Tim Schneider und Alba Berlin im Pokal-Duell mit Würzburg. / imago images/Andreas Gora
imago images/Andreas Gora
Video: rbb24 | 28.09.2019 | 21:45 Uhr | Uri Zahavi | Bild: imago images/Andreas Gora

92:81-Sieg gegen Würzburg - Alba Berlin zieht ins Viertelfinale des Pokals ein

Der Pflichtspielauftakt ist geglückt: Alba Berlin hat das Pokal-Achtelfinale mit 92:81 gegen Würzburg gewonnen und ist unter den besten acht Teams des Wettbewerbs. Es war eine enge Partie, in der sich die Albatrosse erst in den Schlussminuten wirklich absetzen konnten.

Die erste Hürde einer langen Saison ist genommen: Alba Berlin hat im DBB-Pokal mit 92:81 (49:47) gegen Würzburg gewonnen und steht damit im Viertelfinale des Wettbewerbs. Das Ergebnis im ersten Pflichtspiel der Saison fiel jedoch klarer aus, als es die Partie über weite Strecken war. "Es war wirklich hart", sagte auch Marcus Eriksson. Der schwedische Neuzugang der Albatrosse wurde zum Top-Scorer - und trug mit seinen 19 Punkten maßgeblich dazu bei, dass die Hauptstadt-Basketballer am Ende jubelten.

Zuvor hatten Spieler und 7.233 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle drei Viertel lang ein Auf und Ab erlebt. Die Gäste aus Bayern - bereits mit einer knappen Niederlage gegen Top-Team Oldenburg in die Spielzeit gestartet - forderten die Berliner direkt. Warmlaufen? Nicht möglich! "Würzburg hatte eine Reihe von Läufen, die einen schon nervös machen können. Der Schlüssel zum Sieg war, dass wir ruhig geblieben sind und genauso unsere Runs hatten", sagte Eriksson nach der Schlusssirene beim TV-Sender Magenta-Sport. 

Anfängliche Defensiv-Probleme

Zu Beginn ruckelte es bei den Albatrossen noch ein wenig - nicht zuletzt auch, weil Spielmacher Peyton Siva mit Wadenproblemen pausieren musste. "Natürlich war da ein bisschen Nervosität. Es geht ja erst los", sagte der 25-jährige Eriksson. Und so gehörte die erste 3:0-Mini-Führung den Würzburgern. Alba hatte kleinere Probleme in der Defensive. Zu viele Abpraller und Rebounds landeten beim Gegner, sodass er immer wieder zweite Chancen bekam. Dennoch sollte es die letzte in der gesamten Partie bleiben, in der die Berliner fortan mal mehr, mal weniger deutlich vorne lagen.

Immer wenn es schien, sie könnten davonziehen, kämpften sich die Gäste zurück. Der Bundesliga-Neunte der Vorsaison ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Das war im ersten Viertel beim Stand von 17:10 so. Im zweiten, als Alba auf 41:33 davonzog. Und auch kurz nach der Pause, als die Hausherren einen 9:0-Lauf hinlegten und sogar zweistellig führten (58:47). So blieb die Partie bis in die Schlussphase eng - und erst als Jonas Mattisseck zweieinhalb Minuten vor Ende mit einem Drei-Punkt-Wurf zum 83:71 traf, war sie entschieden.

Spiel eins von 66. Mindestens.

Es war eine Mischung aus Klasse und Routine, die dem amtierenden Vize-Pokalsieger schlussendlich den Sieg brachte. "Die letzten Minuten haben wir es dann sehr solide gemacht", sagte auch Eriksson. Dass der Schwede, der von Gran Canaria an die Spree wechselte, gleich zum Top-Werfer wurde, ist auch ein Verdienst des Trainers. "Aito (Anm. d. Red.: Garcia Reneses) ist eine Legende in Spanien. Es gibt viele Trainer, die dasselbe Konzept nutzen wie er. Ich versuche mich, einfach so schnell wie möglich anzupassen. Es sind viele Spieler, die schon in der vergangenen Saison bei Alba waren - und die uns Neuen helfen." Das erste Spiel hat gezeigt, dass das Team auf einem guten Weg ist. 65 weitere folgen, um sich immer weiter einzugrooven. Mindestens.

Sendung: rbb24, 28.09.2019, 21:45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Samuel Tuia und Nicolas Le Goff von den BR Volleys (imago images)
imago images/Bernd König

Volleyball-Supercup - BR Volleys demontieren Friedrichshafen

Drei Mal haben sich die BR Volleys im Supercup bereits an Friedrichshafen versucht, drei Mal verloren. Dieses Jahr sollte alles anders kommen. Warum dabei alle auf den Boden schauten und gleich doppelt Geschichte geschrieben wurde.