Fans von Union Berlin und Dortmund geraten aneinander (Quelle: imago images / Matthias Koch)
Bild: imago images / Matthias Koch

Einsatz von Reizgas - Borussia Dortmund kritisiert Berliner Polizei deutlich

Nach den Vorkommnissen beim Bundesligaspiel bei Union Berlin hat Borussia Dortmund deutliche Kritik an der Berliner Polizei geübt und sich "eine kritische Analyse" von dieser gewünscht. "Statt durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus", schrieb der Verein nach dem Ergebnis einer eigenen Analyse in einer Mitteilung.

BVB-Mitarbeiter an Arbeit gehindert

"Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und z.T. von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fan vom Gros der Unbeteiligten zu separieren", heißt es in der Mitteilung weiter.

Der BVB schrieb von "vielen friedliche Fans, unter ihnen Eltern mit Kindern", die in den hinteren Reihen durch Reizgas verletzt worden seien. Zudem sei "aus unserer Sicht nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich."

Die Polizei hatte nach dem Einsatz beim Spiel am 31. August mitgeteilt, dass Einsatzkräfte die rivalisierenden Fans trennen mussten, nachdem sich ungefähr 100 Union-Fans auf den Gästeblock zubewegt hatten. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei BVB-Anhänger festgenommen. Nach Polizeiangaben hatten weitere Gästefans versucht, die Festgenommenen zu befreien, was die Polizisten durch den Einsatz von Reizgas verhinderten.

Sendung: rbb24, 09.09.19, 21:45 Uhr

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