Luca Maria Graf schaut auf den Ball (imago images / Jan Huebner)
Bild: imago images / Jan Huebner

Saisonstart von Turbine Potsdam - Zwischen Verletzungspech und Traumtoren

Turbine Potsdam ist durchwachsen in die neue Saison der Bundesliga gestartet. Kein Wunder, ist die Mannschaft doch von riesigem Verletzungspech gebeutelt. Grund zur Freude in der aktuellen Länderspielpause hat dagegen Luca-Maria Graf.

Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit: Erneut ereilte den 1. FFC Turbine Potsdam eine Hiobsbotschaft. Dieses Mal erwischte es Rahel Kiwic. Die Schweizer Nationalspielerin riss sich beim 3:0-Sieg mit ihrem Heimatland in der EM-Qualifikation gegen Litauen das Kreuzband im rechten Knie.

Kiwic ist nach Adriana Mori und Dina Orschmann bereits die dritte Akteurin der Potsdamerinnen, die sich in der noch jungen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Hinzu kommen ein Schlüsselbeinbruch bei Viktoria Schwalm und die noch immer nicht gänzlich abgeheilten Verletzungen von Bianca Schmidt nach deren Fahrradunfall im Sommer. Ziemlich viel Unheil für einen kleinen Verein.

"Wir müssen das wegstecken"

Trotzdem lässt sich Coach Matthias Rudolph nicht aus der Ruhe bringen. "Wir müssen das wegstecken und wollen uns nicht beklagen", sagt der 37-Jährige im Interview mit rbb|24 und ergänzt: "Wir müssen das mit anderen jungen Spielerinnen auffangen. Sie sind ja auch dafür da, in solchen Situationen in diese Lücke reinzuspringen."

Rudolph hat einen pragmatischen Blick auf seine nunmehr vierte Saison als Cheftrainer der Turbinen. Der durchwachsene Start mit zwei Siegen bei drei Niederlagen überrascht ihn nicht: "Wenn man mit so einer jungen Mannschaft in die Saison startet, können gewisse Schwierigkeiten auftreten und nicht alles wie gewünscht laufen."

Er zeigt sich zufrieden, dass seine Mannschaft die wichtigen Partien gegen Köln (2:1) und Jena (6:2) gewonnen, gegen den langjährigen Erzrivalen Frankfurt (2:3) ein gutes Spiel abgeliefert und gegen den großen Titelfavoriten aus Wolfsburg (0:3) zumindest defensiv gut ausgesehen hat. Einzig die Klatsche gegen Essen (0:2) wurmt den Trainer: "Da hätten wir viel Glück gebraucht, um einen Punkt zu holen." Die kommenden Aufgaben geht Rudolph mit viel Optimismus an. Nicht ohne Grund, denn "wenn ich sehe, wie die Mädels trainieren und dazulernen wollen, gibt das Hoffnung."

Graf Torschützin des Monats?

Eine ganz besondere Hoffnung hegt derweil Luca-Maria Graf. Der Treffer der 20-Jährigen gegen den 1. FC Köln steht in der Endauswahl zum "Tor des Monats" [sportschau.de]. Matthias Rudolph hat zwar noch nicht abgestimmt, "das mache ich aber auf jeden Fall." 

Sendung: Inforadio, 08.10.2019, 16:15 Uhr

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