Das Steffi-Graf-Stadion im Grunewald von oben (Quelle: imago images / Claudio Gärtner)
Bild: imago images / Claudio Gärtner

Damentennis in Berlin - Vereinsmitglieder stimmen für WTA-Turnier im Grunewald

Um 21 Uhr stand die Entscheidung fest: Die Mitglieder des LTTC Rot-Weiß Berlin haben sich am Samstagabend mehrheitlich für ein internationales Rasenturnier im Frauentennis auf ihrer Anlage ausgesprochen. Nach rbb-Informationen stimmten 101 Mitglieder für das geplante WTA-Turnier auf ihrer Anlage. 53 Mitglieder stimmten dagegen. Es gab zwei Enthaltungen.

Bis 2008 wurden auf der Anlage die German Open ausgetragen. Ein Turnier der Weltklasse, das mehrfach von Steffi Graf gewonnen wurde.

Grün statt orange: massive Umbaumaßnahmen notwendig

Um auf der Anlage des LTTC ein Rasenturnier abhalten zu können, wären allerdings gravierende Umbaumaßnahmen notwendig. Unter anderem müssten drei Spielstätten dauerhaft verändert werden. Statt Sand wäre Rasenbelag notwendig.

Bereits am Donnerstag fand im Clubhaus des Vereins eine Infoveranstaltung statt. Neben Vertretern des Senats und des Rasen-Klassikers von Wimbledon, in dessen unmittelbarem Vorfeld das Berliner Turnier stattfinden soll, war auch Edwin Weindorfer anwesend. Der Österreicher hält mit seiner Vermarktungsagentur unter anderem die Lizenz für die Mallorca Open. Das Rasenturnier könnte von der Baleareninsel künftig nach Berlin ziehen, so der Vorschlag. Wann eine endgültige Entscheidung dazu getroffen wird, stand zunächst nicht fest.

Sendung: rbb24, 10.08.2019, 21.45 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Es ist nur zu begrüßen, das der LTTC diese einmalige Chance wahrnimmt und somit der Stadt Berlin wieder ein attraktives Sportereignis beschert. Alle hier angebrachten Aspekte sind bereits in mehrmonatigen Gesprächen abgewogen und diskutiert worden. Der größte Wert dieser Veranstaltung zeigt sich im Vorfeld. Es ist eine Aufbruchstimmung zu spüren und alle Beteiligten rücken für diese gemeinsame Sache zusammen. Die Stadt Berlin, Wimbledon,WTA, LTTC, WFS04,TVBB und Emotion Group haben wirklich komplexe Fragen und Anforderungen in einer Turbogeschwindigkeit zu einer vernünftigen Grundlage zusammengefügt. Ein deutliches Zeichen pro Berlin und pro Frauen - Spitzensport. Warum sollte man also weiter im ewig Gestrigen versinken. Aus der Historie zu lernen und Chancen für die Zukunft zu nutzen ist in diesem Projekt bisher positiv aufgegangen. Wir können vielleicht nicht Flughafen, aber scheinbar können wir Rasentennis. Ich freu mich darauf.

  2. 2.

    Die Finanzierung des Ganzen ist ein Aspekt. Ein anderer, über den bisher vom RBB nicht Bericht erstattet wurde, ist die Situation in Olympiapark. Hier sollen drei Ascheplätze in Rasenplätze umgewandelt werden, damit die Turnierteilnehmer trainieren können. Nun befinden sich diese drei Ascheplätze aber in reger Nutzung der Tennisabteilung der Wasserfreunde Spandau 04. Der Nutzungsvertrag hierüber wurde gerade für fünf Jahre verlängert. Den Sportlern der WFS04 wurde in Sondierungsgesprächen zugesagt, dass neben der Umwandlung der Ascheplätze in Rasenplätze zwei neue Ascheplätze im Olympiapark angelegt würden. Übergangsweise sollten die Tennisspieler der WFS04 die Plätze des LTTC RW für deren Trainings- und Wettkampfbetrieb nutzen dürfen. Daraus ergeben sich multiple Fragen, u.a. ob und in welchem Rahmen öffentliche Gelder und Ressourcen für die Etablierung eines „privaten“ Tennisturniers mit ungewissem Ausgang (siehe Darkstar) aus sportpolitischen Imagegründen riskiert werden.

  3. 1.

    Naja, vielleicht wird dieser Kommentar veröffentlicht.
    Mal schauen, ob die Finanzierung der LTTC Rot-Weiß dieses mal aus eigenen Mitteln schafft und nicht wie zwischen 1988 und 1998
    Einafch mal im www nachsehen: LTTC-Rot-Weiß - Lottogelder - Klaus Landowsky

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