Johanna Elsig (rechts) im Spiel gegen die Ukraine. Quelle: imago images/foto2press
Audio: Inforadio | 05.10.2019 | Marc Eschweiler | Bild: imago images/foto2press

Mit Potsdamerin Johanna Elsig - DFB-Frauen nach Sieg gegen Ukraine weiter auf EM-Kurs

Auch im dritten EM-Qualifikationsspiel haben die deutschen Fußballerinnen mit der Potsdamerin Johanna Elsig einen Kantersieg gefeiert. Einen Monat nach dem 8:0 im Hinspiel gegen die Ukraine gewann der Rekordeuropameister auch das Rückspiel in Aachen mit 8:0 (4:0) und führt seine Gruppe mit der makellosen Bilanz von neun Punkten und 26:0 Toren an. Johanna Elsig stand über die gesamte Spielzeit auf dem Feld.

"Es besteht immer die Gefahr, dass man den Gegner nach so einem Hinspiel ein wenig unterschätzt", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der ARD: "Aber das hat die Mannschaft nicht gemacht, sie ist hier heute toll aufgetreten. Wir haben viele direkte, schöne Tore erzielt, haben mit wenigen Kontakten und mit viel Zug gespielt."

Deutschland konzentriert und effektiv

Klara Bühl (7./58./61.) und Lina Magull (37./42./90.+2) mit jeweils drei Toren sowie Giulia Gwinn (30.) und Melanie Leupolz (87.) trafen im letzten Heimspiel des WM-Jahres für die DFB-Auswahl. Vor 5.504 Zuschauern in Aachen setzte Voss-Tecklenburg fast auf die gleiche Formation wie im Hinspiel in Lwiw. Nach der offiziellen Verabschiedung von Simone Laudehr, die nach ihrer Nichtnominierung für die WM im Mai aus dem Nationalteam zurückgetreten war, fanden die Gastgeberinnen schnell in die Partie. Ein Solo von Klara Bühl auf der linken Seite, ein präziser Flachschuss - und die DFB-Auswahl führte.

Dann war gegen den ukrainischen Defensivblock zunächst Geduld gefragt. Nach einer Vorarbeit von Kapitänin Alexandra Popp legte Gwinn nach einer halben Stunde aus kurzer Distanz nach. In dieser Phase zeigte das DFB-Team guten Kombinationsfußball.

Highlight im Wembley-Stadion im November

Merle Frohms, erneut Vertreterin der nach der enttäuschenden WM an der Schulter operierten Almuth Schult im DFB-Tor, erlebte bei ungemütlichen Herbsttemperaturen auch eine ruhige zweite Hälfte. Ansatzweise gefährlich wurde es für die deutsche Auswahl nur bei Nachlässigkeiten im Spielaufbau, die gegen stärkere Gegner bitter bestraft werden könnten. Der Ukraine gelang das nicht, so dass Deutschland am Ende mit einem auch in der Höhe verdienten 8:0 vom Feld ging.

Nach dem Auswärtsspiel in Griechenland am kommenden Dienstag (14:00 Uhr) steht zum Abschluss des Fußball-Jahres am 9. November für die deutsche Auswahl noch ein Highlight im EM-Gastgeberland England an. Für das Länderspiel im Wembley-Stadion wurden bereits mehr als 75.000 Tickets abgesetzt.

Sendung: rbbUM6, 05.10.19, 18:00 Uhr

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