Der Berliner Jacob Schopf (links) im Kajak-Zweier mit Max Hoff. / imago images/Aleksandar Djorovic
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Video: rbb24 | 25.08.2019 | Christian Dexne | Bild: imago images/Aleksandar Djorovic

Kanu-WM in Szeged - Schopf und Rauhe jubeln über Gold, Brendels Serie reißt

Der deutsche Kajak-Vierer der Männer um den Potsdamer Ronald Rauhe hat am Sonntag bei der Kanu-WM zum dritten Mal in Folge Gold gewonnen. Auf der 500-Meter-Distanz ließ das Flaggschiff des Deutschen Kanuverbandes im ungarischen Szeged die Teams aus Spanien und der Slowakei hinter sich. Zuvor hatte bereits der Berliner Jacob Schopf mit Olympiasieger Max Hoff aus Essen den Titel im Kajak-Zweier über die doppelte Distanz gewonnen.

Einen Dämpfer musste hingegen Sebastian Brendel hinnehmen. Der 31-jährige Titelverteidiger aus Potsdam ging über 1000 Meter im Canadier-Einer leer aus. Der langjährige Dominator landete nur auf dem vierten Rang. Es war das erste Mal überhaupt seit 2014, dass er ein großes Rennen auf der olympischen Canadier-Distanz verlor.

16. WM-Titel für Rauhe

Für Rekordweltmeister Rauhe war es der insgesamt 16. WM-Titel. Er untermauerte mit Max Rendschmidt, Tom Liebscher und Max Lemke die Ambitionen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Weniger erfreulich verlief das Rennen für den Vierer der Frauen. Das Quartett mit der Potsdamerin Franziska John landete mit über vier Sekunden Rückstand auf die siegreichen Ungarinnen nur auf Rang sechs.

Hoff und Schopf unterstrichen derweil im Kajak-Zweier mit der Gold-Medaille gleich ihre Qualität. Und das, obwohl sie erst seit Mai in einem Boot sitzen. Wegen des großen Altersunterschieds - Schopf ist 20, Hoff 36 Jahre alt - hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) den Zweier "Generationenboot" getauft. Schopf nennt Hoff mit einem Augenzwinkern gerne seinen "Daddy".

Brendel ist enttäuscht

Sebastian Brendel musste auf seiner Paradestrecke dem Brasilianer Isaquias Queiroz, Tomasz Kaczor aus Polen und dem Franzosen Adrien Bart den Vortritt lassen. Am Ende fehlten dem Potsdamer, der zur Halbzeit des Rennens noch in Führung lag, fünf Hundertstelsekunden auf Bronze. Der Potsdamer verpasste damit den fünften WM-Titel in Serie auf der olympischen Canadier-Distanz. "Die Enttäuschung ist riesengroß. Ich hatte mir auf jeden Fall eine Medaille vorgenommen und das nicht erreicht. Die Bedingungen waren fair, daran lag es nicht. Am Ende hat ein bisschen gefehlt", sagte der 31-Jährige dem Sport-Informationsdienst (SID).

Auf der nicht-olympischen Strecke über 5.000 Meter siegte Brendel dagegen zum Abschluss und sicherte sich auf der Marathon-Distanz den sechsten Titel in Folge. Außerdem gewann die Potsdamerin Tabea Medert über dieselbe Strecke im Kajak-Einer die Silbermedaille.

Sendung: rbb UM6, 25.08.2019, 18 Uhr

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