Marko Kopljar von den Füchsen Berlin im Duell gegen zwei Magdeburger. Quelle. imago images/Jan Huebner
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Video: rbb24 | 01.10.19 | 21:45 Uhr | Simon Wenzel | Bild: imago images/Jan Huebner

Achtelfinale im DHB-Pokal - Füchse bestehen Härtetest gegen Magdeburg

Die Füchse haben das vor der Partie als Härtetest betitelte Pokal-Achtelfinale gegen den SC Magdeburg gewonnen. In einer lange Zeit engen Partie setzten sich die Berliner dank einer starken zweiten Hälfte gegen den Ost-Rivalen durch und stehen nun im Viertelfinale.

Härtetest, Standortbestimmung, Reifeprüfung - so das Vokabular, das die Gespräche und Interviews bei den Füchsen Berlin vor dem Pokal-Achtelfinale gegen den SC Magdeburg bestimmte. Zwar ging es in der Liga mit vier Siegen in Serie zuletzt aufwärts für die Berliner, auf die wirklich großen Brocken im deutschen Handball traf die Mannschaft von Velimir Petkovic dabei aber noch nicht. Das änderte sich am Dienstagabend in der Max-Schmeling-Halle mit dem Duell gegen den Ost-Rivalen.

Die Füchse bestanden diesen Härtetest: In einer engen und umkämpften Partie setzten sich die Berliner am Ende mit 31:30 (15:16) gegen Magdeburg durch. Gerade im zweiten Durchgang überzeugte das Team von Velimir Petkovic.

Von Beginn an enge Begegnung

Die 7.697 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen von Beginn an eine enge Partie, in der gerade zu Beginn die beiden Abwehrreihen und Torhüter zu überzeugen wussten. Besonders Dejan Milosavljev im Füchse-Tor hielt einige Male stark. Nach einer Viertelstunde stieg die Trefferquote dann allerdings auf beiden Seiten, absetzen konnte sich dennoch keines der Teams. Es war ein reger Schlagabtausch vor einer emotionalen Kulisse, die jeden Angriff lautstark begleitete.

Nach 25 Minuten nahm Petkovic die erste Auszeit - viel zu bemängeln hatte der Füchse-Coach nicht. Seine Mannschaft zeigte eine gute Leistung und war nach 15 Minuten auch in der Offensive effektiv. Der Gast aus Magdeburg blieb vor dem Tor ebenfalls stark. Immer wieder konterte die Mannschaft von Bennet Wiegert die Füchse-Treffer und ging zum Ende der ersten Hälfte mit einer hauchdünnen 16:15-Führung in die Pause.

Unverändertes Bild im zweiten Durchgang

Zum Anfang des zweiten Durchgangs erwischten die Füchse den besseren Start. Dejan Milosavljev hielt weiterhin gut und auch im Angriff blieben die Berliner stark. Sie drehten die Pausenführung, konnten diese aber zunächst nicht zu einem komfortablen Polster ausbauen. Erst nach 40 Minuten nutzen die Füchse eine Zeitstrafe für Magdeburg gut aus und setzten sich erstmals mit vier Toren ab.

Milosavljev brachte die Halle mit spektakulären Paraden zum Toben, im Angriff verwandelten Hans Lindberg, der nach dem Spiel mit sieben Treffern bester Füchse-Werfer war, und seine Nebenmänner die Würfe weiterhin mit stoischer Ruhe. "Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gedeckt und auch mal ein paar mehr Paraden gehabt", erkannte auch Bob Hanning nach dem Spiel.  

Den Gästen war die wachsende Unsicherheit in dieser Phase deutlich anzumerken. Würfe gingen neben das Tor, in der Defensive zeigte Magdeburg Nachlässigkeiten - der Füchse-Vorsprung wuchs auf fünf Treffer an.

Verdienter Sieg für die Füchse

Zwar erholte sich Magdeburg im Anschluss und verkleinerte den Rückstand, die Füchse blieben aber auch in der Schlussphase souverän. Sie ließen Magdeburg nicht mehr gefährlich zurück in die Partie kommen und setzten sich am Ende verdient durch. "Es ist ein großes Spiel und ein toller Sieg für uns. Ich bin heute sehr zufrieden", erklärte Manager Bob Hanning sichtlich glücklich.

Die Berliner bestätigen durch den Viertelfinaleinzug den postiven Trend der letzten Wochen und zeigen, dass sie auch gegen die Topteams der Bundesliga bestehen können. Bereits am kommenden Wochenende kann das Team dies erneut unter Beweis stellen. Am Sonntag (13:30 Uhr) müssen die Füchse bei der SG Flensburg-Handewitt antreten.

Sendung: rbb24, 01.10.19, 21:45 Uhr

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