Zusammen gegen die Sorgen: Energie Cottbus. / imago images/Metodi Popow
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Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt - Berappelt sich der Cottbuser Mini-Kader wieder?

Energie Cottbus ist doch schneller in der Regionalliga-Realität angekommen als gehofft. Das 2:5 bei Hertha II hat viele Baustellen gezeigt. Die größte ist der weiterhin kleine Kader. Doch Trainer Claus-Dieter Wollitz sieht auch hoffungsvolle Signale. Von Andreas Friebel

Die Niederlage in Berlin sei "eine sportliche Enttäuschung gewesen", machte Claus-Dieter Wollitz am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Erfurt (Sonntag, 13:30 Uhr) klar. Das Abwehrverhalten müsse "dringend verbessert werden", forderte der Trainer der Lausitzer - betonte aber zugleich auch, dass er beim 2:5 auch Dinge gesehen hat, auf die aufgebaut werden kann. Die Einstellung seiner Spieler, mit der sie nach dem 0:2 das 2:2 schafften, habe ihm gefallen, so Wollitz.

Hajtic für die Achillesferse Abwehr

Immerhin gibt es für die Achillesferse Abwehr einen Neuzugang. Ibrahim Hajtic kam zu Wochenbeginn von Drittligist Würzburg. Der 21-Jährige soll die Lücke schließen, die mit dem Abgang von Leon Schneider nach Köln entstanden war. "Wir bekommen einen sehr talentierten Spieler, den wir weiterentwickeln wollen." Wollitz wird seinen Neuzugang am Sonntag gegen Erfurt erstmals einsetzen.  

Weitere positive Nachrichten gibt es vom Transfermarkt für Cottbus nicht. Zwar gab es auch in dieser Woche einige Gespräche. Die Hoffnung, dass daraus etwas wird, sei aber "gleich null", so Wollitz. Je näher aber das Ende der Transferfrist rückt (2. September), desto mehr Bewegung dürfte in den Spielermarkt kommen.

Improvistion gefragt

Nach dem Pokalkracher gegen Bayern München (12. August) hofft der Cottbuser Trainer auf weitere Zusagen. Bis dahin muss weiter improvisiert werden. 15 Feldspieler plus zwei Torleute stehen ihm aktuell zur Verfügung. Dass der wochenlang verletzte Routinier Robert Müller auch am Sonntag fehlen wird, ist eine Schwächung für die Lausitzer.

Erfurt hat sich in dieser Saison erneut entschieden, einen Umbruch durchzuführen. Die halbe Mannschaft wurde getauscht. Als Team zusammenzuwachsen braucht Zeit.

Claus-Dieter Wollitz

Wirklich sorgenfrei ist aber auch Sonntags-Gegner Erfurt nicht. Das Team des ehemaligen Bundesliga-Stürmers Thomas Brdarić hat nach zwei Spieltagen erst einen Punkt geholt. Gegen Liga-Favorit Lok Leipzig erkämpften die Thüringer unter der Woche ein 2:2. "Erfurt hat sich in dieser Saison erneut entschieden, einen Umbruch durchzuführen. Die halbe Mannschaft wurde getauscht. Als Team zusammenzuwachsen braucht Zeit", schätzt Wollitz die Lage beim Konkurrenten ein.

Rund 7.000 Zuschauer erwartet

Obwohl es bei beiden Teams noch nicht rund läuft, ist das Interesse an diesem Ost-Duell recht groß. Etwa 7.000 Zuschauer werden am Sonntag im Stadion der Freundschaft erwartet, darunter 1.000, die aus Thüringen anreisen. Die werden dann ganz genau hinschauen müssen, um nicht für das falsche Team zu jubeln. Weil in Erfurt die Auswärtstrikots noch nicht da sind, dürfen die Gäste ausnahmsweise in ihren rot-weißen Heimtrikots auflaufen. Die sonst in Rot und Weiß spielenden Cottbuser ziehen stattdessen ihre blauen Auswärtsleibchen an.

Sendung: rbb UM6, 04.08.2019, 18 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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