Rokas Giedraitis von Alba Berlin auf dem Weg zum Korb. / imago images/masterpress
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Video: rbb24 | 17.11.2019 | Martin Zimmermann | Bild: imago images/masterpress

77:81-Niederlage in Ludwigsburg - Herzschlagfinale mit bitterem Ende für Alba Berlin

Es war die nächste anstrengende Aufgabe für Alba Berlin - dieses Mal mit unglücklichem Ausgang: Im Topspiel der Basketball-Bundesliga in Ludwigsburg verlor das Team mit 77:81. Die Berliner führten lange. Doch dann nahm die Müdigkeit zu.

Alba Berlin hat in der Basketball-Bundesliga seine zweite Niederlage hinnehmen müssen. Am Sonntag unterlag der Hauptstadt-Klub vor 4.000 Zuschauern bei den MHP Riesen Ludwigsburg mit 77:81 (44:35). Die Albatrosse bleiben damit Tabellenvierter.

Krachender Start

Es war eine Partie, die keine Anlaufzeit brauchte - sie startete krachend. Die Berliner verloren im ersten Angriff den Ball, die Hausherren stürmten im Eiltempo davon und Thomas Wimbush stopfte den Ball mit aller Wucht in den Korb. Es war eine Szene, die Symbolcharakter haben sollte für das, was danach folgte. Es war ein phasenweise wildes Basketballspiel. Keines der immer perfekten Entscheidungen - aber ein spektakuläres.

Ein bisschen besser kam dabei Ludwigsburg zurecht. Zunächst zumindest. Am Ende des ersten Viertels führten sie mit 21:15. Doch Alba reagierte. Und der nächste Spielabschnitt wurde zu einer echten Basketball-Demonstration der Albatrosse - freilich begünstigt durch viele Fehler der Gastgeber. Sie kamen nun in einen Flow. Und machten - einmal mehr - deutlich, dass sie dann nur noch schwer zu stoppen sind. 29 Punkte erzielten die Berliner und ließen nur 14 zu. Gleich fünf Mal segelte der Ball von der Dreier-Linie in den Korb.

Thiemann kehrt zurück

Die letzten Punkte vor der Pausensirene erzielte einer, den sie in Ludwigsburg noch bestens kennen: Johannes Thiemann. Zwei Jahre spielte der deutsche Nationalspieler beim Team aus Baden-Württemberg, ehe er 2018 in die Hauptstadt wechselte. "Ich habe dort das erste Mal Bundesliga gespielt und mich als Profisportler etabliert", hatte der 25-Jährige vor dem Spiel gesagt - und: "Es ist immer etwas besonderes, dort zurückzukehren."

Nun bescherte er seinen Albatrossen also die 44:35-Pausenführung. Gewonnen war damit aber noch lange nichts. Denn die Gastgeber kämpften - und Alba mangelte es in der ein oder anderen Situation an der nötigen Konzentration. Immer wieder vergaben sie nun einfache Würfe und verpassten es so, sich weiter abzusetzen. Dass sich Ludwigsburg zwar näherte, aber nicht ganz herankam, lag auch an den Distanzschützen. Als es eng wurde, trafen Marcus Eriksson - gerade nach Verletzung zurück auf dem Parkett - und Niels Giffey. Vor dem Schlussviertel war der Vorsprung der Berliner dennoch auf einen Punkt geschmolzen. Es stand 58:57.

Alba wird müde

So wurde es das erwartet packende Finale. 4:33 Minuten waren noch auf der Uhr, da war die Alba-Führung endgültig dahin. Ludwigsburg lag mit zwei Punkten vorne (65:67). Gerade einmal drei Tage nach dem Krimi in Athen, in dem sich die Albatrosse in doppelter Verlängerung zum Sieg kämpften, erlebten sie das nächste Herzschlagfinale. Es war ein Hin und Her in einer Halle, die tobte. Dieses Mal jedoch mit unglücklichem Ausgang - immer müdere Berliner konnten Ludwigsburg nicht mehr stoppen.

Sendung: rbb24, 17.11.2019, 21:45 Uhr

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