Angriff im Volleyball am Netz
Audio: Inforadio | 03.11.2019 | Karsten Steinmetz | Bild: imago/Gerold Rebsch

Achtelfinalsieg gegen Netzhoppers - BR Volleys ziehen souverän ins Pokal-Viertelfinale ein

Es war die erwartet klare Partie im Achtelfinale des Volleyball-Pokals: Der große Favorit aus Berlin setzte sich gegen den kleinen Underdog aus Brandenburg durch. 3:0 schlugen die BR Volleys die Netzhoppers Königs Wusterhausen im Pokal-Derby. 

Noch vor drei Wochen standen sie sich in der Vollyball-Bundesliga gegenüber: die BR Volleys und die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Das Ergebnis war deutlich. Die Berliner schlugen die Brandenburger damals mit 3:1 nach Sätzen. Aus Sicht der Volleys sollte das auch im Pokal so bleiben, denn der deutsche Meister ist in dieser Saison noch ungeschlagen.

Starker Block entscheidet ersten Satz

Die Partie begann eng umkämpft. Beide Mannschaften konnten vor allem mit ihrem Aufschlagspiel punkten. Der Underdog aus Königs Wusterhausen ging mit 2:0 in Führung, doch der große Favorit aus Berlin blieb dran. Bei den Volleys setzten sie auf Erfahrung in der Startaufstellung - allen voran die des russischen Zuspielers Sergei Grankin.

Nach einem starken Block im Angriff gegen Benjamin Patch hielten die Gastgeber ihre Führung mit 8:6, ehe die Volleys besser ins Spiel kommen sollten. Wieder war es ein starker Aufschlag - dieses Mal von Samuel Tuia -, der die Gäste auftrumpfen ließ. Der Ausgleich: 9:9.

Jendryk stark am Netz

In der Folge schlichen sich Fehler ins Spiel der Netzhoppers ein. Der deutsche Meister aus Berlin wirkte nun souveräner und konnte durch ein gutes Blockspiel in Führung gehen. Besonders stark am Netz zeigte sich der Amerikaner Jeff Jendryk, der den Ball zum 16:13 auf die gegnerische Seite drückte.

Anschließend zogen die BR Volleys mit einem starken Angriffsspiel davon, auch wenn die Stimmung in der Arena Bestensee zu Gunsten der Heimmannschaft brodelte. Vor allem in den langen Ballwechseln setzte sich der Tabellenführer der Bundesliga durch. Benjamin Patchs Angriffe fanden oft die Lücke im Block oder spielten diesen geschickt an. Der erste Satz endete verdient mit 25:19 für den Favoriten.

Patch mit überragenden Angriffen

Wie der erste Satz aufgehört hat, begann auch der zweite: Mit einem dominierenden Angriffsspiel der Berliner zum schnellen 2:0. Doch auch die Netzhoppers arbeiteten effektiv an der Netzkante und konnten die Führung erobern. Zwischenstand 6:4 - Auszeit für die Volleys. Und das sollte die richtige Entscheidung von Coach Cedric Enard gewesen sein. Danach konnten die Berliner schnell zum 9:9 ausgleichen.

Nach Auschlagfehler der Netzhoppers gingen die Gäste nach langer Zeit mit 14:13 wieder in Front. Stärkster Mann der Partie blieb weiterhin Benjamin Patch für den Supercup-Sieger. Stimmte sein Rhythmus, war gegen die Angriffe wenig zu machen. 

Kurz vor Ende vollzog Enard dann den Doppelwechsel mit Kessel und Pujol. Das funktionierte: Es gab Satzball für die Volleys beim Stand von 24:22. Der letzte Aufschlag der Netzhoppers durch Casey Schouten flog ins Aus, auch der zweite Satz ging an den haushohen Favoriten.

Die Kräfte lassen nach

Zu Beginn des dritten Satzes drückten zunächst noch einmal die Netzhoppers und gingen mit 2:0 in Führung. Doch die sollte nur für kurze Zeit halten. Es schien, als gingen in der Folge den Gastgebern die Kräfte aus. Früh musste die erste Auszeit her, schon beim Stand von 7:4 für die Berliner. Der Meister drehte weiter auf und dominierte das Spiel fortan. Der Servicewinner von Nicolas Le Goff führte zum 11:5-Zwischenstand.

Und dann ging es schnell: Der Widerstand der Gastgeber schien gebrochen, die Volleys zogen auf 17:11 davon. Jetzt funktionierte (fast) alles beim Favoriten. Patch punktete nicht mehr nur mit den Angriffen, sondern auch im Aufschlagsspiel, während die Brandenburger kaum noch den Weg durch den gegnerischen Block fanden. Beim Spielstand von 24:17 folgte der erste Matchball für die BR Volleys.

Zwei Matchbälle konnten die Netzhoppers noch abwehren, ehe der Sieg der Berliner feststand. Wieder war es Patch mit starkem Schmetterball, der die Volleys endgültig ins Viertelfinale des Pokals brachte. Mit 3:0 (25:19, 24:22, 25:19) gewannen sie das zweite Derby innerhalb von drei Wochen und bleiben in der aktuellen Saison weiterhin ungeschlagen.

Sendung: rbb UM6, 03.11.2019, 18 Uhr

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