Nina Ehegötz von Turbine Potsdam in Aktion. (Quelle: imago images/foto2press) Nina Ehegötz von Turbine Potsdam in Aktion. (Quelle: imago images/foto2press)
Audio: Inforadio | 21.09.19 | 16:15 Uhr | Karsten Steinmetz | Bild: imago images/foto2press

Frauenfußball-Bundesliga - Turbine kassiert klare Niederlage gegen Wolfsburg

Das Duell zwischen dem Tabellendritten aus Potsdam und dem Zweiten aus Wolfsburg geriet zu einer Machtdemonstration. Turbine lag früh in Rückstand und erholte sich nicht mehr davon - kam aber noch glimpflich davon. Von Uri Zahavi

Der amtierende deutsche Meister VfL Wolfsburg war für Turbine Potsdam am Samstagnachmittag letztendlich eine Nummer zu groß. Die jungen Gastgeberinnen aus Brandenburg unterlagen im Duell mit dem verlustpunktfreien neuen Tabellenführer im Karl-Liebknecht-Stadion deutlich mit 0:3. Gegen den Primus im deutschen Frauenfußball setzte es die zweite Pleite im vierten Saisonspiel.

Erste Torchance, erster Gegentreffer

Was auf dem Papier ein enges, ausgeglichenes und spannendes Match zwischen dem Tabellendritten und dem Zweiten vermuten ließ, entwickelte sich schnell zu einer ziemlich einseitigen Angelegenheit. Die Wolfsburgerinnen übernahmen mit Anpfiff die Spielkontrolle, drückten die Gastgeberinnen in die eigene Hälfte. So war abzusehen, dass die Wölfinnen zu Chancen kommen würden. Bitter für die Gastgeberinnen von Trainer Matthias Rudolph: Gleich die Erste war drin (2. Minute). Die Isländerin Sara Björk Gunnarsdóttir bekam vor dem Turbine-Strafraum die Kugel, schaute sich um und sah: keine Gegenspielerin in Sicht. Aus mehr als zwanzig Metern folgte ein wenig strammer aber dafür umso genauer platzierter Abschluss. Der Ball passte perfekt flach neben den linken Pfosten.

Der Tabellenvierte der vergangenen Saison war in der Folge im eigenen Stadion sichtlich beeindruckt. Nur zwei Minuten später verschätzte sich Turbine-Torhüterin Vanessa Fischer - der Heber der Wolfsburgerin klatschte an die Latte (4.). Es dauerte mehr als eine Viertelstunde, bis die Gastgeberinnen überhaupt mal vor das gegnerische Tor kamen und schlussendlich zu unplatziert abschlossen.

In der 36. Minute gab es nach einem Handspiel im Strafraum gab es Elfmeter für die Wolfsburgerinnen. Kapitänin Harder setzte den Ball jedoch kläglich links am Tor vorbei. 

Turbine zu schlampig, der VfL mit Chancenwucher

Eine gute Chance hatten die Turbinen dann aber doch noch vor der Pause. Nach traumhafter Flanke köpfte Toptorschützin Lara Prasnikar gänzlich unbedrängt über das Tor. Insgesamt agierte das junge Potsdamer Team zu fahrig, leistete sich unnötige Fehlpässe und spielte zu häufig etwas planlos durch die Mitte. Das sollte sich im zweiten Durchgang nur kurz ändern. Direkt nach Wiederbeginn trauten sich die Brandenburgerinnen endlich weiter nach vorne, rückten konsequenter aus der Abwehr heraus. Doch der Offensivdrang war nur von kurzer Dauer.

Die Niedersächsinnen gerieten zu keiner Zeit wirklich in Gefahr, erhöhten umgehend das Tempo und erspielten sich zwischen der 50. und 60. Minute eine Vielzahl von hundertprozentigen Torchancen, die sie fahrlässig liegen ließen. So blieben die Außenseiterinnen im Spiel. Doch spätestens eine Viertelstunde vor Spielende war die Partie entschieden. Zum wiederholten Mal bekam die Turbine-Defensive die Wirbler aus Wolfsburg nicht in den Griff - Ewa Pajor verdoppelte unhaltbar den Vorsprung.

In der Schlussphase wurde dann sichtbar, was eigentlich hätte gehen können für Potsdam: Immer wieder setzten sie die Wolfsburgerinnen unter Druck, pressten höher und erspielten sich Toraktionen. Doch für einen Treffer reichte es nicht. Das 0:3, erneut durch Gunnarsdóttir, hatte nur noch statistischen Wert. Für Turbine geht es am kommenden Samstag zum Auswärtsspiel bei der SGS Essen (ab 13 Uhr live im rbb Brandenburg).

Sendung: rbb um6, 21.09.2019, 18 Uhr

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