Die Eisbären bejubeln das 1:0 (imago images/Mario Stiehl)
Video: rbb24 | 20.10.2019 | Uri Zahavi | Bild: imago images/Mario Stiehl

Eisbären gewinnen gegen Nürnberg - Geschichte wird gemacht

Die Eisbären Berlin gewinnen mit 6:2 gegen die Nürnberg Ice Tigers und rücken in der Tabelle weiter vor. Die unterhaltsame Partie bot am Ende fast ebenso viele Geschichte wie Tore. Eine sogar mit Happy End.

Vor dem schließlich deutlichen 6:2-Erfolg der Eisbären Berlin gegen die Nürnberg Ice Tigers gab es gleich mehrere Geschichten, die das Zeug dazu hatten, erzählt zu werden.

Da wäre zum Einen das große Wiedersehen. Das vom Eisbären Leo Pföderl, der nach sieben Jahren in Nürnberg nun erstmals gegen sein altes Team spielte. Und das von Nürnbergs Daniel Fischbuch, der nach drei Jahren in Berlin nun für die Ice Tigers aufläuft.

Starke Formkurven

Und dann war da noch die beeindruckende Formkurve beider Teams. Die der Eisbären, die vier ihrer zuletzt fünf Spielen gewinnen konnten. Und die der Ice Tigers, die fünf ihrer letzten sechs Partien für sich entschieden.

Die Geschichte, die sich dann allerdings vor 11.000 Zuschauern in den Vordergrund drängte, war die des Heimspiel-Debüts von Eisbär Landon Ferraro. Gleich in der zweiten Spielminute ging er allein auf Nürnbergs Torwart Niklas Treutle zu, scheiterte jedoch. 

Unaufmerksame Eisbären

In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, es ging und her, ehe die Gastgeber ab der zehnten Spielminute die Oberhand gewinnen konnten. Und prompt trafen. Mit seinem zweiten Saisontor erzielte Louis-Marc Aubry vom linken Bully-Kreis aus die Führung für die Eisbären.

"Wir haben sehr gut gespielt und zurecht das 1:0 gemacht. Am Ende waren wir einmal unaufmerksam, da hat uns Nürnberg bestraft", sagte Marcel Noebels in der Drittel-Pause bei MagentaTV. Und bezog sich dabei auf den Ausgleich durch Nürnberg nur 45 Sekunden vor Schluss. Als Kevin Schulze plötzlich und wie aus dem Nichts vor Eisbären-Torwart Dahm auftauchte und die Nerven behielt.

Geschichte wird gemacht

Das zweite Drittel dann war eine einseitige Angelegenheit, am Ende des Durchgangs lautete das Torschussverhältnis 42:19 pro Eisbären.

Die Heimmannschaft drückte, doch es sollte nur ein weiterer Treffer gelingen. Der Torschütze? Ausgerechnet Landon Ferraro. Und auch die Entstehung des Tores war eine Geschichte für sich, denn es brauchte den Videobeweis. Um zu klären, ob nach dem Schuss von André Rankel eine Torwartbehinderung durch Ferraro vorlag und wer denn nun überhaupt tatsächlich dafür gesorgt hatte, dass der Puck die Linie überquerte. Man einigte sich auf Berlins kanadischen Neuzugang. 

Eisbären konsequent

Die Geschichte des dritten Drittels dann ist zügig erzählt. Die Eisbären spielten weiterhin stark auf, kamen nur selten in Bedrängnis und erhöhten in der 42. Minute und während einer Zwei-Mann-Überzahl auf 3:1. Ein mächtiger Schuss von Verteidiger John Ramage, 113 Kilometer pro Stunde schnell, ließ dem ansonsten überragendem Nürnberger Torhüter Niklas Treutle keine Chance.

Doch die Gäste gaben nicht auf und wurden in der 54. Minute mit dem 2:3-Anschlusstreffer belohnt. Erneut war es Verteidiger Kevin Schulze, der nach einem Konter sträflich ungedeckt verwandeln konnte.

Wirklich Nervosität kam allerdings nicht mehr auf. Stattdessen folgte in der 59. Minute das 4:2 ins leere Nürnberger Netz. Erneut traf, wie schon zu Beginn, Louis-Marc Aubry. Der Schlusspunkt war das allerdings noch nicht, denn Mark Olver und Landon Ferraro gelangen in der Schluss-Minute noch die Treffer fünf und sechs. Ferraro? Eben, da war doch was. Geschichte eben.

Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr geht es für die Eisbären, die jetzt auf Platz sechs der Tabelle liegen, in Ingolstadt weiter, ehe am Sonntag (14 Uhr) Tabellenführer München in die Mercedes Benz Arena kommt.

Sendung: 20.10.2019, rbb24, 21:45 Uhr

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