Der Potsdamer Geher Christopher Linke bei der WM in Doha. / imago images/ Chai v.d. Laage
Bild: imago images/ Chai v.d. Laage

Bronze nur knapp verpasst - Potsdamer Geher Linke mit starkem WM-Auftritt in Doha

Am Ende fehlten nach 20 Kilometern durch die Hitze von Doha gerade einmal 19 Sekunden: Der Potsdamer Geher Christopher Linke hat in der Nacht zum Samstag bei der Leichtathletik-WM eine Medaille denkbar knapp verpasst. Der 30-Jährige kam beim Sieg des Japaners Toshikazu Yamanishi in 1:27:19 Stunden auf den vierten Platz.

Beste internationale Platzierung

"Der Platz ist natürlich sehr gut. Meine beste internationale Platzierung. Aber natürlich mache ich den Sport, um eine Medaille zu gewinnen", sagte Linke - und kündigte den Coup für nächstes Jahr in Tokio an: "Im Grunde ist es egal, wann ich meine erste internationale Medaille hole. Dann ist es eben bei Olympia." Die Bedingungen mit der Hitze in Kombination mit der Luftfeuchtigkeit seien "abartig" gewesen, sagte der Potsdamer: "Aber zum Glück haben wir unter noch schlimmeren Bedingungen trainiert."

Zwischendurch hatte es große Verwirrung an der Strandpromenade Corniche gegeben: Linke tauchte in der zweiten Rennhälfte und eine halbe Stunde nach Ende nicht in den Ergebnislisten auf - weil er seine Chips zur Zeitmessung an den Schuhen verloren hatte. Grund zur Sorge war das aber nicht. Diese Technik ist  vor allem für die Zwischenzeiten da. Am Ende gab den den Zielfilm - und auf dem lief er unzweifelhaft und strahlend als Vierter ein.

Brembach kollabiert

Gold sicherte sich vor nur wenigen Zuschauern am Ein-Kilometer-Kurs der Japaner Toshikazu Yamanishi. Der Jahresschnellste und Favorit siegte im mit Abstand langsamsten Rennen der WM-Geschichte in 1:26:34 Stunden vor dem unter neutralen Flagge startenden Russen Wsasili Mizinow (1:26:49) und dem Schweden Perseus Karlström (1:27:00).

Linkes Potsdamer Clubkollege Hagen Pohle wurde 16. Nils Brembach (ebenfalls Potsdam) beendete das Rennen vorzeitig - und sorgte dabei für bange Momente. Er musste völlig entkräftet nach einem kurzzeitigen Hitzekollaps kurz vor der 15-km-Marke aufgeben und lag am Streckenrand. Die deutschen Betreuer um Mannschaftsarzt Andrew Lichtenthal überschütteten den 26-Jährigen als Soforthilfe mit Unmengen Eis, ehe Brembach auf einer Liege ins Medizinzelt gebracht wurde. Bundestrainer Ronald Weigel konnte aber wenig später Entwarnung geben.

Sendung: rbb UM6, 05.10.2019, 18 Uhr

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