Gesa Felicitas Krause feiert ihren Weltrekord (Quelle: imago images / Beautiful Sports)
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Video: rbb24 | 01.09.2019 | Uri Zahavi | Bild: imago images / Beautiful Sports

Leichtathletik | Istaf - Hindernisläuferin Krause fliegt zum Weltrekord

Für viele Leichtathleten war das Istaf-Meeting in diesem Jahr die Generalprobe für die WM Ende September. Hindernisläuferin Gesa Krause konnte ihre derzeit beeindruckende Form unterstreichen, ein Berliner Olympiasieger enttäuschte hingegen erneut.

Es war kaum zu übersehen für die 40.500 Zuschauer im Olympiastadion, denn die großen weißen Buchstaben auf der blauen Tafel schwebten an ihnen vorbei. "Weltrekord" stand auf dem Schild, das Gesa Felicitas Krause nach ihrem Sieg über 2.000 Meter Hindernis beim Istaf freudestrahlend vor sich hertrug. Ihre Ehrenrunde auf der blauen Bahn genoss sie am Sonntag sichtlich.

Gesa Krause jubelt über ihren Weltrekord (Quelle: imago images / Beautiful Sports)
In der Form ihres Lebens: Gesa Felicitas Krause. | Bild: imago images / Beautiful Sports

"Ich bin richtig beflügelt und konnte gar nicht aufhören zu laufen. Das ist einfach nur unglaublich. Ich bin sprachlos", sagte die 27-Jährige nach dem Rennen im ZDF. Über die selten gelaufene Strecke hatte die zierliche Läuferin den Weltrekord um fast zehn Sekunden auf 5:52,80 Minuten verbessert. Am letzten Hindernis zog sie kurz an, sprang an ihrer Konkurrenz vorbei und rannte getragen vom Publikum ins Ziel.

Ein Erfolg, der Krause vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha (27. September bis 6. Oktober) noch einmal ordentlich Rückenwind geben sollte.

Harting enttäuscht

Während sich die Hindernisläuferin ausgiebig feiern ließ, schlich sich ein Berliner Olympiasieger aus dem Stadion. Diskuswerfer Christoph Harting kam bei starker Konkurrenz mit 60,06 Metern ledglich auf den neunten und damit letzten Platz. Bereits vor knapp einem Monat war er an gleicher Stelle bei den deutschen Meisterschaften gescheitert, als er drei ungültige Versuche hinlegte. Den Sieg errang am Sonntag der Pole Piotr Malachowski mit 65,17 Metern.

Sprinterin Gina Lückenkemper bejubelt den Sieg mit der Staffel (Quelle: imago images / Beautiful Sports)
Entfesselt: Gina Lückenkemper bejubelt den Sieg mit der deutschen 4x100 Meter Staffel, die Weltjahresbestleistung lief. | Bild: imago images / Beautiful Sports

Lückenkemper freut sich über "unfassbar geiles Rennen"

Am Ende überglücklich war eine andere Berlinerin. Zwar verpasste Sprintstar Gina Lückenkemper vom Sport-Club Charlottenburg über 100 Meter als Vierte knapp das Podest. Mit der 4x100 Meter Staffel lief zum Abschluss der Veranstaltung aber zur Weltjahresbestleistung.

"Es war ein solides Rennen, aber da geht noch mehr", sagte sie nach ihrem vierten Platz, bei dem sie in 11,15 Sekunden ihre Saisonbestleistung nur um eine Hundertstelsekunde verpasste. "Ich hatte einige Fehler im Mittelteil. Es bleibt noch ein bisschen Arbeit bis zur WM." 

Nach der starken Leistung mit der Staffel, in der auch die Berlinerin Lisa-Marie Kwayie startete, gab sich Lückenkemper optimistisch, was den bevorstehenden Saisonhöhepunkt angeht. "Das war einfach ein unfassbar geiles Rennen und wir haben jetzt auf jeden Fall Hoffnung für die WM."

Siege für Mihambo, Przybylko und Vetter

Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (TSV Oftersheim) siegte souverän, verpasste mit 6,99 Metern jedoch denkbar knapp die Siebenmetermarke. Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) setzte sich im Hochsprung mit 2,30 Metern gegen die Konkurrenz durch. Ebenso wie Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (LG Offenburg), dessen weitester Wurf bis auf 85,40 Meter flog.

Sendung: Abendschau, 01.09.2019, 19.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Einfach großartig, der Lauf von Gesa! Da steigt die Vorfreude auf die WM!

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