Aus für Baseballer Kepler: Twins von Yankees deklassiert. / imago images/ZUMA Press
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Trotz Rekord-Werten bei den Minnesota Twins - Frühes Saisonende für Berliner Baseball-Profi Kepler

Es war eine starke Saison für den Berliner Baseball-Profi Max Kepler in der Major League Baseball. Rekord inklusive. Doch in den Playoffs fand sie nun ihr frühes Ende: Mit den Minnesota Twins verlor der 26-Jährige in der Nacht zum Dienstag auch das dritte Spiel gegen die New York Yankees - und scheiterte damit in der Erstrundenserie der Playoffs.

Europarekord aufgestellt

Beim finalen 1:5 gegen den 27-maligen Champion blieb der Berliner ohne zählbaren Erfolg - anders als so oft zuvor in der Spielzeit. Da hatte Kepler immer wieder für großes Aufsehen gesorgt. Etwa Mitte August, als ihm der 33. Homerun der Saison gelang. Mehr hatte zuvor kein anderer europäischer Spieler in der MLB geschafft. Er löste den Schotten Bobby Thomson ab. Dessen Bestmarke von 32 Homeruns hatte zuvor fast 70 Jahre lang Bestand gehabt. Bei Kepler standen am Saisonende schließlich 36 Homeruns zu Buche.

"Ich fühle mich super geehrt", hatte er dem Sport-Informations-Dienst gesagt, als er den Rekord einstellte. Vor ein paar Jahren hätte er "nicht mal zu träumen gewagt, dass ich dieses Level jemals erreichen kann. Aber was hier gerade passiert, ist tatsächlich ein wahr gewordener Traum." Eines Jugendlichen, der bereits mit 16 Jahren aus der deutschen Hauptstadt nach Minnesota gewechselt war. 800.000 Dollar zahlten die Twins damals für ihn. Nach einigen Stationen in den Minor Leagues spielt er seit 2015 fest im Major-League-Team der Twins.

Durch Schulterverletzung ausgebremst

Inzwischen geht es um ganz andere Summen. Kepler ist einer der besten Spieler der Liga - und er verdient entsprechend: Im Februar 2019 unterschrieb er einen mit 35 Millionen Dollar dotierten Fünf-Jahres-Vertrag bei dem Team aus Minneapolis. Dass nun in der ersten Playoff-Runde Schluss war, lag auch daran, dass der 26-Jährige zuletzt schwächelte. Der Grund: Eine Schulterverletzung, die ihn in der entscheidende Phase der Saison einschränkte.

Entmutigen lassen wollen sich Kepler und die Twins von dem Aus aber nicht. "Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung für die Minnesota Twins", sagte sein Teamkollege C.J. Cron der Deutschen Press-Agentur - und: "Das war erst der Anfang. Ich hoffe, wir kommen nächstes Jahr stärker zurück. Daran glaube ich."

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