elf Neuzugänge, das ist eine ganz schöne Anzahl. Deshalb ist er für mich das Überraschendste, wie schnell sich diese Spieler bei uns eingefunden haben, wie schnell sie integriert wurden", erläutert Fischer auf der ersten Spieltags-Pressekonferenz der Saison.

Einer der prominentesten Neuzugänge, Neven Subotic, könnte trotz schwieriger Vorbereitungsphase zu seinem Pflichtspieldebüt kommen. Über weite Strecken der Vorbereitung fehlte der zweimalige Deutsche Meister, wird aufgrund der angespannten Personallage in der Innenverteidigung gegen Halberstadt aber wohl in die Mannschaft rücken. Zwar stehen auch Keven Schlotterbeck, Routinier Michael Parensen und Lars Dietz zu Verfügung. Marvin Friedrich (Sperre), Nikolai Rapp (Infekt) und Florian Hübner (Trainingsrückstand) sind für das Spiel in Sachsen-Anhalt aber keine Option.

Subotic, der zuletzt mit einer hartnäckigen Knieverletzung zu kämpfen hatte, ist für Fischer daher mindestens "eine Überlegung" wert. "Neven Subotic konnte wieder eine Woche gut trainieren, natürlich hat er noch einen gewissen Rückstand. Trotzdem spielt Neven in meinen Überlegungen eine Rolle", erklärt der Trainer.

Temporäre Tribüne im Friedenstadion

Ohnehin möchte Fischer gegen Halberstadt nach Möglichkeit die Mannschaft auf das Spielfeld bringen, die auch den historischen Bundesligaauftakt gegen RB Leipzig (18.08., 18:00 Uhr) eine Woche nach dem Pokalduell bestreiten soll. Das Grundgerüst seiner Startelf für das Pokalspiel gegen Halberstadt, werde er auch gegen Leipzig aufstellen, erklärt Fischer.

An einem Gerüst der etwas anderen Art schrauben sie auch bei Germania Halberstadt. Das Friedenstadion wird mit einer temporären Tribünen ergänzt, das Kartenkontingent somit von 5.000 auf 6.000 Tickets aufgestockt. Es ist spürbar, dass die Partie gegen den Neu-Bundesligisten für Germania Halberstadt eine besondere ist. 

Doch auch Union Berlin kann sich wie gewohnt auf eine lautstarke Unterstützung freuen. Die Eisernen werden in Halberstadt von fast 2.000 Unionern begleitet. Die Vorfreude bei den Köpenickern auf diese historische Saison ist riesig. Es wird Zeit, dass es endlich los geht - wenn auch etwas später als in den vergangenen Jahren.

Sendung: rbb24, 11.08.19, 21:45 Uhr

Beitrag von Jonas Bürgener

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