Eisbären berlin
Bild: imago /Eibner

Zu viele Zeitstrafen - Eisbären verlieren gegen München

Die Eisbären verlieren in einem umkämpften Spiel mit 2:4 in München. Dabei zeigte das Team von Serge Aubin eine attraktive Offensivleistung - schwächte sich durch zu viele Zeitstrafen aber immer wieder selbst.

Nach dem 3:2-Erfolg gegen Köln gab es für die Berliner am Sonntagabend einen Dämpfer: Vor mehr als 4.000 Zuschauern im Olympia-Eisstadion verloren die Eisbären mit 2:4 gegen Vizemeister München (0:1, 2:2, 0:1).

Der Gastgeber schlug gleich in seiner ersten Powerplay-Phase nach zwei gespielten Minuten eiskalt zu: Konrad Abeltshauser bekam den Puck an der blauen Linie der Berliner Gäste und zog sofort ab – Sebastian Dahm im Tor hatte keine Chance.

Die Mannschaft von Serge Aubin versuchte nach dem frühen 0:1 Rückstand aber sofort eine Antwort zu geben - es waren trotzdem wieder die Münchener, die sich die nächste große Chance erarbeiteten. Münchens Neuzugang Philip Gogula traf nach sieben Spielminute aber nur den Pfosten - Glück für die Berliner.

Eisbären dominierten, aber trafen nicht

Die Gäste hielten den Druck hoch und kamen dem Ausgleichstor nach drei Zeitstrafen gegen die Münchener immer wieder gefährlich nahe. Dabei kreierten sie hochkarätige Chancen - einzig der Puk wollte nicht ins gegnerische Tor - bis zur 18 Minute: Leo Pföderl schlug das Spielgerät in Baseball-Manier in den Kasten der Bayern. Aber der gebürtige Oberbayer hielt bei der Aktion seinen Schläger über der Querlatte. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach der Auswertung der Videobeweisbilder wieder ab.

Im zweiten Drittel machten die Gäste da weiter wo sie aufgehört haben und drängten weiter auf den Ausgleich. Aber es waren wieder die Münchner, die nachlegen konnten. Nach einer Zeitstrafe gerieten die Berliner vor dem eigenen Kasten wieder ordentlich in Bedrängnis. Im Getümmel verlor Goalie Sebastian Dahm die Sicht auf die Scheibe - Münchens Mark Voakes stand nach einem Abpraller genau richtig und brauchte den Puk nur noch zum 2:0 einschieben.

Leo Pföderl mit erstem Saisontor

Ein bitterer Spielverlauf aus Sicht der Eisbären. Das Team von Trainer Serge Aubin zeigte ansehnliches Eishockey und kombinierte immer wieder vor dem Kasten der Münchner - einzig die Belohnung blieb aus.

Umso erleichterter reagierte der kanadische Cheftrainer auf den schnellen Anschlusstreffer seiner Mannschaft. Leo Pföderl bewahrte nach einer hektischen Situation vor dem gegnerischen Tor die Ruhe und erzielte schließlich doch den so wichtigen Anschlusstreffer - zugleich sein erstes Tor im Trikot seines neuen Clubs.

Die Eisbären blieben dran

Die Freude über den ersten Torerfolg hielt allerdings nicht lange. Nach einer Zeitstrafe für Verteidiger Jonas Müller in der 27. Spielminute schlug der Vizemeister wieder zu.

Philip Gogulla lenkte den Puck nach gelungener Kombination vor dem Berliner Tor unbedrängt zum 3:1 in den Kasten. Besonders in Unterzahl machten die Berliner es dem Tabellenführer immer wieder viel zu leicht.

Aber auch das Team vom ehemaligen Eisbären Coach Don Jackson langte weiter fleißig hin und so landeten eine Minute später gleich zwei Münchener auf der Strafbank. Die Hauptstädter mühten sich in doppelter Überzahl zum erneuten 3:2 Anschlusstreffer - Austin Ortega traf nach einem Rebound.

Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels kämpfen die Berliner noch zwei Mal in Unterzahl gegen aggressive Hausherren. Anders als im ersten Drittel überstanden sie die Powerplays der Münchener aber ohne Gegentor.

Drittes Münchener Powerplay-Tor zum Endstand

Im dritten Drittel starteten die Eisbären nach zehn Sekunden gleich wieder mit einer Zeitstrafe. James Sheppard musste für zwei Minuten raus und sofort danach schepperte es auch wieder im Berliner Gehäuse. Yasin Ehliz konnte das Spielgerät erneut zum 4:2 über die Linie stochern. Die Berliner brachten den Puk zwar noch einige Male gefährlich vor den Münchener Goalie - am Spielstand änderte sich aber nichts mehr.

Die Tore von Leonhard Pföderl und Austin Ortega reichten den Berlinern trotz einer starken
Offensivleistung nicht zum Sieg, weil sie sich zu viele Strafzeiten leisteten, die der Vizemeister zu drei Überzahltoren nutzte. Die Münchener gewinnen auch ihr viertes Saisonspiel und führen die Tabelle weiterhin an - die Eisbären stehen nach der zweiten Niederlage der Saison auf dem zehnten Tabellenplatz.

Ergebnisse Eishockey

  • DEL-Saison abgebrochen - kein Meister


    Die Coronakrise hat die DEL zur Absage der Playoffs um die 100. deutsche Meis- terschaft gezwungen. Es ist ein Novum in der 26-jährigen Geschichte der Liga. Damit gibt es keinen deutschen Meister 2020.


    Zum Auftakt hätte Nürnberg gegen Wolfs- burg und Ingolstadt gegen Augsburg ab Mittwoch um die letzten beiden Viertel- finalplätze gespielt. Vizemeister Mün- chen, Meister Mannheim, Straubing, Berlin, die Düsseldorfer EG und Bremer- haven hatten sich direkt für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

    PlVereinSpTorePkt
    1.Red Bull München52174:128108
    2.Adler Mannheim52180:132102
    3.Straubing Tigers52175:13698
    4.Eisbären Berlin52169:14494
    5.Düsseldorfer EG52131:11685
    6.Pinguins Bremerhaven52157:14884
    7.ERC Ingolstadt52164:16181
    8.Nürnberg Ice Tigers52152:15881
    9.Grizzlys Wolfsburg52147:15074
    10.Augsburger Panther52142:15272
    11.Kölner Haie52124:15365
    12.Krefeld Pinguine52134:17052
    13.Iserlohn Roosters52116:16351
    14.Schwenninger Wild Wings52119:17345
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    PKT
    Punkte
    V
    nach Verlängerung
    P
    nach Penalty

    (ARD Text)

  • Saison vorzeitig beendet

    Auch in der DEL2 wird es in der Saison 2019/20 weder einen Meister noch einen Absteiger geben.


    Analog zum Oberhaus beendet die 2.Liga ihren Spielbetrieb nach der Hauptrunde. Grund ist die Ausbreitung des neuar- tigen Coronavirus.


    (ARD Text)

Sendung: Abendschau, 22.09.2019, 19.30 Uhr

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