Friedhelm Funkel und Hertha-Manager Michael Preetz (Quelle: imago images / Behrendt)
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Düsseldorf zu Gast im Olympiastadion - Hertha will Ex-Trainer Funkel keine Geschenke machen

Nach den Siegen gegen Paderborn und Köln hat sich die Laune bei Hertha BSC deutlich verbessert. Entsprechend selbstbewusst geht die Mannschaft das Spiel gegen Düsseldorf an. Die Rheinländer mit Herthas Ex-Trainer Funkel haben derweil Ärger mit ihren Trikots.  

Michael Preetz und Ante Covic sind sich einig, wenn es um Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel geht. "Ich habe höchsten Respekt davor, was er geleistet hat", sagt Hertha-Coach Covic und ergänzt: "Man kann nur den Hut ziehen vor so einer Karriere.“ Auch Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz ist voll des Lobes über Funkel, dieser sei "ein feiner Kerl." Sie kennen sich gut, Funkel war Hertha-Trainer in der Abstiegssaison 2009/10.

Am kommenden Freitag werden Covic und Preetz ihre warmen Worte persönlich übermitteln können. Dann nämlich ist Friedhelm Funkel mit seiner Fortuna zu Gast bei Hertha BSC. Es wird ein ganz besonderes Spiel für den 65-Jährigen: Es ist sein 500. als Bundesligatrainer. 

Preetz pragmatisch

Geschenke in Form von Punkten will Hertha allerdings keine machen. Stattdessen soll die eigene Serie ausgebaut und die Entwicklung der Mannschaft vorangetrieben werden. Nach dem erzwungenen Sieg gegen Paderborn und der verbesserten Spielkultur beim Auswärtssieg in Köln hat Covic klare Ansprüche an sein Team: "Wir müssen das Selbstbewusstsein mitnehmen, vor heimischer Kulisse dominant auftreten und uns viele Möglichkeiten erspielen."

Der gebürtige Düsseldorfer und Ex-Fortune Preetz geht die Partie gegen seinen Heimatklub etwas pragmatischer an: "Ich wünsche mir drei Punkte." Und was ist mit den spielerischen Fortschritten? "Alles zu seiner Zeit. Das nehmen wir gerne, wenn es kommt. Aber in der ersten Phase der Saison geht es darum zu punkten."

Die Voraussetzungen für einen weiteren Sieg sind gut, steht doch (fast) der komplette Kader zur Verfügung. Einzig der Einsatz von Marvin Plattenhardt ist noch offen. Am Donnerstag soll sich entscheiden, ob der Abwehrspieler dabei sein kann. In Sachen Aufstellung lässt sich Covic ansonsten nicht in die Karten schauen. So ist offen, ob Vedad Ibisevic - mit seinen zwei Treffern Wegbereiter des Auswärtssiegs in Köln - von Anfang an spielen darf. Viel mehr als ein "Vedo hat allen gezeigt, dass er die Spiele entscheiden kann" ließ sich Covic dazu nicht entlocken.

Ein aufstrebender Lukebakio

Auch die Frage nach Dodi Lukebakios Startelfchancen beantwortet Covic mit einem Pokerface. Für den Belgier ist die Partie in jedem Fall eine besondere. Schließlich feierte Herthas Rekordeinkauf im Vorjahr seinen Durchbruch in der Bundesliga im Trikot der Fortuna. In Berlin läuft es aber bislang noch nicht wirklich rund. Für Covic kein Problem und auch leicht erklärbar: "Er ist wegen der U21-EM erst spät zu uns gestoßen und war hinten dran. Ein junger Mensch braucht Eingewöhnungszeit, um hier anzukommen, aber in den letzten zwei Wochen habe ich einen aufstrebenden Dodi Lukebakio erlebt." Nicht auszuschließen also, dass der 20-Millionen-Transfer der Fortuna-Abwehr ein bisschen Ärger bereiten kann.  

Takashi USAMI von Fortuna Düsseldorf (Foto: Imago Images / Sven Simon)
Takashi Usami im beanstandeten Trikot der Fortuna | Bild: imago sportfotodienst

Ärger um Fortuna-Trikots

Ärger abseits des Rasens haben die Rheinländer derzeit mit ihren Trikots. Das Düsseldorfer Landgericht findet, dass die Fortuna beim Design ihrer letztjährigen Auswärtstrikots abgekupfert hat. Das Trikot ähnele so stark einem Werk der Berliner Kunstprofessorin Heike Klussmann, dass diese einen Anspruch auf Entschädigung hat, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Wie hoch die ausfallen wird, soll nun bei außergerichtlichen Verhandlungen festgelegt werden. Wer schon mal in Düsseldorf war, dem könnte das fragliche Muster bekannt vorkommen. Klussmann hatte die U-Bahn-Stationen der neuen Wehrhahn-Linie mitgestaltet und dabei das Muster auf den Wänden des U-Bahn-Tunnels entworfen. 

Sendung: 02.10.2019, Inforadio, 15:15 Uhr

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