Energie-Spieler Moritz Broschinski am Ball (Quelle: imago images / Steffen Beyer)
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Video: rbb UM6 | 15.09.2019 | Torsten Michels | Bild: imago images / Steffen Beyer

3:2 gegen Meuselwitz - Energie feiert spektakulären Last-Minute-Sieg

Dieses Spiel werden die Cottbuser wohl so schnell nicht vergessen. Gegen Meuselwitz lagen die Lausitzer bereits mit 0:2 zurück und schafften in den letzten Minuten noch den überraschenden 3:2-Sieg, durch den sie auch in der Tabelle einen Sprung machen.

Diesen Sonntagnachmittag im Stadion der Freundschaft werden die Fans von Energie Cottbus rückblickend wohl vor allem mit einem Wort beschreiben: kurios. Denn nachdem die spielerisch überlegenen Lausitzer bereits mit 0:2 zurücklagen, kämpften sie sich wieder heran und sicherten sich in letzter Minute noch den wichtigen 3:2-Sieg.

"Das war heute auf jeden Fall ein Sieg für die Moral, weil wir die ganze Zeit an uns geglaubt haben", freute sich Felix Brügmann nach dem Abpfiff, während die Fans noch mit der Mannschaft feierten.

Cottbus dominiert in der Anfangsphase

Mit viel Applaus wurde auch Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz zunächst von den Fans begrüßt, als er den Rasen betrat. Doch es gab auch vereinzelte "Wollitz raus"-Rufe, die für ein kurzes Wortgefecht zwischen den Fans sorgten.

Nach dem Anpfiff sahen die Anhänger der Lausitzer dann aber gemeinsam, dass ihr Team das Spiel bestimmte. Doch weil die Gäste eng verteidigten und den Cottbusern kaum ein Durchkommen ermöglichten, gab es kaum Torchancen. Dimitar Rangelov und Axel Borgmann versuchten es mit Schüssen aus der Distanz, verfehlten das Ziel aber deutlich.

Meuselwitz eiskalt - Grüße an verletzten Geisler

Während Trainer Wollitz zuletzt immer wieder die Effektivität seiner Mannschaft bemängelte, zeigte Meuselwitz genau diese par excellence. Lediglich eine Gelegenheit reichte den Thüringern, um überraschend in Führung zu gehen. Über lange Bälle und wenige Pässe spielten sie sich in den Strafraum und setzten den zentral eingelaufenen Danny Breitfelder in Szene, der Torhüter Lennart Moser problemlos überwand (25.).

Der Torschütze rannte daraufhin zur Bank - und hielt ein Trikot von Energie-Spieler Felix Geisler in Richtung der Fans. Ein Gruß an den Mittelfeldspieler, mit dem er auch befreundet ist - und den Cottbus aufgrund eines Kreuzbandrisses derzeit schmerzlich vermisst.  

"Schießen, einfach schießen"

Auch nach der Pause fiel Energie gegen die kompakte Abwehr nur wenig ein. "Schießen, einfach schießen" riefen die inzwischen hörbar unzufriedenen Fans.

Doch die Lausitzer scheiterten vor allem immer wieder an sich selbst: unpräzise Pässe und mangelnde Kreativität bestimmten das Spiel der Gastgeber. Als Meuselwitz nach einem Ballverlust der Cottbuser sogar auf 2:0 erhöhte, wurden die über 5.000 Zuschauer schließlich ganz still im Stadion der Freundschaft (71.).

Furioses Comeback innerhalb von zwölf Minuten

In der Schlussphase brachte Felix Brügmann den Ball per Kopf dann doch noch im Tor unter - und weckte bei den Energie-Fans wieder Hoffnungen (82.). Und die wurden tatsächlich noch erfüllt. Kapitän Dimitar Rangelov erzielte den Ausgleich. Jan Koch traf ebenfalls in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 3:2-Endstand.

"Das war schon eines der verrücktesten Spiele. Heute haben wir trotzdem weitergespielt und uns dann belohnt", sagte der Siegtorschütze. "Gegen so einen Gegner wie Meuselwitz, der tief steht und auch noch mit 2:0 führt, ist es eigentlich unmöglich noch zurückzukommen. Wir haben mit einer unfassbaren Moral gezeigt, dass es geht und sind jetzt einfach froh."

Durch den Sieg springen die Cottbuser in der Tabelle vorerst auf Platz fünf und treffen am kommenden Freitag auf den Berliner AK (im Livestream auf rbb|24).

Sendung: rbb UM6, 15.09.2019, 18 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hallo Paul,
    es scheint sich um ein technisches Problem zu handeln. Wir haben die Tabelle zunächst herausgenommen und suchen nach einer Lösung.
    Viele Grüße!

  2. 1.

    Es ist 15:50 und in ihrer Tabelle hat Energie Cottbus nur 2:2 gespielt , schlaft ihr alle

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