Deutschlands Volleyballerinnen jubeln (Quelle: imago/Conny Kurth)
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Interview | Volleyball-EM der Frauen - "Wir haben alle riesig Bock"

Erstmals findet die Volleyball-Europameisterschaft der Frauen in vier Ländern statt: Polen, Slowakei, Türkei und Ungarn. Lisa Gründing vom SC Potsdam berichtet im Interview vor dem Start am Freitag über Reiseplanung, Ziele und ihr Rezept gegen Lagerkoller.

rbb|24: Wo erwischen wir Sie denn gerade, Frau Gründing?

Lisa Gründing: Wir sind jetzt in Bratislava, wo wir auch die Vorrunde bestreiten werden. Wir waren vorher ein paar Tage in der Nähe von Wien und hatten dort einen Lehrgang. Jetzt haben wir schon hier trainiert und gerade bin ich im Hotel.

Die EM wurde auf 24 Nationen aufgestockt und findet erstmals in vier Ländern statt. Wie gefällt Ihnen das?

Ich finde das ganz cool. Dann können viele Nationen einen Teil der EM ausrichten. Das ist für die Heimteams natürlich schön. Aber dadurch zieht sich das Turnier auch ein bisschen, weil immer wieder Reisetage dazwischen kommen. Wir haben jetzt die Vorrunde in Bratislava und spielen dann in Polen. Die Finalrunde wäre dann in der Türkei, wir müssten also fliegen. Aber das wurde vom Veranstalter alles gut geplant, ein Nachteil ist das nicht.

Am Freitag starten Sie gegen die Schweiz. Wie groß ist die Vorfreude?

Die ist natürlich riesig. Wir haben uns den ganzen Sommer über vorbereitet und die EM ist jetzt das Highlight zum Abschluss. Wir haben lange darauf hingearbeitet und freuen uns, jetzt endlich spielen zu können.

Die Vorrundengegner heißen - neben der Schweiz - Weißrussland, Russland, Spanien und die Slowakei. Was sind Ihre Ziele für diese Gruppe?

Wir versuchen erstmal gut ins Turnier zu starten und unsere beste Leistung abzurufen. Und dann schauen wir was möglich ist. Alles kann passieren.

Klingt jetzt ein wenig nach Understatement für die Öffentlichkeit. Gibt es denn intern Zielvorgaben, weiter kommen als in das Viertelfinale vor zwei Jahren?

(lacht) Wir überlegen uns im Team schon, wo die Reise hingehen soll. Aber man darf die Gegner natürlich nicht unterschätzen. Deswegen müssen wir einfach bei uns bleiben und unser Spiel machen.

Wie ist denn die Stimmung im Team?

Die ist gut - aber langsam kann das Turnier echt mal starten. Wir haben alle riesig Bock. Die Tage in Österreich haben uns nochmal zusammengeschweißt. Wir sind als Team gut vorbereitet.

Wenn es gut läuft, sind Sie mehr als zwei Wochen mit dem Team zusammen. Wie sieht es mit Lagerkoller aus?

Wir hängen alle schon sehr viel zusammen. Da ist es wichtig, auch mal rauszugehen: Kaffee trinken, sich kurz in die Sonne setzen. Ich teile mir während der Reisen ein Doppelzimmer mit Kimberly Drewniok. Das passt sehr gut bei uns, wir haben auch zusammen in Potsdam gespielt.

Stichwort Potsdam: Sie sind aus Aachen zurückgekehrt, spielen künftig wieder für den SC Potsdam. Wie fühlt es sich an, zurückzukommen?

Ich freue mich total. Ich war ja schon mal sieben Jahre in Potsdam (Anm. d. Red. 2011-2018). Die Zeit in Aachen war eine gute Erfahrung, aber ich freue mich wieder sehr zurückzukommen: Ich kenne die Hallen, viele Leute. Nur unter dem Trainer Guillermo Hernandez habe ich noch nicht gespielt – das wird spannend.

Zurück zur Europameisterschaft: Welche Schlagzeile möchten Sie gerne über sich und die deutsche Mannschaft lesen?

"Das deutsche Team war erfolgreich bei der EM" - das wär doch schon was.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Uri Zahavi, rbb-Sport.

Sendung: rbbUM6, 23.08.2019, 18 Uhr

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