Handball-Trainer Jaron Siewert. / imago images/wolf-sportfoto
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Ab der kommenden Saison - Jaron Siewert wird neuer Cheftrainer der Füchse Berlin

Er galt schon länger als der Trainer-Thronfolger bei den Füchsen Berlin. Nun ist es fix: Jaron Siewert wird ab Sommer 2020 Chefcoach - er beerbt Velimir Petkovic. Es ist ein Generationenwechsel. Siewert ist erst 25 Jahre alt - hat seine Qualität aber schon bewiesen.

Neuer Trainer für die Füchse Berlin: Ab der Saison 2020/21 wird Jaron Siewert den Handball-Bundesligisten coachen. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Er erhält einen Vertrag über zwei Jahre - und wird bei seinem Amtsantritt im Sommer gerade einmal 26 Jahre alt sein.

Siewert, der als großes Trainertalent gilt, kommt vom Zweitligisten TuSEM Essen und folgt auf Velimir Petkovic, dessen Amtszeit nach dann vier Jahren endet. Der Kontrakt des Serben läuft regulär aus. Der Tausch auf der Chef-Position an der Seitenlinie ist auch ein Wechsel der Generationen: Petkovic ist bereits 63 - und damit 38 Jahre älter als sein Nachfolger.

Rückkehr in die Heimat

"Mit Jaron schließt sich ein Kreis", sagte Manager Bob Hanning. "Er ist ein junger ehrgeiziger Trainer. Und ich glaube, dass er uns die nötigen Impulse geben wird." Tatsächlich ist es für Siewert eine Rückkehr in die Heimat. Er ist ein echtes Eigengewächs der Berliner. Zunächst als Spieler - und das von den jüngsten Mannschaften an. Mit A- und B-Jugend feierte der Rückraumspieler deutsche Meisterschaften. Und er schaffte bereits 2013 - damals nicht einmal 20 Jahre alt - den Sprung aufs Champions-League-Parkett bei den Großen. Auch in der Bundesliga konnte er ein paar Mal mitspielen.

Dennoch beendet er bereits kurz darauf seine Zeit als Aktiver auf dem Feld. Eine ganz bewusste Entscheidung. Auch weil er merkt, dass er auf Dauer nicht ganz oben mithalten kann. "Als Spieler hätte es für mich vielleicht für die Zweite Liga gereicht, höchstens", sagte Siewert vor zwei Jahren dem "Tagesspiegel". Es ist gerade Füchse-Manager Bob Hanning, der ihn auf diesen Weg bringt - und ihn unterstützt.

Jüngster Profi-Trainer

Dass er in Essen beim Zweitligisten TuSEM landete, hatte auch viel mit Hanning zu tun. Auch dessen Trainer-Anfänge liegen beim Traditionsverein aus Nordrhein-Westfalen. Siewert wurde zur Saison 2017/18 mit gerade einmal 23 Jahren der jüngste Profi-Trainer Deutschlands. Und er hat Erfolg. Aktuell stehen die Essener an der Spitze der Tabelle. Der Aufstieg ist durchaus möglich. "Er kommt aus unserer Schule und hat sich unglaublich entwickelt", sagte Hanning. "Er ist der jüngste A-Lizenztrainer aller Zeiten und hat beim TuSEM aus einem Verein mit nicht so viel Budget im Abstiegskampf ein Spitzenteam geformt."

Dass Siewert einmal zu den Füchsen zurückkehren sollte, schien schon immer ausgemachte Sache. Auch der Zeitpunkt - Sommer 2020 - war bereits im Gespräch. Essen war in gewisser Weise Ausbildungsstation für den Mann, den Hanning so sehr schätzt. Er hat sich bewiesen. Und kann das zukünftig ganz oben tun, an der Spitze der Handball-Bundesliga. Und er freut sich darauf: "Für mich geht als gebürtiger Berliner ein Kindheitstraum in Erfüllung", sagt er in einer Mitteilung. "Ich darf nun zu dem Verein, bei dem ich groß geworden bin, nach Hause zurückkehren." Zunächst gelte sein voller Fokus aber noch Essen. Und vielleicht klappt es ja mit dem Aufstieg. Dann gäbe es in der nächsten Saison ein Wiedersehen. In Liga eins.

Sendung: rbb UM6, 29.10.2019, 18 Uhr

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