Christopher Lenz im Zweikampf mit Leipzigs Mukiele (Quelle: imago images / Bernd König)
Audio: Inforadio | 18.08.2019 | Lars Becker | Bild: imago images / Bernd König

0:4 gegen Leipzig - Kalte Dusche für Union bei der Bundesliga-Premiere

Das historische erste Bundesligaspiel ist für den 1. FC Union Berlin mit einer klaren Niederlage zu Ende gegangen. Mit 0:4 unterlagen die Eisernen im Stadion An der Alten Försterei gegen RB Leipzig - und offenbarten dabei große Abwehrschwächen.

Das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte würden die Fans des 1. FC Union Berlin zumindest aus sportlicher Sicht wohl am liebsten schnell wieder vergessen. Mit 0:4 (0:3) unterlagen die Eisernen am Sonntagabend RB Leipzig, weil sie besonders in der Defensive zu fehleranfällig auftraten.

Guter Start trotz Stimmungsboykott

Während die Union-Anhänger im Stadion zu Spielbeginn aus Protest gegen den Gegner 15 Minuten lang schwiegen, starteten die Spieler gut in die Partie. Und so ging die erste Offensivaktion auf das Konto der Köpenicker: Robert Andrich (8.) kam im Strafraum an den Ball, sein Schuss blieb jedoch an der Leipziger Abwehr hängen.

Von der Offensive der Gäste war zunächst wenig zu sehen, denn das Team von Trainer Urs Fischer unterband schon ab der Mittelhöhe die Angriffsversuche des Gegners.

Leipzig geht früh in Führung

Doch ausgerechnet als die Union-Anhänger gerade ihr Schweigen gebrochen hatten und das Stadion An der Alten Försterei zum Beben brachten, trafen die Leipziger mit der ersten echten Chance des Spiels zur Führung. Und bei diesem ersten Bundesliga-Gegentor sah die Abwehr der Eisernen alles andere als gut aus. Marcel Halstenberg (16.) stand mutterseelenallein im Strafraum und schlenzte den Ball unhaltbar für Keeper Rafael Gikiewicz ins rechte obere Eck.

Nur wenige Minuten später jubelten die Leipziger schon wieder. Doch weil Yussuf Poulsen den Ball unmittelbar vor dem Treffer von Lukas Klostermann (23.) mit der Hand angenommen hatte, zählte der Treffer nicht.


 

Union fehleranfällig - Leipzig eiskalt

Berlins Defensive wirkte völlig überfordert. Verschont blieben die Unioner, die mittlerweile im strömenden Regen spielten, dennoch nicht. Nach einem schlechten Abschlag von Gikiewicz legte Marcel Halstenberg den Ball an der Strafraumgrenze quer zu Marcel Sabitzer (31.), der ihn per Direktannahme mit voller Wucht im Tor versenkte. Nur zwei Minuten später leistete sich das Team von Urs Fischer den nächsten Fehler im Spielaufbau, doch die Latte verhinderte Schlimmeres. Timo Werner (43.) traf noch vor der Pause zum 3:0.

Leipzig vergibt weitere Chancen

Auch nach der Pause machten die Gäste schnell klar, dass sie ihre Führung keineswegs nur verwalten wollten. Timo Werner (49.) hatte das 4:0 bereits auf dem Fuß, doch Gikiewicz war zur Stelle.

Machtlos war der Pole dann allerdings gegen Christopher Nkunku (69.). Die Leipziger Offensivriege spielte sich im Strafraum unbedrängt den Ball zu und der eingewechselte Franzose schob den Ball schließlich zum 4:0 über die Linie.

Weil die Gastgeber den Sachsen auch in der Schlussphase zu viel Platz ließen, kamen diese noch zu zahlreichen guten Gelegenheiten. Ein Tor aber fiel nicht mehr - und so blieb den Berlinern bei ihrer Bundesliga-Premiere eine noch höhere Niederlage erspart.

Sendung: rbb UM6, 18.08.2019, 18 Uhr

Eindrücke vom ersten Bundesliga-Spieltag der "Eisernen"

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27 Kommentare

  1. 27.

    Ach Bülter, hast Du gestern eigentlich mitgespielt? Ich habe die "Heulsuse" garnicht wahrgenommen. Die 1. Bundesliga ist halt doch eine Nummer zu groß für Dich. Wie mag es sich wohl anfühlen, zweimal hintereinander abzusteigen, denn der letzte Platz ist schon reserviert, nur für euch Unioner.

  2. 26.

    Worum ich mich kümmere und worum nicht überlassen Sie bitte mir. Ich finde es bemerkenswert wer sich alles erdreistet anderen Leuten den Mund verbieten zu wollen.

  3. 25.

    Och, richtige Kritik akzeptiere ich schon - aber nicht so ein unreflektiertes Gemaule a´la : Die sind ja doof, die verraten ihre Mannschaft und gehören wieder in die Zweite Liga... Das geht meilenweit am eigentlichen Thema vorbei und klingt für mich nur nach Boshaftigkeit. Aber wer´s braucht...

  4. 24.

    PS. Mal irgendwo die neuesten Nachrichten aus Osnabrück gelesen? Höchsten Respekt meinerseits! Die Fans dort haben es verstanden - und am Ende kommen auch die Meckerer und Zauderer in den Genuß einer positiven Veränderung...die nehmt ihr dann doch gerne mit, oder wollt ihr weiter am Montagabend durch die halbe Republik zu Auswärtsspielen fahren??

  5. 23.

    „wer sich so alles über weitgehend interne Probleme eines anderen Vereins das Maul zerreißt“. Wer im Glashaus sitzt... Über RB herziehen aber Kritik an Union nicht akzeptieren.

  6. 22.

    Und, Kollege Stechbein, im Stadion gewesen? Das GANZE Spiel im Bezahlfernsehen geguckt? Oder doch nur mit anderen Schlaumeiern gemeinsam abgelästert (mit Informationen aus zweiter Hand)?
    Eine mögliche Verunsicherung kam bestimmt nicht durch den Protest, nicht vorher und nicht während des Spiels (alle Tore fielen NACH der 15. Minute)! Was danach kam, kann man nur verstehen, wenn man dabei war - mangelnder Support sieht anders aus...aber was rede ich. -- Ich finde es hingegen sehr bemerkenswert, wer sich so alles über weitgehend interne Probleme eines anderen Vereins das Maul zerreißt - schön, die Medienleute kriegen dafür ihr Geld , aber unbedarfte Privatpersonen? Am Besten, Sie sagen einfach nichts mehr, gehen zu - ja wem eigentlich? - und kümmern sich in Zukunft wieder um Ihre Belange.
    Danke.

  7. 21.

    Sie haben es ganz gut kommentiert. ich fühle mich zzt. eher so, als ob die Unionfans scih von alle anderen abgrenzen wollen. Daher ist die Freude, nun mit zwei Vereinen in der BL zu sein, wieder weg. Jemand, der alle anderen so ausgrenzt, kann ich nicht gut finden.

  8. 20.

    Sie machen mir Spaß: Von Liebe und Freundschaft zu einem Verein schwafeln und diesen dann im Stich lassen. Das ganze vorherige Bohei um den Boykott hat die Mannschaft verunsichert, das konnte ein Blinder sehen.

  9. 19.

    Ich hatte mich riesig gefreut, das Union ernsthaft die Chance hatte aufzusteigen. Habe mir, als Hertha Fan, die letzten Spiele alle angeschaut und mitgefiebert. In Berlin sollten wir, bei aller Rivalität, uns gegenseitig alles gute wünschen, so jedenfalls mein Verständnis. Die Relegation war Nervenzerreißend, hat aber wunderbar geklappt, alle sind Happy gewesen. Dann wurde mir etwas komisch, als die Rede von Klassenkampf aufkam (nicht von den Spielern). Ich dachte ich spinne als ich das gelesen habe. Jetzt der Boykott gegen RB Leipzig. Ich habe mich gefragt, ob das jetzt das wichtigste für Union ist, beim ersten Spiel, das alte, schon einmal durchgekaute Thema, wieder aufzumachen. Das, was derzeit auf den Transfermarkt passiert ist Wahnsinn, eigentlich noch viel schlimmer. Darüber müssten man sich, Liga Übergreifend und international, echauffieren. RB ist dagegen noch harmlos.

  10. 18.

    Es werden noch ganz andere Truppen gegen Rübenbrause verlieren... Und an alle, die es immer noch nicht begriffen haben: die Niederlage hatte NICHTS mit dem Protest gegen das "Vereinskonstrukt" Red Bull zu tun - und an die, die immer wieder von ihrer eigenen Gehässigkeit zerfressen werden: Habt ihr IRGENDEINEN Verein / Freundschaft / Liebe, zu dem ihr auch in schwierigen Momenten steht, oder schlagt ihr euch immer ganz opportunistisch auf die Seite der Erfolgreichen und "Schönen"? Sein Fähnchen in jedes laue Lüftchen hängen ist wahrlich einfach - offensichtlich wird es in diesem Land zur Normalität...traurig, traurig.

  11. 17.

    Es geht immer weiter.Das war sicher in der Höhe ganz schön herb,aber RB hat eben Klasse.
    Union hätte sich im Vorfeld mehr auf den Gegner als auf Stimmungsboykott-Endlosdiskussionen konzentrieren sollen!!
    Und:Union hat durch diesen Unfug die erste Viertelstunde schön verschenkt.
    An die Hertha-Fans:seit doch einfach froh,dass die Hauptstadt endlich mal wieder 2Klubs oben hat!

  12. 15.

    Das kommt davon, wenn man sich so gibt und RB belehren will mit Schweigen. Da freut es mich, dass RB eine klare Antwort gibt. Bundesliga ist eben auf Leistung und nicht nur auf Feiern und Spaß haben ausgelegt.

  13. 14.

    ...Jeder hat mal klein Angefangen...und wer solche Fan's im Rücken hat, der hat schon gewonnen.
    Augen zu und durchstarten...Übung und ein wenig mehr eisern...dann klappt das schon. U. N. V. E. U.
    Ich bin stolz eben Bärlina zu sein.

  14. 13.

    Aroundtown 0 - Red Bull 4

    Schönes Ergebnis. Harmlose Brause hat gewonnen gegen gefährliche Heuschrecke. Bitte mehr von solchen Ergebnissen.

    Als Unioner tät ich mich ja schämen für den eigenen Hauptsponsor ... und würde eher den boykottieren ...

  15. 12.

    Na Gott sei dank. Husch husch zurück in die 2.Liga.
    U.N.V.S.U.

  16. 11.

    1. Spieltag ! Na,und.
    Krone richten,weiter geht's.

  17. 10.

    Ok, Bundesliga-Premiere verhauen gegen RB Leipzig. Aber was für eine Stimmung nach Abpfiff. Minutenlang noch gefeiert. Wir sind Union.

  18. 9.

    Was hier teilweise für gehässige und schadenfreudige Kommentare abgegeben wurden. Meine Güte ... kommt mal klar mit Euch selbst. UNVEU!

  19. 8.

    Das war zu erwarten, dass RB für Union eine Nummer zu groß ist, aber dennoch solte Union den Kopf oben lassen, es gibt auch schwächere Gegner in der "Ersten"!

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