Die Füchse Berlin feiern nach einem SPie. Quelle: imago images/Eibner
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Füchse Berlin vor Pokal-Achtelfinale - Mit guter Laune in den Härtetest

Die Formkurve der Füchse Berlin zeigte zuletzt klar nach oben. Mit vier Siegen in Folge hat sich die Mannschaft von Velimir Petkovic in der Handball-Bundesliga auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Im Pokal kommt es nun gegen den SC Magdeburg zum ersten echten Härtetest.

Es wird wieder gelacht bei den Handballern der Füchse Berlin. Nach dem missglückten Saisonstart und der Blamage gegen Minden hat die Mannschaft von Velimir Petkovic zurück in die Erfolgsspur gefunden. Der blutleeren Leistung gegen die Westfalen folgten vier Siege in Folge, das Team zeigte sich deutlich verbessert. Die Wutansprache des Füchse-Managers Bob Hanning nach der Partie scheint Wirkung gezeigt zu haben. Am Dienstag (19:00 Uhr) kommt es im Pokal-Achtelfinale nun zum ersten echten Härtetest. In der Max-Schmeling-Halle treffen die Berliner auf Dauerrivalen SC Magdeburg. Für Bob Hanning zählt dann nur ein Sieg.  

Verletzungssorgen sind Geschichte

"Wir haben die Mannschaft so zusammengestellt, dass sie gegen diese Teams zu Hause gewinnen soll. Wir haben den kompletten Kader zur Verfügung. Von daher ist es auch der Anspruch, dass wir dieses Spiel gewinnen", erklärt Hanning am Tag vor dem Spiel. Für ihn sind die Erfolge der letzten Wochen zwar erfreulich, die sportlich wirklich schwierigen Aufgaben warten allerdings noch auf die Füchse. Das Spiel gegen Magdeburg sieht Hanning daher als "erste Standortbestimmung".

Entsprechend wichtig ist es, dass Trainer Velimir Petkovic vor dem Pokal-Duell wieder auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen kann. Zuletzt feierte sogar der langzeitverletzte Rückraumspieler Marko Kopljar nach 18-monatiger Ausfallzeit sein Comeback. Der 33-Jährige soll den Berlinern auch am Dienstag helfen. Die Spiele gegen Magdeburg sind traditionell hitzig und immer eng.   

Aktuelle Form spricht für Berlin

Auch Bob Hanning weiß, dass die Begegnungen mit dem Ost-Rivalen für alle Beteiligten speziell sind: "Das sind immer besondere Spiele. Da weiß man vorher nie, was passiert. Das waren bis jetzt immer ganz, ganz heiße Duelle", sagt Hanning, der das von Bennet Wiegert trainierte Team aber auch sportlich schätzt: "Das ist eine Top-Truppe. Sie haben sich Schritt für Schritt zu einer Spitzenmannschaft entwickelt".

Dennoch spricht die aktuelle Form klar für die Gastgeber. Den vier Siegen in Folge bei den Füchsen stehen drei Niederlagen am Stück beim SC Magdeburg gegenüber. Anders als die in der Bundesliga zweitplatzierten Berliner strotzt Magdeburg also nicht vor Selbstbewusstsein.  

Finanziell lukrativer Wettbewerb

Neben der sportlichen Bedeutung ist der DHB-Pokal auch wirtschaftlich lukrativ. Finanziell lohnt sich der Auftritt im Pokal - dazu noch in der heimischen Halle - für die Füchse nämlich allemal. Der Verein kann durch das Achtelfinale mit einem sechsstelligen Gewinn rechnen - mehr als in der gesamten Europapokal-Saison zusammen.

Auch deshalb soll der Weg der Berliner im Achtelfinale gegen Magdeburg noch nicht vorbei sein. "Es ist die Möglichkeit, bei einem Sieg mit einem weiteren Spiel - vielleicht sogar zuhause - ins Final Four einzuziehen. Deshalb hat die Partie gegen Magdeburg schon eine hohe Bedeutung für uns", erklärt Bob Hanning.

In der letzten Saison schafften es die Füchse in die Runde der letzten Vier, scheiterten im Halbfinale aber gegen den späteren Sieger THW Kiel. Den letzten und einzigen Triumph im DHB-Pokal feierten die Füchse 2014. Eine Wiederholung dieses Coups in der laufenden Saison wäre ein Riesenerfolg. Der Weg dahin ist aber noch lang und startet am Dienstagabend mit dem Achtelfinale gegen den SC Magdeburg.

Sendung: rbb24, 01.10.2019, 21:45 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Warum werden Spiele der Füchse nicht gesendet? Bitte jetzt keine Verweise auf Verträge mit Sky und ähnliches. Das ist bekannt. Dann sollten die öffentlich rechtlichen Sender besser verhandeln.

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