Die Mannschaft des FC Viktoria 1889 Berlin nach dem Sieg im Landespokal am 25.05.2019 (Quelle: imago-images/Matthias Koch)
Bild: imago-images/Matthias Koch

DFB-Pokalspiel gegen Bielefeld - Die Viktoria glaubt an ihre Chance

Am Samstag tritt Viktoria Berlin in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Arminia Bielefeld an. Der Regionalligist hofft gegen die zwei Klassen höher spielenden Gäste auf eine Überraschung und setzt dabei auf die Unterstützung der Berliner.

Wenn die Mannschaft von Viktoria Berlin am Samstag (15.30 Uhr) in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark einlaufen wird, werden bei Marcus Hoffmann sicherlich gute Erinnerungen aufkommen. "Das letzte Spiel war erfolgreich", sagt der Kapitän und meint damit den Sieg im Finale des Berliner Landespokals gegen TeBe.

Mit genau diesem Sieg qualifizierte sich der Regionalligist auch für die nun anstehende Erstrunden-Pokal-Begegnung im gleichen Stadion gegen Arminia Bielefeld.

Bisher 5.000 Tickets verkauft

"Ich glaube schon, dass wir bereit sind und mit einem Sieg rechnen können", gibt sich Trainer Benedetto Muzzicato selbstbewusst. Der 40-Jährige ist überzeugt: "Meine Mannschaft ist in der Lage, auch höherklassige Gegner zu stressen."

Ein Wunschlos sind die Bielefelder für die Berliner aber nicht, denn der Zweitligist ist eben nicht so ein prestigeträchtiger Verein wie der FC Bayern München oder Borussia Dortmund. Ein ambitioniertes Ziel hat sich der Regionalligist dennoch gesetzt. 20.000 Zuschauer wollen sie ins Stadion locken. Für ihre Mission setzt Viktoria auf schlagkräftige Unterstützung: Boxer Arthur Abraham wirbt für die Partie, auch MMA-Weltmeisterin Julia Dorny haben sich die Berliner ins Boot geholt. Verkauft wurden bisher 5.000 Tickets.

Zuschauer sollen "extra Push" bringen

Und die Unterstützung dieser Zuschauer brauchen die Berliner am Samstag auch. "Wenn man dann David ist und das Stadion hinter sich hat, ist das auf jeden Fall ein extra Push", sagt Kapitän Marcus Hoffmann. Das eine oder andere Tor traut der 31-Jährige seiner Mannschaft zu.

"Wir glauben natürlich schon an unsere Chance. Es sind zwei Klassen Unterschied und dessen sind wir uns bewusst, da gehen wir auch mit einer gewissen Demut ran", so der Kapitän. "Aber als Unterklassiger hat man ja nichts zu verlieren. Es spielt sich ja doch etwas einfacher als für den Favoriten, der hier gewinnen muss. Wir hoffen, dass wir das so lange wie möglich offen halten können."

"Im Grunde genommen ist es sehr, sehr schwer"

Dass die Nordrhein-Westfalen nur mit viel Leichtigkeit und einem Quäntchen Glück zu schlagen sind, weiß aber auch Trainer Muzzicato. "Du denkst halt als ambitionierter Regionalligist: 'Da kommt ein Zweitligist und das ist vielleicht ein Vorteil, weil es eben nicht Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Schalke ist.' Aber im Grunde genommen ist es schon sehr, sehr schwer."

Zu verlieren haben die Berliner in dieser Begegnung dennoch nichts. Im Gegenteil: Die Pokal-Einnahmen kommen dem Club, der in der vergangenen Saison Insolvenz anmelden musste gerade recht. Und dennoch hätten Marcus Hoffmann und sein Team sicherlich nichts dagegen, wenn sie den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark auch diesmal wieder als Sieger verlassen würden.

Sendung: rbb UM6, 08.08.2019, 18 Uhr

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