Louis-Marc Aubry vor dem Iserlohner Tor.
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Video: rbb UM6 | 17.11.2019 | 18 Uhr | Bild: imago images/Nordphoto

Eisbären schlagen Iserlohn - Mühelos zum Heimsieg

Es war ein verdienter Sieg nach einer dominanten Leistung über die gesamte Spielzeit: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen Iserlohn mit 4:0 gewonnen. Die Gäste waren gerade offensiv viel zu harmlos - einer von ihnen wurde aber dennoch bejubelt.

Die Eisbären Berlin haben zwei Tage nach dem Sieg in Bremerhaven auch das zweite Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gewonnen - und das absolut verdient: Gegen die Iserlohn Roosters setzte sich das Team von Serge Aubin am Sonntag in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof mit 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) durch und schiebt sich damit zumindest für einige Stunden auf den vierten Tabellenplatz der Deutschen Eishockey-Liga.

Pföderl trifft schon wieder

Nach 13 Minuten jubelten die Eisbären zum ersten Mal. Es traf der Spieler, der - nach erheblichen Startschwierigkeiten - immer mehr zur offensiven Tor-Maschine wird: Leo Pföderl. Der 26-jährige Neuzugang aus Nürnberg erzielte im nunmehr fünften Spiel hintereinander einen Treffer. Insgesamt war es das siebte Saisontor für den deutschen Nationalspieler.

Die Führung war fraglos verdient. Denn die Kräfteverhältnisse auf dem Eis spiegelten das, was die Tabellenkonstellation vermuten ließ: Der Fünfte dominierte den Zwölften. Und nur drei Minuten nach dem 1:0 legte Mark Olver nach (16.). Der Torschütze selbst hatte dabei keine große Mühe mehr - den deutlich größeren Anteil hatte Maxim Lapierre: Der NHL-erfahrene Stürmer war mit großer Leichtigkeit durch die Iserlohner Abwehr gekurvt und hatte perfekt aufgelegt. Olver musste nur noch aus kürzester Distanz einschieben. Das Tor wurde noch einmal per Videobeweis gecheckt - es gab aber nichts zu bemängeln.

Iserlohn offensiv harmlos

Das zweite Drittel ging weiter, wie das erste aufgehört hatte. In der 24. Minute erhöhten die Eisbären auf 3:0. Es war ein Tor in zwei Anläufen: Im ersten scheiterte Landon Farraro noch an  Andreas Jenike. Doch der Puck landete bei Louis-Marc Aubry. Und der Kanadier - unter der Woche 28 Jahre alt geworden - bescherte sich ein nachträgliches Geschenk. Er schaltete schnell und ließ dem Iserlohn-Keeper keine Chance: Der Puck schlug im rechten Eck ein.

Es war die Vorentscheidung. Denn die Gäste verteidigten zwar leidenschaftlich und auch durchaus gut sortiert - offensiv waren sie aber vor allem eines: absolut harmlos. So konnten die Eisbären ohne große Mühe die Führung verwalten und hatten zudem immer wieder Chancen, sie sogar weiter auszubauen. Das gelang dann zwei Minuten vor Schluss: James Sheppard erzielte den Endstand zum 4:0.

Baxmann von den Fans gefeiert

Jens Baxmann war der einzige Iserlohner, für den die Dienstreise nach Berlin - abseits des Sportlichen - zumindest einige schöne Momente hatte. Die Legende der Eisbären war nach 18 Jahren an der Spree mit 860 Spielen für den Verein vor der Saison ins Sauerland gewechselt und wurde in Berlin von den Fans gefeiert. Für die Eisbären geht es am Freitag (19:30 Uhr) weiter. Dann spielen sie beim Tabellennachbarn Adler Mannheim.

Sendung: rbbUM6, 17.11.2019, 18:15 Uhr

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